Finanzierung in kleinen Häppchen

Finanzierung in kleinen Häppchen

INDat Report 06_2021

Düsseldorf. Den zweiten Kongresstag am 24.06.2021 erklärte die digitale Handelsblatt Jahrestagung Restrukturierung zum Finanzierungstag, bei dem sich die Teilnehmer zuvor in einem virtuellen Foyer auf der Plattform »Wonder« bereits austauschen konnten. In kurzen Zeitslots von zehn bis 15 Minuten stellten Experten aus dem Finanzierungsbereich unter der Moderation von Andreas Warner (Deloitte, Restructuring Services) aktuelle Entwicklungen aus dem Finanzierungssektor vor bzw. konnten einzelne Aspekte und Fragestellungen kurz anreißen.

Text: Rechtsanwältin Petra Heidenfelder, SGP Schneider Geiwitz & Partner

Die Veranstaltung eröffnete Dr. Jörg Kukies, Staatssekretär im Bundesministerium der Finanzen, mit einem Überblick zu den finanzpolitischen Maßnahmen der Bundesregierung zur aktuellen Krisenbewältigung in der Corona-Pandemie. Über 100.000 Unternehmen hätten bei der KfW Kredite i. H. v. rd. 60 Mrd. Euro beantragt. Nicht alle bereitgestellten Mittel seien abgerufen worden. Bei Großunternehmen wie Lufthansa und Karstadt/Kaufhof sei der Bund temporär Gesellschafter geworden. Der Bund wolle sich aber so schnell wie möglich wieder aus den Unternehmen zurückziehen. Es liefen Verhandlungen, dass die Unternehmen die Gesellschaftsanteile des Bundes zurückerwerben. Der Perspektive und Möglichkeiten der traditionellen Finanzierer und der Frage, was mit der Wirtschaft und den Geschäftsmodellen nach der Pandemie passiert, ging Holger Rabelt (Commerzbank AG, Divison Head, Group Risk Management, Credit Risk – Corporate Care) nach und erörterte die Erholung von der Krise sowie die Beschleunigung der Digitalisierung aus Bankensicht. Sein Credo: Der Staat müsse die Digitalisierung noch mehr vorantreiben, nur so könne man die Wirtschaft wieder »flottbekommen«. Zukünftig werde es mehr Finanzierungsformen außerhalb der Bankenwelt geben, wie sie Fonds und private Investoren anbieten.

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