Die Mineralölbranche und ihr Beitrag zur Klimaneutralität

Adrian Willig

Advertorial

Artikel aus dem Handelsblatt Journal „Energiewirtschaft“ vom 17.01.2023

Die Handelsblatt Journal Redaktion im Gespräch mit Adrian Willig, Hauptgeschäftsführer, en2x – Wirtschaftsverband Fuels und Energie, über klimaneutrale Wirtschaft und welche Rolle die Mineralölbranche dabei spielen kann.

Herr Willig, welchen Beitrag kann die Mineralölwirtschaft zum Erreichen der Klimaziele leisten?
Der Anteil von Mineralöl an der deutschen Energieversorgung beträgt rund ein Drittel. Das entspricht auch dem Anteil am nationalen CO2-Fußabdruck. Unsere Branche hat sich darum auf den Weg Richtung Klimaneutralität gemacht. Der dafür notwendige Wandel hat begonnen, wobei die Unternehmen unterschiedliche Schwerpunkte setzen.

Welche Schwerpunkte sind das für den Wirtschaftsstandort Deutschland?
Unsere Branche kann wichtige Beiträge dazu leisten, Deutschland klimaneutral zu machen und als bedeutenden Industriestandort zu erhalten. Dazu zählen zum Beispiel CO2-neutraler Wasserstoff, alternative Kraftund Brennstoffe und Ladestrom für E-Nutzfahrzeuge. Solche Lösungen ermöglichen neue Infrastrukturen und neue Produkte für zunehmend klimaschonende Logistikketten im Straßengüterverkehr, beim Luftfrachtverkehr und dem Gütertransport mit Schiffen. Dafür errichten unsere Mitglieder Produktionsanlagen und Tankstellennetze für LNG und Wasserstoff sowie Ladepunkte für Lkw. Durch grüne Vorprodukte für die chemische Industrie bis hin zu Carbon-Capture-Technologien kann unsere Branche zudem helfen, auch in Allianzen mit anderen Industriebereichen die CO2- Emissionen zu senken.

Wie lang wird diese Transformation dauern?
Der Umbau ganzer Wertschöpfungsketten braucht Zeit, doch eine ganze Reihe an Vorhaben sind schon zu verzeichnen: etwa der Bau von Elektrolyseuren zur Wasserstoffproduktion oder einer Produktionsanlage für grünes Methanol. Wichtig ist, dass die Politik jetzt geeignete Rahmenbedingungen schafft. Eine Baustelle ist das Thema Strombezug: Hier braucht es schnell verlässliche und pragmatische Lösungen, um Investitionen in Anlagen zur Elektrolyse weiter voranzubringen. Die bisherigen Anforderungen sind ein Hemmschuh.

Was bedeutet das für die unsere Energieversorgung?
Deutschland wird auch nach dem Ausbau heimischer erneuerbarer Energieerzeugung nicht energieautark, sondern auch künftig auf Energieimporte angewiesen sein – etwa in Form von CO2-neutralem Wasserstoff und Derivaten. Ein globaler Markt für solche grünen Moleküle, die in sonnen- bzw. windreichen Regionen günstiger und effizienter erzeugt werden können als hier, kann zu einer weltweiten Win-win-Situation führen. Das entsprechende Know-how ist hierzulande vorhanden und mit internationalen Lieferketten kennen sich unsere Mitgliedsunternehmen bestens aus. Auch hier laufen die ersten Projekte.

Durch grüne Vorprodukte für die chemische Industrie bis hin zu Carbon-Capture-Technologien kann unsere Branche helfen, auch in Allianzen mit anderen Industriebereichen die CO2- Emissionen zu senken.

en2x

http://en2x.de/innovationen

Dieser Artikel ist im aktuellen Handelsblatt Journal „Energiewirtschaft“ erschienen.

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