Kommunen nehmen Glasfaserausbau selbst in die Hand

Trotz zahlreicher Bekundungen aus der Politik mangelt es nach wie vor an einer zukunftsweisenden Strategie, um den Glasfaserausbau flächendecken voranzutreiben. Die Stadt Marburg macht bereits heute vor, was anderen Kommunen und Städte zum Vorbild werden könnte.

Privaten Haushalten und Unternehmen mangelt es hierzulande in breiter Fläche noch immer an direkten Glasfaseranschlüssen. Deutschland kommt im OECD-Vergleich zum Fortschritt des Glasfaserausbaus unter 32 Ländern gerade einmal auf Platz 28. An Praxisbeispielen, warum Unternehmen höhere Bandbreiten benötigen, mangelt es nicht. In einem Positionspapier führte der deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) jüngst das Beispiel eines IT-Dienstleisters aus Michendorf in Brandenburg an: Dieser ist aufgrund der lahmenden Datenleitung vor Ort nicht im Stande, seine Kunden mit Fernwartungsservices zu versorgen. Einem Hotel im Kreis Saale-Holzland bleiben die Kongressgäste aus, da die Netzanbindung zusammenbricht, wenn mehrere Gäste gleichzeitig online sind. Die Gäste bleiben aus – schmerzhafte Einbußen für die Hotelbetreiber. Derartige Negativbeispiele gibt es – leider – in vielen Branchen.

Wie es auch anders gehen kann, zeigt das Beispiel der Stadt Marburg. Hier sorgt eine Allianz aus Kommune und Telekommunikationsanbieter für handfeste Fortschritte beim Thema Glasfaser. Die Stadt hat vor Ort ein Glasfasernetz verlegt. Diese Aufgabe – das Verlegen von Rohren für Gas, Wasser, Strom und jetzt eben auch Glasfaser – gehört zu den Kernaufgaben von Stadtwerken. Nicht den Aufgaben der Städte gehört jedoch der Betrieb der Glasfaser. Schließlich müssen die bis dahin dunklen Glasfaserleitung mittels Aktivtechnologie erleuchtet werden. An dieser Stelle unterstützt die QSC AG die Stadt. Als IT- und Telekommunikationsanbieter verfügt QSC über langjährige Expertise beim Betrieb von Telekommunikationsnetzen. QSC unterstützt die Stadt Marburg in der Planung, beim Aufbau sowie dem Betrieb der Glasfaser-Infrastruktur. Auch überwacht der Anbieter das netzt im 24/7-Modus im eigenen Network Operation Center (NOC). Mit dem Ergebnis, dass Marburg den ortsansässigen Betrieben und seinen Einwohnern Internetanschlüsse bis 200 Mbit/s anbieten. Eine Erweiterung der Bandbreite nach oben hin ist jederzeit möglich.

Zudem stellt QSC der Stadt über eine eigens entwickelte White-Label-Plattform einen Webshop, das Abrechnungs- und Kundenverwaltungssystem (CRM) sowie ein Selfservice-Portal zur Verfügung. Damit ist es Marburg unter anderem möglich, seine Glasfaseranschlüsse anderen Unternehmen und Privatpersonen im eigenen Namen anzubieten.

Als unabhängiger IT- und Telekommunikationsanbieter ist die QSC AG darüber hinaus in der Lage, durch das so genannte Open-Access-Modell Dienste und Netze anderer Anbieter zu integrieren. Auftrags- und Bestellprozesse werden über die Schnittstelle standardisiert und anbieterübergreifend abgebildet. Das ermöglicht unter anderem den einfachen Wechsel zwischen Anbietern. Die Prozesse für eine Anschlussschaltung oder die Übergabe einer Rufnummer erfolgen damit automatisiert und ohne manuelles Eingreifen. Stadtwerke erhalten darüber die Möglichkeit, die eigene Glasfaserinfrastruktur besser auszulassen und die Investition in den Ausbau der Netzte schneller einzuholen.

Mehr Informationen: www.qsc.de