Zombie-Unternehmen – Verhindert der Niedrigzins Insolvenzen?


Zombie Silhouetten im Mondschein

In Deutschland gehen nur noch halb so viele Unternehmen insolvent, wie zu Beginn des Jahrtausends. Grundsätzlich eine positiv zu betrachtende Entwicklung, oder nicht? Wären da nicht diese Zombie-Unternehmen.

Auf dem Papier scheint es der deutschen Wirtschaft ziemlich gut zu gehen und das Wirtschaftswachstum nimmt immer weiter Fahrt auf. Jedoch gibt es eine volkswirtschaftliche Beleuchtung des Phänomens, welche keine erfreulichen Nachrichten mit sich bringt.

Zombie-Unternehmen dank Niedrigzins?

Sieben Prozent der deutschen Unternehmen schrieben in den Jahren 2014 bis 2016 negative Vorsteuerergebnisse und sind trotz dieser langfristigen Misserfolge nicht vom Markt verschwunden. Die sogenannten Zombie-Unternehmen sind nicht gut für die Volkswirtschaft, da diese kaum wachsen und nur auf Grund niedriger Zinsen bestehen bleiben. Die Tage dieser Unternehmen sind allerdings begrenzt und haben eine Deadline: den Zinsanstieg. Sie wachsen kaum, binden jedoch Arbeitskräfte und Kapital. Die Wahrscheinlichkeit, dass Sie ihren Titel im Folgejahr behalten, liegt bei über 80% und parallel sinkt die deutsche Gründermotivation massiv. Die Anteile an kurzfristigen Fremdkapitalen in den Gesamtschulden der Unternehmen liegt bei nahezu 50 Prozent, was in einer Rezession große Komplikationen bereiten könnte.

Das Handelsblatt Research Institute hat zu diesem Phänomen eine Infografik erstellt, die den Sachverhalt visualisiert. Achtung, Zombies!

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