SAP im Urteil der Jury

Die Jury hob besonders hervor, dass der SAP-CIO in erstaunlich kurzer Zeit viel bewegt hat. „Bussmann hat eine Aufbruchstimmung erzeugt und die SAP zu seinem Kunden gemacht“, so Jurymitglied Jürgen F. Krusch (Deutsche Bank Bauspar). Und Bussmann könne laut Jury überzeugend darstellen, wie man die ehrgeizigen Geschäftsziele – SAP plant bis zum Jahr 2015 den Umsatz auf 20 Milliarden Euro zu steigern – mit Unterstützung der IT erreichen kann.  Bussmann, erst zwei Jahre im Amt, hat gemeinsam mit den Fachabteilungen in den ersten drei Monaten eine umfassende IT-Strategie entwickelt. Er positionierte die IT als strategischen Enabler und als Advisor des Business. Wichtig war ihm, in den Fachabteilungen Vertrauen zu schaffen und die IT als verlässlichen Partner zu installieren.

Die Stakeholder wurden eingebunden und durch den Einsatz von Business Information Officer (BIOs) sorgte Bussmann für Transparenz. Gleichzeitig nehmen BIOs auch Wünsche aus den Geschäftsbereichen auf und sind so dicht am Geschehen. Bussmann sorgte weiter dafür, dass die IT bei Akquisitionen einbezogen wird, so kann sie schnell reagieren und integrieren. Weiterhin lobte die Jury die Einführung einer Enterprise Architecture. „Durch die Architektur-Roadmap hat Bussmann mehr Transparenz geschaffen und eine unternehmensweite Sicht auf die IT ermöglicht“, so Jury-Mitglied Dr. Clemens Keil (CIO, Knorr-Bremse).

Ein weiterer wichtiger Ansatz ist die Gründung von Innovationsteams zu Themen wie Mobile Geräte, Big Data/InMemory, Clouds, aber auch die Vereinfachung und Optimierung von IT-Abläufen: 60 Prozesse wurden verbessert und zehn neu aufgesetzt. Darüber hinaus erkennt Bussmann die Notwendigkeit der Clean IT: Der Plan ist, die CO2- Bilanz 2020 auf den Stand von 2000 zu reduzieren. Alle drei Rechenzentren sind zertifiziert und die SAP AG erhielt bereits 2010 in der Kategorie Unternehmen (Enterprise) den GreenIT Best Practice Award.