Grußwort

Die Coronakrise traf die Stahlindustrie mit voller Wucht: Zahlreiche Abnehmer mussten ihre Produktion zeitweise einstellen – und nur langsam erholen sich die Hersteller von dem Nachfrage-Schock. Gleichzeitig steht die Branche vor dem größten Wandel ihrer Geschichte: Der Wechsel zu klimaneutralen Produktionsverfahren wird in den nächsten Jahrzehnten Milliarden verschlingen. In der Folge kommt es zu tektonischen Verschiebungen, wie sie die Branche seit der Finanzkrise nicht mehr erlebt hat.

Nur, wer sich früh und konsequent auf die neue Normalität einstellt, kann im Rennen um die erste grün produzierte Tonne Stahl bestehen. Denn aus den Versuchskonzepten, die in den vergangenen Jahren in den Technologie-Abteilungen entwickelt wurden, sind längst Business-Pläne geworden. Bereits vor 2030 soll in Europa ein Markt für grüner Stahl entstehen. Damit das gelingen kann, müssen Hersteller, Abnehmer und die Politik in Berlin und Brüssel an einem Strang ziehen.

Wo soll die erneuerbare Energie herkommen, die für die grüne Transformation benötigt wird? Wie lässt sich der europäische Markt wirksam vor günstiger, aber klimaschädlicher Konkurrenz aus dem Ausland schützen? Und wie lässt sich das alles trotz Krise finanzieren? Diese und andere Fragen möchten wir gerne gemeinsam mit Ihnen bei der „Zukunft Stahl 2021“ diskutieren.
Seien Sie Teil des wichtigsten Pflichttermins der Branche.

Kevin KnitterscheidtMartin Wocher

Kevin Knitterscheidt, Redakteur, Handelsblatt
Martin Wocher, Branchenanalyst, Handelsblatt Research Institute