Kategorie: News zur Veranstaltung

Bewährungsprobe für das Insolvenzrecht

von Christine Lambrecht, Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz

Verwaiste Restaurants und Hotels; leere Fußgängerzonen, Kinos und Konzertsäle; Flughäfen, auf denen alles stillsteht. Die Bilder aus dem Frühjahr dieses Jahres haben sich in unsere Erinnerungen eingebrannt. Eindrucksvoller als jede Statistik vermitteln sie, welchen Schock die COVID-19-Pandemie für die Volkswirtschaften der Welt bedeutet. Um die Ausbreitung des gefährlichen Virus einzudämmen, war und ist es notwendig, die Freiheiten von Bürgerinnen und Bürgern einzuschränken. Für viele Branchen hatte und hat dies dramatische Folgen. Vom einen auf den anderen Tag sind Umsätze auf null gesunken; ein Großteil der Kosten dagegen blieb gleich. Viele Unternehmen, auch solche mit an sich rentablem Geschäftsmodell, sehen infolgedessen ihre Existenz gefährdet.Weiterlesen

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Super Fast Distressed Turnaround: …von der Ansprache bis zum Signing erneut in weniger als 14 Tagen

Praxisfall: Die Übernahme der mittelständischen Piller Entgrattechnik durch das Family Office SFO

von Dr. Boris C. Liffers & Wolfgang Schepp Die Piller Entgrattechnik GmbH ist ein mittelständisches Unternehmen mit Sitz in Ditzingen, Baden-Württemberg. Piller ist seit Gründung 1995 einer der führenden Spezialisten im Bereich der industriellen Hochdruckstrahltechnik mit Wasser, Schneidöl und Kühlschmierstoff. Das Unternehmen beschäftigt in der Gruppe rund 120 Mitarbeiter am Hauptsitz Ditzingen sowie der Niederlassung in Ungarn und Vertretungen in China, Indien und den USA.Weiterlesen

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Restrukturierung – aber nachhaltig

von Timo Kamp und Thomas Bertrix

Die Restrukturierung eines Unternehmens ist ein aufwendiges Unterfangen. Das Management muss die Liquidität stabilisieren, Ursachen der Krise untersuchen und den Zielzustand definieren. Es muss Kosten und Finanzierung hinterfragen, einen Umsetzungsplan entwickeln sowie externe und interne Stakeholder koordinieren. Doch warum scheitern Restrukturierungen so oft, selbst wenn Unternehmen all diese Punkte berücksichtigen? Schuld sind selten ungeeignete Konzepte, sondern eine mangelhafte Umsetzung. Es reicht eben nicht, über die Einrichtung eines Projektmanagement-Office und Fortschrittsberichte zu sprechen. Der Fokus muss zudem darauf liegen, wie ein Unternehmen Restrukturierungsmaßnahmen erfolgreich – und vor allem nachhaltig – umsetzen kann. Eine wesentliche Rolle spielt dabei die „Organisationsgesundheit“ – und damit die Anpassung von Einstellungen und Verhaltensweisen sowie Fähigkeiten und Kompetenzen. Weiterlesen

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Entschlossen die Transformation angehen und echte Perspektiven aufzeigen

Die Handelsblatt Journal Redaktion im Gespräch mit Christian Summa, Geschäftsführer der Rundstedt Transfer GmbH und Director Workforce Transformation und Partner der v. Rundstedt & Partner GmbH.

