Energiewende hat für Stadtwerke bereits begonnen

Ergebnisse der 16. Euroforum-Jahrestagung „Stadtwerke 2012“
(24. bis 26. April 2012, Berlin)

Referenten der Stadtwerke Tagung 2012Berlin, April 2012. Trotz verbesserungswürdiger Rahmenbedingungen für die Energiewende setzen Stadtwerke und regionale Energieversorger die Energiewende bereits erfolgreich um. Auf der 16. Euroforum-Jahrestagung „Stadtwerke 2012“ diskutierten rund 700 Entscheider aus der Stadtwerke-Community über die Folgen des Zubaus der erneuerbaren Energien für ihre Geschäftsmodelle, den Ausbau konventioneller Kraftwerke sowie für die Verteilernetze und erläuterten Chancen und Risiken.

Energiewende zieht keine Regulierungswende nach sich
Traditionell eröffnete der Präsident der Bundesnetzagentur den etablierten Stadtwerke-Treff. Der neue Chef der Netzagentur, Jochen Homann, versicherte, dass er den bisherigen Kurs der Behörde fortsetzen werde. Für eine erfolgreiche Umsetzung der Energiewende sei der Netzausbau unumgänglich. Der hohe Investitionsbedarf in die Energieinfrastrukturen könne steigende Netzentgelte nach sich ziehen, allerdings werde auch weiterhin die Kontrolle der Netzentgelte im Fokus der Bundesnetzagentur stehen. Die Energiewende zöge keine Regulierungswende nach sich, betonte Homann. Allerdings werde die Behörde auf nötigen Anpassungsbedarf reagieren. Homann verteidigte die Höhe der Eigenkapitalrenditen. Bei vielen Finanzinvestoren sei die Höhe der Renditefrage zweitrangig. Für sie seien Sicherheit und Verlässlichkeit des politischen Umfelds entscheidend. Den Forderungen nach Einzelentscheidungen und Sonderregelungen hielt Homann entgegen, dass das Regulierungssystem so noch komplexer und bürokratischer würde und der pauschale Erweiterungsfaktor wegfalle. Auch bei den Verteilnetzen sei Geld für Investitionen da, allerdings fehlten der Behörde hier zum Teil noch Zahlen, um Entscheidungen treffen zu können.

Energiewende hat noch Anpassungsbedarf
In der großen Podiumsdiskussion mit Thomas Bareiß (Energiekoordinator der CDU/CSU-Bundestagsfraktion), Carsten Liedtke (SWK Stadtwerke Krefeld AG), Prof. Dr. Andreas Löschel (ZEW GmbH) sowie Dr. Georg Müller (MVV Energie AG) und Hans-Joachim Reck (VKU Verband kommunaler Unternehmen e.V.) waren sich die Diskutanten einig, dass die Energiewende ein besseres Projektmanagement brauche. Dies müsse nicht notwendig ein Energieministerium sein, aber die Kräfte müssten gebündelt werden. Bareiß räumte ein, dass noch in vielen Fragen der Energiewende nachgesteuert werden müsse. „Es werden sich am Markt Dinge entwickeln, die wir heute noch gar nicht sehen“, sagte er. Schon heute ergäben sich Konkurrenzsituationen aus der Förderung der Kraftwärme-Kopplung und der Gebäudesanierung. Beim EEG ginge es um sehr viel Geld und beim Bau konventioneller Kraftwerke stelle sich die Frage nach der Finanzierbarkeit. „Die Erneuerbaren müssen an den Markt herangeführt werden“, betonte Müller. Schon heute hätten konventionelle Kraftwerke mit dem Preisdruck durch die Erneuerbaren zu kämpfen. Fragen wie Netzbelastung müssten ebenso berücksichtigt werden wie die Notwendigkeit von Reserven. Über die Diskussion um einen Kapazitätsmarkt sagte Müller weiter: „Es gibt nicht den einen Markt, den man vereinfachen kann“. Vielmehr müsse über mehrere Märkte mit unterschiedlichen Rahmenbedingungen gesprochen werden, wie den Netzmarkt oder den Erzeugungsmarkt. Durch das Unbundling hätten viele Unternehmen das Gesamtsystem aus den Augen verloren, sagte er weiter. Er schloss sich Bareiß an, dass die weiteren Entwicklungen heute noch gar nicht einzuschätzen seien und sich Märkte auch regional unterschiedlich verhalten würden. Liedtke ergänzte, dass sich viele Unternehmen im Moment unsicher seien, ob sie weiter investieren sollten. Bis zur nächsten Wahl werde es nach Einschätzung von Bareiß kein neues Strommarktdesign geben. Dennoch müsse es Lösungen für eine Heranführung der Erneuerbaren an den Wettbewerb und die Zukunft der konventionellen Kraftwerke geben.

