DIHK: Krankenkassen sollen Beiträge senken

Handelsblatt Nr. 146 vom 31.07.2012 Seite 001 / Seite 1

Angesichts der auf über 20 Milliarden Euro angewachsenen Überschüsse bei den Krankenkassen fordert die Wirtschaft eine grundlegende Kurskorrektur in der Gesundheitspolitik. „Die gesetzlichen Krankenkassen sollten ihre Beitragssätze wieder individuell festsetzen können, damit Kostenunterschiede zwischen ihnen stärker sichtbar werden“, sagte Achim Diercks, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), dem Handelsblatt.
Neben dem gesetzlichen Einheitsbeitrag von 15,5 Prozent müsse auch der 2009 eingeführte Gesundheitsfonds wieder abgeschafft werden. Laut DIHK hat beides den Wettbewerb zwischen den Kassen geschwächt. Von der Rückkehr zur Beitragsautonomie erwartet der DIHK sinkende Beitragssätze.
Um Beitragserhöhungen zu vermeiden, soll der bisherige Einheitsbeitrag von 15,5 Prozent in Zukunft als Obergrenze dienen. pt.

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