Biotechnologische Innovationen & Biosimilars aus einer Hand: Chancen und Herausforderungen


Dr. Roman Stampfli

Dr. Roman Stampfli, Vice President & General Manager Amgen Deutschland

Die Bedeutung von Biopharmazeutika – sowohl Originalpräparaten als auch ihren Nachfolgeprodukten, sogenannten Biosimilars, – in der medizinischen Versorgung steigt stetig. Im Jahr 2018 wurden laut vfa-Branchenreport erneut mehr biotechnologisch hergestellte Arzneimittel als chemisch-synthetische Medikamente zugelassen: 38 Biopharmazeutika (24 Originalprodukte und 14 Biosimilars).

Die biotechnologische Forschung konzentriert sich vor allem auf die Entwicklung innovativer Therapieansätze für Erkrankungen mit einem hohen medizinischen Bedarf. Zugleich haben sich Biosimilars im Gesundheitssystem in kürzester Zeit etabliert. Sie erleichtern nicht nur Patienten den Zugang zu biologischen Arzneimitteln, sondern leisten auch einen großen Beitrag für eine nachhaltige und hochwertige Gesundheitsversorgung. Die Entwicklung eines Biosimilars ist zwar weniger zeit-, risiko- und ressourcenintensiv als die eines Originalpräparats, dennoch aber deutlich anspruchsvoller als die eines Generikums. Während innovative Originalpräparate heute nach der Marktzulassung nur begrenzten Wettbewerb erleben, muss sich das Biosimilar sofort gegen Konkurrenz und Preisverfall behaupten. Damit der Biosimilar-Markt attraktiv bleibt und weiterhin hochwertige Biosimilars auf den Markt kommen, bedarf es einer besonnenen Förderung des Marktes.

Als Biotechnologie-Experte hat sich Amgen gezielt entschieden, Biopharmazeutika „aus einer Hand“ anzubieten und sein Know-How nicht nur für die Entwicklung einzigartiger Biopharmazeutika, sondern auch für Biosimilars einzusetzen. Dieser Weg – war er auch reich an geplanten und ungeplanten Herausforderungen – hat sich bewährt.