VKU-Hauptgeschäftsführer Hans-Joachim Reck verwies darauf, dass Stadtwerke mit ihren Investitionen in neue Kraftwerke nicht auf eine endgültige politische Rahmensetzung warten könnten. Neubauprojekte müssten schon bald angegangen werden. Das Gelingen der Energiewende sei die Basis für die globale Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands und darum müssten bei der Frage nach der Rentabilität neuer Kraftwerke auch die einzelnen Bundesländer mitgenommen werden, so Reck weiter.

Kapazitätsmärkte sollten europäisch geregelt werden
Die Diskussion über die Möglichkeiten eines Kapazitätsmarktes für konventionelle Kraftwerke und die Notwendigkeit, neue konventionelle Kraftwerke zu bauen, bestimmte auch den Powertalk von Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes, und Michael G. Feist, Vorsitzender des Vorstandes der Stadtwerke Hannover AG. Zentral sei die Frage, wie viel Anreize der Kraftwerksbau wirklich brauche und wie viel Freiheit ein gesetzlich festgeschriebenes Strommarktdesign den Kraftwerksbetreibern noch lasse. Mit Blick auf Europa stellten Feist und Mundt fest, dass ein weiterer deutscher Alleingang die europäischen Strommärkte belasten würde. Schon heute klagten die europäischen Nachbarn über den deutschen Alleingang bei der Energiewende. Es müsse innerhalb Europas eine Lösung gefunden werden, da europäisch betrachtet Kapazitätslücken auch leichter auszugleichen seien. „Ich kann nicht einsehen, warum wir in Deutschland Kapazitäten vorhalten sollen, wenn sie in Europa bereits bestehen“, sagte Mundt. Schon heute bestehe ein reger Stromaustausch mit Polen, Tschechien, den Niederlanden und Frankreich. Feist betonte, dass es sich bei der Frage nach einer deutschen Stromautokratie um eine politische Frage handele. Als Unternehmen benötige man ein Level Playing Field, um auch weiterhin Strom produzieren und erfolgreich vermarkten zu können. Die Spielregeln dafür müssten für alle Marktteilnehmer gleichermaßen gelten. „Wir brauchen einen Kapazitätsmarkt mit möglichst vielen freien Kräften, damit eine volkswirtschaftlich sinnvolle Nutzung von Alt-und Neuanlagen möglich ist“, sagte Feist. Mundt verwies auf die großen Anstrengungen der letzten Jahre, überhaupt einen Wettbewerb im Strommarkt zu ermöglichen. Der Aufbau von Kapazitätsmärkten könne diesen wieder zunichtemachen. Zur Preisdiskussion gab Mundt zu bedenken, dass der Staat in den letzten Jahren der größte Preistreiber gewesen sei. Ohne diese staatlichen Belastungen sei der Strompreis trotz des Zubaus der erneuerbaren Energien stabil geblieben. Regulatorische Element sollten so klein wie möglich gehalten werden, so Mundt.

Risikoaufteilung für neue GUD-Kraftwerke
Die Vorteile von Gas- und Dampfkraftwerken (GUD-Kraftwerken) zur Absicherung der immer volatileren und dezentralen deutschen Stromlandschaft betonte Dr. Stefan Liebing (GE Energy Germany). Um die hohen Kosten von GUD-Kraftwerken schultern zu können, regte der GE-Manger neue Formen der Risikoaufteilung zwischen allen Beteiligten an. Nur gemeinsam mit Projektentwicklern, Kraftwerkbetreibern, Gaslieferanten und Anlagenbauern könne es unter den aktuellen Investitionsbedingungen gelingen, neue Kraftwerke zu ermöglichen. Entscheidend für die Wirtschaftlichkeit von GUD-Kraftwerken seien auch die Standorte.