Herr Summa, viele Unternehmen arbeiten daran, ihr Geschäftsmodell radikal umzustellen. Haben auch Sie Ihr Beratungs- und Leistungsangebot infolge der Covid 19-Krise anpassen müssen?
Zahlreiche Unternehmen sahen bereits vor der Pandemie Personalabbau als notwendig an. Covid 19 wirkt nun als Brandschleuniger und dies in drei Dimensionen. Zeitdruck und Umfang werden deutlich erhöht und zugleich müssen die Kosten für diese Maßnahmen aufgrund der stark angespannten Liquidität bei vielen unserer Kunden abgesenkt werden. Daher arbeiten wir hier mit dem öffentlich geförderten Instrument der Transfergesellschaften, die gerade eine Renaissance erleben.Weiterlesen

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Mit Anlage- und Umlaufvermögen aus der Krise kommen

Carl-Jan von der Goltz

Handelsblatt Journal Redaktion im Gespräch mit Carl-Jan von der Goltz, geschäftsführender Gesellschafter der Maturus Finance GmbH

Die Auswirkungen der COVID 19-Pandemie haben viele Branchen hart getroffen. Das Bruttoinlandsprodukt hat sich sogar noch drastischer verringert als in der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009. Experten, wie beispielsweise das ifo Institut, sehen zwar einen Aufwärtstrend, doch viele Industrieunternehmen befinden sich weiterhin in einer schwierigen Lage. Auch die Gefahr einer zweiten Pandemie-Welle im Herbst/Winter wird immer wieder betont.Vor allem Betriebe, die sich bereits vor der Corona-Krise in einem Restrukturierungs- oder Sanierungsprozess befanden, kämpfen teilweise um ihre Existenz. Denn mit Corona kamen enorme Umsatzeinbußen. Doch ohne Liquidität lassen sich wichtige Transformationsprozesse nicht finanzieren, besonders betroffen sind hier die Automotive-Industrie sowie der Maschinen- und Anlagenbau. Carl-Jan von der Goltz, erklärt im Gespräch mit der Handelsblatt Journal Rdaktion wie assetbasierte Modelle hier helfen können.
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Vom Krisenmodus zu neuer Dynamik

von Günther H. Oettinger

Schon vor dem Beginn der Corona-Krise war unsere Wirtschaft nicht mehr in Bestform. Nach sieben guten Jahren hat sich die Lage 2019 deutlich eingetrübt. In den Jahren 2004 bis 2008 wurde durch Reformen und Agendapolitik sowie eine kluge Sozialpartnerschaft von Ar-beitgebern und Gewerkschaften ein Vorsprung an Wettbewerbsfähigkeit erreicht. Nach Überwindung der Finanzmarkt- und Staatsschuldenkrise war dadurch eine gute gesamtwirtschaftliche Entwicklung mit Rekordzahlen auf dem Arbeitsmarkt und Haushaltskonsolidierung möglich. Parallel jedoch hat sich der Vorsprung für unsere Wirtschaft verringert oder ging gar verloren. Dann kam die Pandemie. Alle politischen Ebenen von der EU über Bund und Länder bis zu den Kommunen sind bisher ihrer Verantwortung gerecht geworden. Aber: In den letzten Monaten hat das Corona-Virus die weltwirtschaftliche Entwicklung beschleunigt. Stärken und Schwächen werden offenbar.

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Private Debt als Krisen(feste)finanzierung!

von Dr. Daniel C. Heine, Knud Dippel und Robert Koch

Krisenfinanzierungen und krisenfeste Finanzierungen sind gleichermassen schwer zu finden. In Zeiten der Corona-Krise sehen sich daher viele Unternehmen mit der Frage nach der Sicherheit ihrer Finanzierung sowie der Mittelherkunft zur Refinanzierung einer Sanierung oder Restrukturierung konfrontiert. Eine Unterstützung der Hausbanken ist in einer durch erhöhte Eigenkapitalanforderungen und strikteren Bewertungsvorschriften (IFRS 9) geprägten Welt vor allem in Krisensituationen nur noch begrenzt verfügbar. Die alternative Finanzierungsform Private Debt gewinnt daher zunehmend an Bedeutung, scheint aus Sicht vieler Mittelständler jedoch relativ teuer zu sein. Aber stimmt das überhaupt und was sind die Vorteile gegenüber herkömmlicher Bankfinanzierungen?Weiterlesen

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Kurs halten!

