Die Stahlindustrie erlebte im abgelaufenen Jahr eine Neuheit: Einer der weitverbreitetsten Werkstoffe der Welt war infolge des Aufschwungs nach der Coronakrise plötzlich knapp wie nie. Innerhalb nicht einmal eines Jahres haben sich die Preise verdoppelt. Das sorgt für zusätzlichen Druck auf die Abnehmer, die wegen der angespannten Lieferketten ohnehin schon unter vielen verschiedenen Knappheiten leiden.

Doch für die Stahlhersteller bedeuten die steigenden Preise auch Rückenwind – denn die grüne Transformation der Stahlproduktion bleibt für die Branche eine teure Herausforderung. Dabei haben sich viele Hersteller bereits auf den Weg gemacht und im vergangenen Jahr erstmals nennenswerte Mengen CO2‑reduzierten Stahl an Kunden, etwa aus der Automobilindustrie, ausgeliefert. Der Markt wird neu verteilt – und neue Spieler treten auf den Plan, um mit den etablierten zu konkurrieren.

Welche Folgen hat das für die Stahlbranche? Und wer wird der Erste sein, wenn es darum geht, den Markt mit großen Mengen grünem Stahl zu beliefern? Diese und andere haben wir auf der „Zukunft Stahl 2022“ diskutiert.

 

Kevin Knitterscheidt, Redakteur, Handelsblatt
Martin Wocher, Branchenanalyst, Handelsblatt Research Institute

Kevin Knitterscheidt Martin Wocher
Sebastian Kreft „2021 war das Jahr der Turbulenzen an den Rohstoffmärkten. Extreme Preissteigerungen in kurzer Zeit, Logistikprobleme und Lieferengpässe haben Lieferketten zum Erliegen gebracht. Der Rohstoffeinkauf ist für über 60% der Kostenbasis eines Stahlproduzenten verantwortlich. Und trotzdem bleibt er einer der am meisten unterschätzten Werthebel in vielen Unternehmen.“
Sebastian Kreft, CEO und Gründer, Metalshub

Referent:innen: 2022

Jürgen Barke

Jürgen Barke

Staatssekretär mit Kabinettrang im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr des Saarlandes

Referent 2022

    Dr. Anne-Marie Großmann

    Dr. Anne-Marie Großmann

    Member Executive BoardGeorgsmarienhütte Holding GmbH

    Referentin 2022

      Guido Kerkhoff

      Guido Kerkhoff

      Vorsitzender des VorstandsKlöckner & Co SE

      Referent 2022

        Bernhard Osburg

        Bernhard Osburg

        Vorsitzender des Vorstandsthyssenkrupp Steel Europe AG

        Referent 2022

          Aktuelle Stahl-News

          Supply Chain: Rohstoffschwankungen effizient managen

          Blog für Rohstoffe Supply Chain: Rohstoffschwankungen effizient managen

          Gerd-Michael Hüsken, Managing DirectorAccenture GmbH

          Seit Jahrhunderten werden Wirtschaftsmodelle nach Angebot und Nachfrage ausgerichtet. Mit dem Beginn der COVID-19-Pandemie zeigt sich deren Verhalten allerdings deutlich sprunghafter, was insbesondere in der Metall- und Bergbauindustrie sichtbar ist. Schauen wir uns genauer an, was dort passiert und warum.

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          Wie kann die Stahlindustrie intelligente Technologien an die Komplexität der Preisgestaltung anpassen?

          Wie kann die Stahlindustrie intelligente Technologien an die Komplexität der Preisgestaltung anpassen?

          Gerd-Michael Hüsken, Accenture

          Stahl ist das am meisten gehandelte Industriegut und fungiert weltweit für Entwicklungsländer und Industrienationen gleichermaßen als Wachstumsmotor. Allerdings ist die Stahlindustrie genau wie andere Branchen von Störungen in der Lieferkette sowie starken Preisschwankungen betroffen. Nach dem ersten pandemiebedingten Schock stieg die Nachfrage merklich an und Preiserhöhungen sind zur Normalität geworden. Diese Entwicklung wurde durch die Steuerpolitik der Industrienationen zusätzlich verstärkt. Gleichzeitig gibt es Unsicherheiten über den zukünftig einzuschlagenden Weg.

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          Quo vadis, Energiepreise?

          Dr. Nicole Nulsch, Teamleiterin Marktanalyse, VNG Handel & Vertrieb GmbH
          Alexander Lück,
          Leiter Vertrieb International bei der VNG Handel & Vertrieb GmbH

          Während wir im Jahr 2020 noch von einer „Gasschwemme“ sprachen, kletterten im gerade vergangenen Jahr die Kosten für Strom und Gas in ungeahnte Höhen und enorme Preisschwankungen rauben uns den Atem.

          Zur Erinnerung: am 6. Oktober 2021 stieg der Day Ahead-Preis für Erdgas zunächst um rund 45 EUR/MWh und fiel dann wieder um 60 EUR/MWh – eine solche Volatilität innerhalb eines Tages hatte der deutsche Gasmarkt noch nicht gesehen.

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          „Wir wollen bis 2025 in der gesamten Wertschöpfungskette Wasserstoff-ready sein.“

          „Wir wollen bis 2025 in der gesamten Wertschöpfungskette Wasserstoff-ready sein.“

          Verfügbarkeit und Preis sind die zentralen Faktoren, wenn grüner Wasserstoff für die Industrie verfügbar werden soll. Bisher ist die Erzeugung von grünem Wasserstoff mittels Elektrolyse im industriellen Maßstab wirtschaftlich nicht darstellbar und viele Elektrolyseprojekte stecken noch in den Kinderschuhen. Wie also kann der Weg zur nachhaltigen Produktion mit Grünem Wasserstoff gelingen?

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          Dr. Volkmar Dinstuhl, CEO Business Segments Multi Tracks thyssenkrupp AG : „Grüner Wasserstoff ist von zentraler Bedeutung für das Gelingen der Grünen Transformation in Deutschland und in Europa.“ #hbwasserstoff

          Jetzt auf der Bühne beim #Wasserstoffgipfel: Rolf Buch, Vorstandsvorsitzender Vonovia SE, Dr. Volkmar Dinstuhl, CEO des Business Segments Multi Tracks bei der thyssenkrupp AG und Dr. Markus Krebber, CEO der RWE AG mit Wasserstoff-Updates aus den Unternehmen. #hbwasserstoff

          Dr. Markus Krebber, Vorstandsvorsitzender RWE AG: „Wir dürfen jetzt nicht den Shortcut wählen und sagen: Alles mit Gas ist irgendwie schwierig."

          #hbwasserstoff #wasserstoffgipfel #handelsblatt #2022

          Rolf Buch, Vorstandsvorsitzender des deutschen Immobilienkonzerns Vonovia, meint: „Wasserstoff zu nutzen, um Häuser zu heizen wird sicher nicht passieren.“

          #hbwasserstoff #wasserstoffgipfel #vonovia #handelsblatt

          Oliver Krischer, parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz redet über grünen Wasserstoff als Schlüsselelement einer erfolgreichen Energiewende: „Wir werden eine hochlaufende Wasserstoffwirtschaft sehen.“ #hbwasserstoff #wasserstoffgipfel

          Denis Krude, CEO von thyssenkrupp nucera, spricht über Elektrolyseur-Großprojekte, z.B. eine Elektrolyse-Anlage in NEOM: „NEOM ist wirklich ein First Mover in dieser Industrie.“ 650 Tonnen grüner Wasserstoff pro Tag sollen dort produziert werden. #HBWasserstoff #Wasserstoffgipfel

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