Betrieb konventioneller Kraftwerke wird anspruchsvoller
Über die bereits bestehenden Folgen der vorrangigen Einspeisung von erneuerbaren Energien auf konventionelle Kraftwerke berichtete Ulrich Hartmann, Vorstandsmitglied von RWE Power. Am Beispiel eines RWE-Gaskraftwerks verdeutlichte er, wie wenig ein Kraftwerk im Vergleich zu früher ausgelastet sei. Während 2009 das Kraftwerk im Juni und Juli regelmäßig von Montag bis Freitag am Netz gewesen sei, sei es 2011 nur noch an einem Tag im Juli für wenige Stunden am Netz gewesen. Diese Entwicklung habe deutliche Auswirkungen auf die Mitarbeiter, für die bereits neue Arbeitszeitmodelle gefunden werden müssten. Darüber hinaus würden Instandhaltungsarbeiten vermehrt von den Kraftwerksmitarbeitern übernommen und nicht mehr von externen Kräften. „Wir betreiben konsequentes Insourcing“, so Hartmann. Zudem werde der Betrieb von konventionellen Kraftwerken anspruchsvoller. Diese würden wegen der volatilen Einspeisungen der erneuerbaren Energien häufiger rauf und runter geregelt. Wenn das Kraftwerk in den Einsatz gehe, müsse es innerhalb kurzer Zeit 100 Prozent Leistung bringen – und das zuverlässig. Dieser Trend werde sich fortsetzen, so Hartmann. Bereits 2014 werde es mit 80.000 MW Erneuerbaren-Leistung so viel Kapazität geben, wie als Maximallast in Deutschland gebraucht wird.

Netzausbau hinkt der Energiewende weiter hinterher
Die technischen und wirtschaftlichen Herausforderungen, die Stadtwerke und regionale Versorger bereits heute bei der Integration der erneuerbaren Energien in den Verteilnetzen meistern müssen, waren ein weiteres Thema der Euroforum-Jahrestagung „stadtwerke“. Der Chef der Deutschen Energieagentur (Dena), Stephan Kohler, betonte, wie wichtig die Aufrüstung der Netze sei, um auch weiterhin eine sichere Energieversorgung zu gewährleisten. Den hohen Zubau an erneuerbaren Energien betrachte er mit Sorge, da das Gesamtsystem immer instabiler und damit auch ineffizienter würde. Durch den schnellen Zubau der regenerativen Energie hätten sich die Ergebnisse der Dena-Netzstudie 2 aus dem Jahr 2010 bereits überholt. 2010 sei man beispielsweise von einer Winderzeugungsleistung an Land von 35.000 MV bis 2020 ausgegangen, heute würden bereits 55.000 bis 60.000 MW Onshore-Windkraft prognostiziert. Diese Entwicklungen zögen höhere Kosten nach sich, die letztlich auch vom Verbraucher getragen werden müssten. Für September kündigte Kohler eine neue Dena-Studie zu den Verteilnetzen an. Kohler forderte auch Änderungen bei der Regulierungsbehörde. Nur die Kostenseite zu betrachten sei nicht mehr angemessen. Vielmehr müsse die Bundesnetzagentur zu einer „Innovationsagentur“ werden, die auch Forschung und Entwicklung im Netzbereich berücksichtige und vorantreibe.

Verteilnetze werden zu Transportnetzen
„Wir haben es als Verteilnetze versäumt, die Politik auf unsere Probleme zu verweisen“, gab Dr. Andreas Cerbe (RheinEnergie AG) zu. Die Energiewende steigere die Bedeutung der Verteilnetze. Schon heute leisteten sie einen wichtigen Beitrag zur Verhinderung von Blackouts, insbesondere wenn Kraftwerke in den Städten abgeschaltet würden. „Die Energiewende findet heute und jetzt statt, denn die erneuerbaren Energien müssen schon heute von uns verarbeitet werden“, so Cerbe. Rund 90 Prozent der Einspeisung der regenerativen Energien erfolgten über die Verteilnetze. Immer mehr würden die Verteilnetze auch zu Transportnetzen und oft genug käme der Ausbau der Netze dem Ausbau der erneuerbaren Energien nicht nach. Die Netze müssten aber nicht nur ausgebaut, sondern auch intelligenter werden, um den neuen Aufgaben gewachsen zu sein. Der Umbau der Netze würde allerdings nicht von der Regulierungsbehörde anerkannt, so dass Investitionen für Verteilnetzbetreiber weiter erschwert würden. Der geltende regulatorische Rahmen akzeptiere Effizienzsteigerungen weitgehend in statischen Netzen und gehe damit an der neuen Arbeitsrealität der Verteilnetze vorbei, so Cerbe weiter. „Das arbeitsabhängige System führt in die Sackgasse“, sagte er. Besser sei eine leistungsmäßige Abrechnung, da die Netze auch in Abhängigkeit von ihrer Leistung gebaut würden und nicht in Abhängigkeit von ihrer Arbeit.

