Das Patientenwohl als oberstes Ziel


Wie lebt Takeda seinen Kernwert der Patientenorientierung?

Heidrun Irschik-Hadjieff, Mag./MBA,
Geschäftsführerin Takeda Pharma Vertrieb GmbH & Co. KG

Takeda ist ein japanisches Pharmaunternehmen, mit mehr als 235 Jahren konstantem Erfolg, Zuverlässigkeit und Kontinuität, das seit dem Jahr 2000 seine globale Marktpräsenz ausbaut und seine Entwicklung zu einem Unternehmen, das vornehmlich Spezialmedikamente entwickelt und herstellt, vorantreibt  – und zu diesem Zweck mehrere Firmen übernahm. Durch die Übernahme von Shire setzt das Unternehmen einen klaren Fokus auf die globale Bereitstellung hochinnovativer Medikamente in den Bereichen Gastroenterologie, Onkologie, Neurowissenschaften und seltene Erkrankungen.

Doch nicht nur wirtschaftlich verschmelzen beide Unternehmen. Mit der Übernahme finden sich die neuen Kollegen unter einem kulturellen Wertedach wieder. Wie die Strukturen rund um den zentralen Takeda-Wert der Patientenorientierung zusammenwachsen, erläutert Heidrun Irschik-Hadjieff, Geschäftsführerin von Takeda in Deutschland.

Am Anfang stand die Patientenorientierung

Dass Pharmaunternehmen sich am Patienten orientieren, sollte eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein. Jedem pharmazeutischen Unternehmen ist das Patientenwohl ein Anliegen, denn medizinische Innovationen jeder Art, ob Sprung- oder Schrittinnovationen, helfen dem Patienten, verbessern die Gesundheitsversorgung oder die Lebensqualität, führen eine Heilung herbei, verkürzen den Weg zur richtigen Diagnose oder verringern die Nebenwirkungen. Doch Takeda hat den Wert der guten Patientenbeziehungen schon von den Unternehmensgründern übernommen. Als Chobei Takeda I. im Jahr 1781 mit dem Verkauf traditioneller japanischer und chinesischer Kräuterheilmittel begann, setzte er sich hohe Standards. In Osaka erwarb er sich durch die Qualität seiner Produkte und die Beratung seiner Kunden großes Ansehen. So legte er den Grundstein für den Unternehmenserfolg, die Orientierung am Wohl des Patienten war für ihn der Leitwert. Diese Überzeugung lebt Takeda bis heute in den Unternehmenswerten Integrität, Fairness, Ehrlichkeit und Ausdauer.

Inzwischen ist Takeda zu einem Weltkonzern gewachsen, der in die Spitzengruppe der globalen Pharmaindustrie vorstößt. Und es sind genau diese Ideale, die auch heute noch sinnstiftend und Teil der Unternehmensidentität sind. Sie sind es sogar, die unseren Unternehmenserfolg sichern und auch weiter fester Bestandteil des Unternehmens sein werden.

Werteübersetzung ins 21. Jahrhundert

Die Herausforderung für Unternehmenswerte ist es, nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch das Handeln aller Mitarbeiter weltweit positiv zu beeinflussen. Patienten nehmen ihre Situation anders wahr als medizinisches Fachpersonal und kennen die Herausforderungen und Notwendigkeiten ihres Alltags. Gerade bei Langzeiterkrankungen und seltenen Erkrankungen kommt es durchaus vor, dass sich die Patienten sehr genau mit der Erkrankung und ihrem Verlauf auskennen und um konkreten Verbesserungsbedarf wissen. Deshalb ist es wichtig, eben nicht nur mit medizinischen Experten zu sprechen, sondern offene Dialoge mit allen Beteiligten zu entwickeln und so sowohl Verständnis als auch Vertrauen aufzubauen, zumal es gerade bei seltenen Erkrankungen zu erheblichen Belastungen für die Patienten (aber auch für das Gesundheitssystem) durch Fehldiagnosen kommt. Takeda will die individuellen Herausforderungen der Patienten und ihrer Angehörigen im täglichen Leben so gut wie möglich verstehen, um ihre Bedürfnisse erfüllen zu können – deshalb bemühen wir uns um den ständigen Dialog mit Patienten.

Über Therapiebereiche hinweg gedacht

Konkrete Beispiele dafür: Bereits vor 19 Jahren hat der Bereich Urologie mit www.prostata.de eine digitale Plattform für Patienten ins Leben gerufen, die zu allen Aspekten des Lebens mit Prostatakrebs informiert – zu einem Zeitpunkt, als Schlagworte wie Patientenzentriertheit noch nicht weit verbreitet waren. Die Rechtsabteilung hat Verträge mit möglichst leicht verständlichen Inhalten und weitestgehend ohne juristischen Jargon entwickelt – unter anderem auf Wunsch einer Patientenselbsthilfeorganisation. Der Ansatz der Patientenkooperation und die Zusammenarbeit mit Patientenbotschaftern, die ihrer Erkrankung eine Stimme geben, zeigt sich auch in der Entwicklung von Serviceleistungen wie Supportprogrammen oder Internet-Hilfsforen. Projekte wie das Webportal „CED-Trotzdem-ich“, der „Mein CED“-Alexa-Skill mit zugehöriger App, die Kooperation mit den „German Cancer Survivors“ oder die personalisierte Hämophilie-Prophylaxe mit der App „Faktormeter“ zeigen, dass jeder bei Takeda patientenorientiert arbeiten kann. Auch das Unterstützungsprogramm für Patienten mit Multiplem Myelom, die durch eigens geschulte „Patienten-Assistenten“ unterstützt werden, zeigt ausgeprägte Patientenorientierung.

Die Takeda-Werte sind heute noch so aktuell wie vor fast 240 Jahren – und sie werden es auch mit der Integration von Shire bleiben.