Grüner Wasserstoff – PwC analysiert die vielversprechendsten Import- und Export-Märkte

Die bis 2050 gesetzten Klimaziele erfordern schnelles Handeln. Um die gesetzten Ziele zu erreichen, müssen alle Staaten rasch den Weg zur Umsetzung von Pilotprojekten ebnen, praktische Erfahrungen sammeln und dabei Effizienzgewinne und Kostenreduktionen durch Lernkurven nutzen. Die PwC Studie befasst sich mit möglichen Schlüsseltechnologien, um die Wirtschaftskraft zu fördern. Wie entwickeln sich die Kosten zur Wasserstoffproduktion in den Regionen dieser Welt? Und welche Länder werden sich in den nächsten Jahren zu bedeutenden Exporteuren und Importeuren entwickeln?

In einer PwC- Analyse des weltweiten Markts für grünen Wasserstoff wird das potenzielle Nachfragewachstum, die Kostenentwicklung pro Land und die vielversprechendsten Export- und Importmärkte analysiert. Die Ergebnisse geben politischen Entscheidungsträgern und Branchenführern Hinweise darauf, wie sich der Markt für grünen Wasserstoff zukünftig entwickeln könnte.

Die Analyse bietet besonders vorausschauenden Akteuren einen Überblick der weltweiten Entwicklung der Produktionskosten von grünem Wasserstoff.

Wichtige Erkenntnisse aus der interaktiven PwC-Karte zur Kostenentwicklung von erneuerbarem Wasserstoff

Neben der ökonomischen Analyse hat PwC die verschiedenen nationalen Wasserstoffstrategien, bereits angekündigte Projekte und Markttrends berücksichtigt und kann so zukünftige Handelsströme ermitteln. Die Ergebnisse sind in einerinteraktiven Weltkarte dargestellt und zeigen die weltweite Kostenentwicklung von grünem Wasserstoff im Zeitverlauf:

  • Bis 2050 werden die Produktionskosten für grünen Wasserstoff insbesondere im Nahen Osten, Afrika, Russland, China, der USA und Australien im Bereich von 1,00 €/kg bis 1,50 €/kg liegen, was diese Länder zu wichtigen Exporteuren macht.
  • Viele dieser großen Länder – wie die USA, Kanada, Russland, China, Indien und Australien – haben neben den Regionen mit wettbewerbsfähiger Wasserstoffproduktion auch nicht wettbewerbsfähige Regionen, was sie zunächst dazu veranlassen könnte, einen landesinternen Handel aufzubauen.
  • Export- und Import-Hubs mit neuen Akteuren in Regionen, die reich an erneuerbaren Energien sind, werden sich auf der ganzen Welt entwickeln.
  • Das Nachfragewachstum von grünem Wasserstoff wird durch Nischenanwendungen bis 2030 in einem moderaten, stetigen Tempo wachsen. Nach 2030 wird sich das Nachfragewachstum beschleunigen, insbesondere ab dem Jahr 2035.

Quelle: PwC und Strategy&-Analysen 2021; pwc.com/hydrogen

Neben der Darstellung der Kostenentwicklung veranschaulicht die online veröffentlichte interaktive Karte zukünftige Importeure und Exporteure innerhalb des Energiemarktes.

Das Expertenteam von PwC steht Unternehmen der Energiebranche in diesem Entwicklungsprozess zu einer grünen Zukunft zur Seite und unterstützt mit gezielten Maßnahmen die Entwicklung eines zukunftsorientierten Strategieplans. Durch den fortschreitenden wirtschaftlichen und ökonomischen Umschwung ist rechtzeitiges Handeln unerlässlich!

Über den Autor:
Folker Trepte
ist Partner beim Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmen PwC und leitet den Bereich Energiewirtschaft.