Jahrestagung 2020

Liebe Stahl-Community,

Je größer die Konkurrenz, desto wichtiger die Effizienz – diese Erkenntnis haben viele europäische Stahlhersteller angesichts globaler Überkapazitäten bereits seit vielen Jahren verinnerlicht. Doch in Zeiten steigender Erzpreise und sinkender Nachfrage bekommt die Fähigkeit, mit immer weniger Aufwand immer mehr zu produzieren, neue Relevanz. Dabei helfen intelligente Algorithmen, die den Ausschuss verringern und die Qualität der Produkte verbessern – und die auch in der Stahlindustrie immer häufiger zum Einsatz kommen.

Weniger ist mehr: Das gilt heute nicht mehr nur für den Energie- und Ressourcenverbrauch, sondern auch für klimaschädliche Emissionen wie CO2. Steigende Preise für den Emissionsrechtehandel in Europa und die Diskussion um eine CO2-Steuer in Deutschland haben zu einem Umdenken in der Stahlbranche geführt. Mit neuen Wasserstoff-Technologien steuern die großen Hersteller auf eine grüne Zukunft zu – auch wenn auf dem Weg dorthin für Politik und Industrie noch viele Hürden zu beseitigen sind.

Gleichzeitig wird das globale Handelsklima rauer. Doch auch damit kennt sich die Branche mittlerweile bestens aus – immerhin nahm der Konflikt zwischen den drei Großmächten USA, China und Europa mit den US-Stahlzöllen 2017 ihren Anfang.

Wir freuen uns auf Sie.

Kevin Knitterscheidt Martin Wocher

Kevin Knitterscheidt, Redakteur Unternehmen & Märkte, Handelsblatt
Martin Wocher, Branchenanalyst, Handelsblatt Research Institute