Drei Fragen an epap Gründer Fabian Gruß


Auch in der Digital Edition kommen die Newcomer nicht zu kurz. Es treten erneut interessante Startups in einem Pitch gegeneinander an. Die Teilnehmer:innen entscheiden, wer das Rennen gewinnt.

Schon im Vorfeld des Events nahm sich epap Gründer Fabian Gruß die Zeit, uns ein paar Fragen zu beantworten.

Woher stammt die Idee, Kassenbelege zu digitalisieren?
Als Entwickler mit Spezialisierung auf Human Factors Engineering hinterfrage ich gerne den Status Quo und suche nach praktischen Lösungen, die für alle Usergruppen im Alltag anwendbar sind. Die Idee für epap entstand auch durch den eigenen Bedarf an der Kasse, wo ich mit dem Smartphone bezahle aber stetig längere Papierbelege erhalte. Das ist mit zunehmender Digitalisierung und wachsendem Nachhaltigkeitsgedanken einfach nicht mehr zeitgemäß. Mit Einführung der Belegausgabepflicht stieg auch das Bewusstsein auf KundInnen- und Handelsseite für diese Problematik.

Schnell war klar: es bedarf einer Lösung, die für Handel und KundInnen gleichermaßen attraktiv ist. Deshalb ist es unsere Mission, den Kassenbeleg neu zu erfinden. Darin steckt unheimlich großes, bislang ungenutztes Potenzial: der Handel kann neue Kontaktmöglichkeiten zu den KundInnen erschließen, welche wiederum von Vorteilen für die eigenen Finanzen und das eigene Konsumverhalten profitieren. Mit epap vereinen wir beide Interessen, sodass der Kassenbeleg vom unbeliebten Papierstreifen zum smarten Tool wird.

Wie gelingt Ihnen diese Transformation?
Indem wir Produkte für beide Seiten entwickeln. Einerseits stellen wir unsere Schnittstelle für Handel, Gastronomie und Kassenunternehmen zur Verfügung, andererseits bieten wir in unserer App die Möglichkeit alle Belege – auch gedruckte – zu sammeln und automatisch auswerten zu lassen. Damit sind wir nah an den EndkundInnen, die wir beispielsweise aktuell im Betatest für unsere Open Banking Integration in die Gestaltung von epap einbinden. So können wir sicherstellen, dass wir wirklich genau das Produkt entwickeln, das sie sich wünschen.

Diese Insights können wir in unseren B2B Produkten umsetzen, um so die Transformation am Point of Sale voranzutreiben. Auch hier setzen wir auf den Austausch mit der Branche und arbeiten eng mit unseren Partnern aus Handelsverbänden, Kassenunternehmen und natürlich dem Einzelhandel zusammen, um unsere Lösung laufend weiter zu entwickeln. Aktuell stehen wir kurz vor dem Rollout digitaler Belege bei einigen namhaften Handelsketten, die als Piloten vorangehen.

Welche Vision haben sie für den Point of Sale der Zukunft?
Wir sind auf dem Weg zu einem völlig neuen Einkaufserlebnis. Das Smartphone wir immer mehr zum digitalen Einkaufsbegleiter. Personalisierung, Selbstbestimmung und nahtlose Prozesse sind die Trends für das Einkaufen der Zukunft. Gerade die Pandemie hat zur Verschmelzung von On- und Offline-Kanälen geführt und das Potenzial für Omnichannel-Lösungen belegt. Ein weiterer Effekt ist die gestiegene Nachfrage nach kontaktlosem und mobilem Bezahlen – auch zur Kontaktreduzierung. Eine ähnliche Entwicklung beobachten wir nach und nach auch bei digitalen Belegen. Das führt zum nächsten logischen Schritt: der Verknüpfung von Zahlungsmethode und Belegausgabe, für die wir mit der Open Banking Integration den Grundstein legen. Dort eröffnen sich viele weitere Chancen: die Einbindung digitaler Coupons, personalisierter Angebote auf Basis der Belegdaten oder zusätzlicher Produktinformationen wie beispielsweise dem Nutriscore.

Unsere Vision ist eine vernetzte und personalisierte Customer Journey, die sich immer mehr digital abspielt. Mit unseren digitalen Belegen möchten wir diese Zukunft aktiv mit gestalten, indem wir die Verbindung zwischen Handel und KundInnen stärken.

Weitere Informationen unter www.epap.app

epap ist am 16. Juni 2021 bei „Handel und Wandel“ dabei. Seien Sie es auch.