Gemeinsam. Schneller. Klimaneutral.

Gemeinsam. Schneller. Klimaneutral.

Advertorial

Artikel aus dem Handelsblatt Journal „ENERGIEWIRTSCHAFT“ vom 18.01.2022

von Stefan Kapferer

Der Wandel ist fundamental und die Zeit rennt. Auf dem Weg zur Klimaneutralität in Deutschland und Europa sind zahlreiche gesetzgeberische, regulatorische, administrative und technische Maßnahmen erforderlich, um Wirtschaft und Industrie klimaverträglich umzubauen. Und das schnell.

Die neue Bundesregierung hat in ihrem Koalitionsvertrag einige zentrale Wegmarken vorgegeben, um diesen herausfordernden, aber auch chancenreichen Weg zu beschreiten:

  • Deutlich höhere Ziele beim Ausbau der Erneuerbaren mit 80 Prozent Anteil am deutschlandweiten Stromverbrauch bis 2030 und signifikante Beschleunigung beim Netzausbau
  • Kohleausstieg möglichst bis 2030 bei gleichzeitiger Wahrung der Systemstabilität
  • Zukunftsfähiges Strommarktdesign zur Sicherung des Industriestandortes Deutschland

Das politisch definierte Ziel, in Deutschland bis 2045 Klimaneutralität zu erreichen, bedeutet also Beschleunigung auf allen Ebenen – beim Ausbau der Erneuerbaren, bei der Netzinfrastruktur und auch bei verlässlicher Kraftwerksleistung. Schon in der vor uns liegenden Dekade wird sich unser Land sicht- und spürbar verändern. Auf der einen Seite weckt das Befürchtungen und Ängste in der Bevölkerung, welche Auswirkungen diese Transformation auf Energiepreise, Versorgungssicherheit und auch auf die Natur und das Landschaftsbild hat. Auf der anderen Seite bietet dieser Modernisierungsschub große Möglichkeiten für unsere Wirtschaft, zukunftsfähige Arbeitsplätze zu erhalten und neu zu schaffen. Grundvoraussetzung, um diesen Wandel mit so wenig Reibungsverlusten wie möglich und im gesamtgesellschaftlichen Konsens zu gestalten, ist gemeinsames, kooperatives Handeln auf allen Ebenen in Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft.

50Hertz-Beschleunigungsinitiative mit Partnern
Diesem Verständnis liegt auch die Beschleunigungsinitiative „Gemeinsam.Schneller.Klimaneutral“ zu Grunde, deren konkreten Maßnahmenkatalog wir zum Ende des letzten Jahres veröffentlicht haben. Gemeinsam haben Energieunternehmen, Industriebetriebe und Netzbetreiber pragmatische Handlungsempfehlungen für die Politik vorgelegt, wie der Stromnetzausbau, der Ausbau der Erneuerbaren Energien und die Sektorenkopplung beschleunigt werden können. Die Vorschläge wurden durch Prof. Dr. Barbara Praetorius (HTW Berlin) und Dr. Felix-Christian Matthes (Öko-Institut) wissenschaftlich analysiert und bewertet.

Was muss dringend angegangen werden: Der Wegfall langwieriger Planfeststellungsverfahren bei einfachen Netzausbaumaßnahmen, wir brauchen pragmatische Richtwerte bei Lärmemissionen von Freileitungen, es muss personelle Unterstützung von Landesgenehmigungsbehörden durch die Bundesbehörden geben, mehr digitalisierte und daher effizientere Prozesse sind nötig, für ausländische Fachkräfte müssen erleichterte Arbeitsmöglichkeiten auf dem deutschen Markt geschaffen werden und es braucht weitere Zuständigkeiten bei einem personell und organisatorisch gestärkten Bundesverwaltungsgericht. Über all dem steht eine große Klammer: der gesellschaftliche Konsens. Die Transformation hin zum klimaneutralen Wirtschaften gelingt nur, wenn es darüber einen frühzeitigen Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern und eine Teilhabe an Wertschöpfung und Wachstum gibt.

Internationale Kooperationen
Eine der wichtigsten erneuerbaren Energiequellen im zukünftigen System ist dabei die Offshore-Windenergie mit ihren hohen Volllaststunden. Die großen Potenziale in der Nord- und Ostsee können wir am effektivsten in Kooperationen mit anderen Netzbetreibern, Unternehmen und mit unseren Nachbarländern erschließen. Wir haben dazu vor wenigen Wochen einen Vertrag über den Ostsee-Hub „Bornholm Energy Island“ mit dem dänischen Netzbetreiber Energinet abgeschlossen. Bei diesem „Energy Hub“ auf Bornholm geht es um den Bau eines hybriden Interkonnektors zwischen beiden Ländern mit weiteren Ausbaustufen, die die Basis für ein Offshore-Stromnetz in der Ostsee bilden können. Ähnliches plant unser Elia Group Schwester-Unternehmen Elia Transmission Belgien in der Nordsee. Daher ist das Bekenntnis zu europäischen Offshore-Kooperationen im Koalitionsvertrag für uns schon jetzt gelebte Praxis.

Klar ist: Die ehrgeizigen Ziele beim Ausbau der Erneuerbaren – und in der Konsequenz auch für den Netzausbau – können am Ende nicht nur über einige Bundesgesetze von oben nach unten durchgesetzt werden. Was ab jetzt gefragt ist, ist echtes Teamwork – international, aber auch national zwischen Bund, Ländern und Kommunen genauso wie zwischen Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Dann haben wir eine Chance, gemeinsam schneller klimaneutral zu werden.

Der Wandel ist fundamental und die Zeit rennt.

Stefan Kapferer, Vorsitzender der Geschäftsführung, 50Hertz

 

50 Hertz

www.50hertz.com

Dieser Artikel ist im aktuellen Handelsblatt Journal „ENERGIEWIRTSCHAFT“ erschienen.

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