Kategorie: HB-Journal

Plädoyer für ein Mitarbeiter Buy-out?

Quelle: Jakub Jirsák/fotolia.com

von Dr. Wolf-R. von der Fecht

In Restrukturierungsfällen wird häufig Ausschau nach einem strategischen Investor gehalten, der das Unternehmen erhalten und mit seinem Geld und Sachverstand wieder flott machen soll. Oft finden sich aber nur Investoren, die ihr Risikokapital in kurzer Zeit mit hoher Renditeerwartung wieder aus dem Unternehmen ziehen wollen. Manche Investorenlösungen kommen daher nicht zustande oder scheitern schon nach kurzer Zeit, weil Investitionen ausbleiben und die übrigen Stakeholder überfordert werden.Weiterlesen

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Als Team gewinnen – vom Fußballer zum Unternehmer mit Philipp Lahm

Ich bin Fußballer (Foto: dpa). Ich bin Fußballer mit Leib und Seele, und auf gewisse Weise werde ich das mein ganzes Leben lang bleiben. Während meiner aktiven Karriere habe ich gelernt, wie man sich Ziele setzt. Wie man diesen Zielen vieles unterordnet. Wie man gemeinsam mit anderen Strategien entwickelt, um diese Ziele zu erreichen. Und ich habe auch erfahren, wie es sich anfühlt, die höchsten Ziele unseres Sports zu erreichen. Ich will das nicht übertrieben darstellen – aber es fühlt sich sehr gut an.Weiterlesen

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Was tun, wenn Sanierung keine Option mehr ist?

Hier müsste man gleich zusperren“, entfuhr es Dr. Bähr, dem Sachwalter, als er das erste Mal das Ausmaß der Herausforderung bei Schaidt Innovations sah. Ein
modernes Unternehmen im beschaulichen Ort Schaidt in Rheinland-Pfalz, welches mit 500 gut ausgebildeten Mitarbeitern Platinen mit elektronischen Bauteilen bestückte. Die Spitze der deutschen Automobilzunft ließ hier produzieren. Zuletzt die Firma Porsche, die hier das beste Unterhaltungssystem für Nobelkarossen bauen ließ. Was war passiert?

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Restrukturierung vs. Insolvenzrecht

Erscheinungsdatum: 18. Oktober 2018

Bricht das deutsche Restrukturierungsrecht bald (endlich) mit dem Insolvenzrecht?

Die Rechtspolitik bestimmt derzeit die Gespräche in der deutschen Restrukturierungsbranche. Es ist etwas im Umbruch. Dieser Befund ist eigentlich erstaunlich, befinden wir uns doch gerade erst im zwanzigsten Jahr der Geltung der Insolvenzordnung, die den Dreiklang von Konkurs-, Vergleichs- und Gesamtvollstreckungsordnung zugunsten eines Einheitsverfahrens beendete. Und gerade einmal sechs Jahre ist es her, dass mit dem ESUG versucht wurde, die mit der Insolvenzordnung erreichte Einheit im deutschen Insolvenzrecht zu verteidigen. Das Insolvenzrecht wird als „Dauerbaustelle“ wahrgenommen und das zu Recht.

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Haftungsfalle Eigenverwaltung

Der BGH hat die Haftung des Geschäftsführers in Restrukturierungsverfahren drastisch verschärft

Im April letzten Jahres hat der BGH eine Grundsatzentscheidung zur Haftung von Geschäftsführern in der Eigenverwaltung getroffen (Urteil vom 26.4.2018 – IX ZR 238/17): Der Geschäftsführer haftet in Restrukturierungsverfahren dieser Art (Schutzschirm- bzw. Eigenverwaltungsverfahren, §§ 270 ff . InsO) nicht nur nach den Regeln des Gesellschaftsrechts, sondern verschärft, d.h. wie ein Insolvenzverwalter. Der Gravenbrucher Kreis – der Zusammenschluss führender, überregional tätiger Insolvenzverwalter und Restrukturierungsexperten Deutschlands – vertritt diese Auffassung bereits seit dem Jahr 2015. Weil die Entscheidung nicht nur juristisch interessant, sondern auch überaus praxisrelevant ist, soll sie hier am Beispiel einer GmbH in den Grundzügen nachvollzogen und erläutert werden.

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Solvency II geht noch besser – Zwischenstand beim europäischen Aufsichtsregime und Verbesserungsbedarf

Mehr als ein Jahrzehnt ging der europäische Gesetzgeber mit Solvency II schwanger, bis das Aufsichtsregime für Versicherungsunternehmen 2016 schließlich auf die Welt kam. Obwohl der Zeugungsakt vor der Finanzkrise stattfand, sorgten die weltweiten Turbulenzen im weiteren Verlauf der Schwangerschaft für einige Komplikationen. Im Endeffekt war Solvency II zwar eine schwere Geburt, aber die wichtigsten Funktionen des europäischen Babys waren auf Anhieb voll einsatzfähig.

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Sind Transfergesellschaften noch zeitgemäß?

Financial Accounting

Praktisch keine operative Sanierung mit Personalreduktion kommt am Thema „Transfergesellschaft ja/nein“ vorbei und viele Lösungen, ob bei Teilschließung und -Verlagerung, Carve Out oder Teilveräußerungen sind ohne den Einsatz von Transfergesellschaften fast undenkbar. Und doch: Ist der Aufwand staatlicher Mittel für Transfermaßnahmen bei der aktuellen Beschäftigungslage wirklich gerechtfertigt?

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Gravenbrucher Thesen – Ein Restrukturierungsverfahren in Deutschland?

von Prof. Dr. Lucas F. Flöther

Angesichts der aktuellen Bestrebungen auf europäischer Ebene, die u. a. aus der Empfehlung der EU-Kommission für einen neuen Ansatz im Umgang mit unternehmerischem Scheitern und Unternehmensinsolvenzen vom 12.3.2014 sowie dem Aktionsplan der EU-Kommission zur Schaffung einer Kapitalmarktunion vom 30.9.2015 ersichtlich werden, ist die Einführung eines Restrukturierungsverfahrens in Deutschland sehr präsent und daher die Diskussion um ein solches Verfahren, die bereits vor dem ESUG intensiv geführt wurde, wieder entfacht. Die EU-Kommission will bereits am 26.10.2016 ihren Legislativentwurf, der höchstwahrscheinlich eine Richtlinie (Art. 288 Abs. 3 AEUV) sein wird, veröffentlichen.Weiterlesen

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Haftung der Beteiligten im Sanierungsprozess

Haftung der Beteiligten im Sanierungsprozess

von Dr. Richard Scholz

Scharf und unberechenbar?

Die Haftungsgefahren bei Restrukturierungen haben sich für die hieran Beteiligten, insbesondere Vorstände, Geschäftsführer und Berater, in den letzten Jahren massiv erhöht. Dies gilt für die Haftungswahrscheinlichkeit und den Haftungsumfang gleichermaßen. Prominente Beispiele können immer wieder der aktuellen Tagespresse entnommen werden.Weiterlesen

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