Erfolgreiche Restrukturierung in unsicheren Zeiten

von Dr. Lutz Jäde

Plötzliche Nachfrageeinbrüche oder fundamentale Veränderungen des Marktumfeldes treten plötzlich und unerwartet auf. Dies galt schon vor der COVID 19-Pandemie und wird auch in Zukunft so sein. Die Treiber dieser Unsicherheit sind stets externe Faktoren, welche unvermeidbar und äußerst schwer vorherzusagen sind. Unternehmen, die in einem unsicheren Marktumfeld erfolgreich sind, zeigen alle ähnliche Eigenschaften: Sie handeln schnell und ohne Zögern und scheuen dabei auch keine ambitionierten Umstrukturierungen oder Strategiewechsel. Dies hilft ihnen, finanzielle Schwierigkeiten zu vermeiden. Oft können sie nach einer erfolgreichen Transformation sogar höhere Gewinne erzielen.

Trotz der mit Unsicherheit verbundenen Risiken sind Banken und andere Kreditgeber durchaus bereit, Unternehmen in diesen Situationen zu unterstützen. Wenn die Finanzierer jedoch nicht von einem erfolgreichen Turnaround überzeugt sind, steigt mit dem Grad der Unsicherheit auch die Bereitschaft, ihre Unterstützung zurückzuziehen. Der Verlust des Vertrauens seitens der Kreditgeber ist also der gefährlichste Fehler, den man in Zeiten der Unsicherheit machen kann.

Oft besteht ein klarer Zusammenhang zwischen der Fähigkeit eines Stakeholders, mit Unsicherheit umzugehen und seiner Nähe zu Entscheidungen des Managements. Banken und andere Kreditgeber müssen transparent über die Gründe und Ziele einer Restrukturierung informiert werden, damit sie den TurnaroundPlan verstehen und mit gutem Gefühl unterstützen. Um dies zu erreichen, müssen Restrukturierungskonzepte einen besonderen Schwerpunkt auf das Marktumfeld, das Zielbild des Turnarounds und die geplanten Restrukturierungsmaßnahmen legen.

In dieser Situation ist es wichtig, dass das Top-Management geschlossen agiert, vom gemeinsamen Zielbild des Unternehmens überzeugt ist und eng mit dem mittleren Management zusammenarbeitet. Dies erhöht die Erfolgsaussichten auch in unsicheren Zeiten.

Restrukturierungen erfordern in jedem Umfeld den Mut zur Entscheidung. Nach COVID 19 wird es wahrscheinlich noch schwieriger, den richtigen Kurs zu setzen. Unsicherheit ist allgegenwärtig. Sie kann nicht vermieden, modelliert oder gemildert werden. Dennoch gilt es, trotz Unklarheit über die Marktentwicklungen die bestmögliche Strategie auszuarbeiten und diese dann konsequent zu verfolgen. Das Warten auf eine sicherere Zukunft kann wertvolle Zeit zum Handeln verschwenden.

oliverwyman.com

Nähere Informationen finden Sie in der Studie
unter: www.oliverwyman.de/our-expertise/insights/2020/jul/kurs-halten.html

Dr. Lutz JädeDr. Lutz Jäde
Partner, Leiter Restrukturierung
Oliver Wyman GmbH

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Aussetzung der Insolvenzantragspflicht: Heilmittel oder Placebo?

Aussetzung der Insolvenzantragspflicht: Heilmittel oder Placebo?

von Prof. Dr. Georg Streit

Mit dem COVInsAG hat der Gesetzgeber rückwirkend zum 01.03.2020 die Insolvenzantragspflicht bis Ende September 2020 ausgesetzt. Dies gilt ausnahmsweise nicht, wenn die Insolvenzreife nicht auf der COVID 19-Pandemie beruht oder keine Aussichten auf Wiederherstellung der Zahlungsfähigkeit bestehen. Wenn am 31.12.2019 Zahlungsfähigkeit vorlag, wird widerleglich vermutet, dass die vorgenannten Ausnahmen nicht gegeben sind. Das BMJ kann die Aussetzung der Antragspflicht durch Rechtsverordnung bis höchstens zum 31.03.2021 verlängern.

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