Anleihe-Investments mit abgesicherten Aktien ersetzen

Matthias Grimm und Philipp Löhrhoff

Advertorial

Artikel aus dem Handelsblatt Journal „Restrukturierung“ vom 11.05.2022

von Matthias Grimm und Philipp Löhrhoff

Nach mehr als einem Jahrzehnt der lockeren Geldpolitik sehen sich Investoren derzeit mit einer neuen Realität im Niedrigzinsumfeld konfrontiert – nämlich konjunkturellem Gegenwind, hoher Inflation und restriktiver werdenden Zentralbanken und steigender Zinsen. Portfolios mit einer hohen Anleihe-Quote stellt dies vor große Herausforderungen.

Ausgangslage
Zum einen ist ein hoher Gleichlauf zwischen Aktien und Anleihen zu beobachten, mit dem Ergebnis einer reduzierten Diversifikationswirkung im Portfolio. Zum anderen, führen steigende Zinsen zu Kursverlusten bei Anleihen. Das niedrige Zinsniveau in Kombination mit Inflationszahlen von über 7% resultiert in einem Verzehr des Realwertes von Anleihen mit einer vor kurzem noch undenkbaren Geschwindigkeit. Dies ist vor allem für Anleger ein großes Problem, die nur bedingt Risiken eingehen können, jedoch langfristig auf den Realwert ihrer Anlagen für ihren Wohlstand angewiesen sind.

Portfolios mit einer hohen Anleihe-Quote stehen vor großen Herausforderungen.

Lösungsansatz
Eine Lösung des Problems kann eine Allokation weg von Anleihen hin zu abgesicherten Aktieninvestments sein. Die Kombination aus Aktien und Absicherungsstrategie ermöglicht es Investoren an Aktienmarktrenditen zu partizipieren, während sie größere Verlustrisiken vermeiden. Bei historisch ähnlichen Volatilitäten lagen die erwarteten Renditen von abgesicherten Aktien langfristig deutlich über den von Anleihen. So konnten mit dieser Strategie historisch im MSCI World mit Absicherung rund doppelt so hohe Renditen erzielt werden wie mit globalen Anleihen.

Abgesicherte Aktieninvestments erlauben es daher ohne deutliche Änderung der Volatilität die Aktienquote im Portfolio zu erhöhen und bieten ein größeres langfristiges Wachstumspotential und dadurch auch einen besseren Schutz vor Inflation als Anleihen. Die guten Diversifikationseffekte von abgesicherten Aktien in Stressphasen sowie deren attraktive erwartete Rendite führen oftmals zu einem besseren Rendite-Risikoprofil auf Portfolioebene.

Anwendung
International machen sich speziell Pensionseinrichtungen mit beitragsorientierten Pensionsplänen die Eigenschaft von abgesicherten Aktieninvestments zu Nutze. So dient diese Strategie bspw. in risikoaversen Portfolios als teilweiser Ersatz für eine hohe Anleihequote. Abgesicherte Aktieninvestments können zudem eine sinnvolle Ergänzung in Portfolien mit einem kurzen Anlagehorizont sein, in denen Alternativen in der Anlage zum Erreichen einer positiven Realverzinsung derzeit nahezu nicht vorhanden sind.

Matthias Grimm,Leiter Corporates & Pensions, Berenberg
Philipp Löhrhoff, Leiter Protected Equity Solutions, Berenberg

berenberg

www.berenberg.de

Dieser Artikel ist im aktuellen Handelsblatt Journal „Restrukturierung“ erschienen.

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