Systemstabilität ist auch ein Thema der Verteilnetze
Auch Torsten Maus (EWE Netz GmbH) betonte die bereits bestehenden Probleme in den Verteilnetzen durch das Ungleichgewicht zwischen Ein- und Ausspeisung. „Die Netze laufen voll“, sagte er und die Leistungsobergrenze sei im EWE Netz fast erreicht. Deutlich würden die Probleme auch an der zunehmenden Anzahl von Eingriffen, die Netzbetreiber in die Netze tätigen müssten. 2009 habe EWE Netze etwa 50 Mal eingegriffen, 2011 seien bereits 350 Eingriffe nötig gewesen. „Systemstabilität ist nicht nur ein Thema der Übertragungsnetzbetreiber, sondern immer mehr auch eine Frage der Verteilnetze“, sagte er. Die Vielzahl von vielen kleinen Erzeugungseinheiten mache darüber hinaus intelligente Netze notwendig. Damit sei die Forderung an die Verteilnetzbetreiber gestellt, Energie, IT und TK mit einander zu verknüpfen. Maus betonte, dass sich dadurch auch die Marktrolle der Netzbetreiber verändern werden. Der Betrieb eines Energienetzes entwickle sich zu einem Datennetz und die Informationen darin stellten einen Markt dar. „Wir werden eine neue Rolle als Energieinformationsnetz und Datendrehscheibe bekommen“, so Maus.

Sind Stadtwerke die Gewinner der Energiewende?
Die zunehmende Dezentralität der Energieversorgung verführe viele Stadtwerke und regionale Energieversorger dazu, sich per se als Gewinner der Energiewende zu verstehen, mahnte Sven Becker (Trianel GmbH). Dabei fordere die Energiewende gerade Stadtwerke heraus, sich aktiv im neuen Umfeld zu bewegen. Die Energiewende bestehe nicht aus der Formulierung ehrgeiziger Ziele, sondern es müsse auch ein Rahmen geschaffen werden, in dem diese Ziele verwirklicht werden könnten. Durch die Förderung der Erneuerbaren würden Investitionen in konventionelle Kraftwerke immer schwieriger, da sie nicht mehr wirtschaftlich seien. Für die Themen Energieeffizienz und Dienstleistungen gäbe es nur unzureichende politische Rahmenbedingungen, aus denen tragfähige Geschäftsmodelle entwickelt werden könnten, so Becker. Darüber hinaus hinke der Netzausbau dem Zubau der regenerativen Energien hinterher. „Die größten Herausforderungen der Energiewende liegen noch vor uns“, sagte der Trianel-Chef. Mit dem heutigen System sei der Umbau der Energielandschaft nicht zu schaffen, da Investitionen in die dringend erforderlichen fossilen Kraftwerke nicht wirtschaftlich sei und die Themen Speicher und Netzausbau noch zu wenig als Schlüssel der Energiewende wahrgenommen würden.

