Einstieg in die Wasserstoffwirtschaft. Jetzt.

Einstieg in die Wasserstoffwirtschaft. Jetzt.

Dr. Axel Wietfeld, CEO, Uniper Hydrogen

“Wir haben einfach keine Zeit zu verlieren”, sagte Wirtschaftsminister Robert Habeck während seiner Reise in die Vereinigten Arabischen Emirate im März. Er meinte die kurzfristige Diversifizierung unserer gesamten Energieversorgung, um einseitige Importabhängigkeiten von Russland schnellstmöglich zu beenden. Ich gebe ihm Recht. Mit dem russischen Angriff auf die Ukraine ist klar geworden: Deutschland muss seine Energie-Bezugsquellen breiter aufstellen. Nur so werden wir krisenfest. Nur so sichern wir langfristig unsere Versorgung. Und nur so behalten wir bei dieser Mammutaufgabe die Dekarbonisierung unserer Wirtschaft fest im Blick.

Versorgungssicherheit und Dekarbonisierung – Wasserstoff erfüllt beide Aufgaben. Mit dem Ausbau von erneuerbaren Energien und grünen Gasen treten wir der Erderwärmung entschieden entgegen und werden zunehmend unabhängig von fossilen Energieträgern. Deshalb haben wir als Uniper für die nachhaltige Entwicklung einer klimafreundlichen Wirtschaft und die Aufrechterhaltung der Versorgungssicherheit den schnellstmöglichen, technologieoffenen Einstieg in die Wasserstoffwirtschaft in den Fokus unserer Geschäfts-aktivitäten gerückt.  

Uniper spielt beim Aufbau der Wasserstoffwirtschaft eine entscheidende Rolle. Mit unserem Projekt “Green Wilhelmshaven” werden wir einen nationalen Knotenpunkt für klima-freundlichen Wasserstoff schaffen. Mit dem Importterminal, der Elektrolyseanlage und dem Anschluss an das nationale Wasserstoffnetz wird das Projekt alleine zehn Prozent des nationalen Wasserstoffbedarfs decken können. Außerdem arbeiten wir bereits heute konkrete Pläne aus, wie unsere Kraftwerksstandorte umgebaut werden können, damit der Betrieb via Wasserstoff gelingt.

Wir bei Uniper haben eine lange Tradition, wenn es um den Handel und die Beschaffung von großen Energiemengen geht – sei es per Pipeline oder per Schiff. Das heißt, dass wir diese Expertise nun auch im Bereich Wasserstoff zur Verfügung stellen und zeitnah an allen Stufen der Wertschöpfungskette aktiv sein werden, um Deutschland mit den benötigten Mengen zu versorgen. Dafür stehen wir bereits heute mit der EU-Kommission, der Bundesregierung und den großen Lieferanten weltweit in einem engen Austausch.

Uns allen sollte klar sein, dass das Hochfahren der Wasserstoffwirtschaft jetzt systemrelevant ist und so schnell wie möglich erfolgen muss. Diese Herausforderung werden wir nur meistern, wenn Politik, Wirtschaft und Öffentlichkeit Hand in Hand arbeiten. Auf Robert Habecks Appell kann ich deshalb erwidern: Uniper wird keine Zeit verlieren.