Neue Geschäftsmodelle sind nötig
„Markt und Kundenseite müssen integraler Bestandteil der Energiewende werden“, betonte Becker. Stadtwerke müssten diversifizierte Wertschöpfungspotenziale durch neue Geschäftsfelder für sich erschließen. „Es wird Flexibilitätsmanager geben müssen, die die nichtsteuerbaren erneuerbaren Energien in Gleichklang bringen kann“, sagte er. Ermöglicht werden könne Flexibilität durch Speicher, Smart Meter und GUD-Kraftwerke. Stadtwerke müssten sich mit diesen Themen auseinandersetzen, denn große Marktplayer wie Autohersteller oder IT- und TK-Unternehmen drängten bereits jetzt mit innovativen Ideen auf den Markt. Diese neuen Marktteilnehmer seien aus ihren eigenen Industrien schnelle Innovationszyklen gewohnt und drohten neue Geschäftsfelder zu besetzen. Die traditionellen Geschäftsmodelle der Stadtwerke wie Verteilnetze sowie Lieferanten von Strom und Gas gerieten immer stärker unter Druck, nicht zuletzt auch dadurch, weil immer mehr Endkunden selbst zu Produzenten würden. „Neue Geschäftsmodelle sind nötig“, betonte Becker. Die Marktintegration der erneuerbaren Energien böte den Stadtwerken neue Chancen, nicht nur durch den Aufbau dezentraler Erzeugungsformen wie BKWs, sondern vor allem durch Flexibilitätsreserven, um die Märkte auszugleichen. Aber auch neue Technologien wie Elektromobilität oder Smart Metering böten Möglichkeiten für neue Geschäftsmodelle. „Stadtwerke sind nicht per se Gewinner der Energiewende, sondern sie müssen neue Geschäftsfelder entwickeln“, schloss Becker.

700 Teilnehmer, 100 Experten und über 60 Aussteller
Die Euroforum-Jahrestagung „stadtwerke“ wurde in diesem Jahr erstmals ergänzt mit den drei Euroforum-Jahrestagungen „Wasser- und Abwasserwirtschaft“, „Abfallwirtschaft“ und „ÖPNV“, um eine Plattform für alle Leistungsbereiche öffentlicher und kommunaler Versorgung zu bieten. Etwa 100 Experten aus allen Geschäftsbereichen des Querverbunds Energie, Wasser- und Abwasserwirtschaft, Abfall- und Entsorgungswirtschaft sowie öffentlichen Nahverkehrs stellten aktuelle politische, wirtschaftliche und technische Trends der öffentlichen Versorgung vor und diskutieren über die anstehenden Veränderungen der Versorgungs-Infrastrukturen. Alle vier Euroforum-Jahrestagungen wurden verbunden durch die begleitende Stadtwerke-Expo http://www.Stadtwerke-expo.de, auf der rund 60 Aussteller ihre Dienstleistungen und Produkte für kommunale Versorger präsentierten.

Klimaneutrale Veranstaltung
Während der dreitätigen Euroforum-Jahrestagung „Stadtwerke 2012“ (24. bis 26. April 2012, Berlin) und ihrer drei Verbundtagungen fielen durch die An- und Abreise der Teilnehmer sowie durch den Energieverbrauch bei den Vorbereitungen und vor Ort 359 Tonnen CO2 an. Dies ergab die gemeinsam mit der Nachhaltigkeitsagentur KlimaINVEST Green Concepts GmbH erstellte Klimabilanz. Die Kompensation der gesamten Emissionsmenge erfolgt durch die Unterstützung eines Klimaschutzprojektes an der türkischen Westküste nahe der Stadt Izmir. Ganz im Sinne einer Stärkung dezentraler und regenerativer Energieerzeugung hat sich Euroforum bewusst für das Windparkprojekt Mare Manastir entschieden. Mit einer Erzeugungsleistung von 39,2 MW werden mehr als 11.000 Haushalte mit Ökostrom versorgt. „Wir freuen uns, gemeinsam mit Euroforum ein Gold-Standard-Projekt unterstützen zu können, das nicht nur den strengen Vorgaben des Klimaschutzsekretariats der Vereinten Nationen entspricht, sondern auch weitere Umwelt- und Sozialvorteile aufweist“, so KlimaINVEST-Geschäftsführer Jobst Jenckel. Der Erwerb eines CO2-Minderungsrecht im Gold-Standard führt neben der Verbesserung von Klima und Umwelt auch zu einer Stärkung der Wirtschaft im Projektland. Durch den Windpark Mare Manastir sind viele neue Arbeitsplätze in der Region Izmir geschaffen worden.

Fotos zum kostenlosen Download unter: http://www.konferenz.de/fotos-stadtwerke2012

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