Mobiles Arbeiten ist für die BayWa nicht neu.

Mobiles Arbeiten ist für die BayWa nicht neu.

In seinem Kurzinterview im Vorfeld der Jahrestagung Strategisches IT-Management 2021 beschreibt Tobias Fausch, CIO der BayWa AG den Weg der BayWa im New Normal.

1. Ist bei Ihnen „New Normal“ nach 10 Monaten Pandemie bereits zur Normalität geworden?

Mobiles Arbeiten ist für die BayWa nicht neu. Seit 2016 gibt es eine entsprechende Betriebsvereinbarung, nach der Mitarbeiter die Möglichkeit haben, von zu Hause zu arbeiten. Während der Pandemie wurde dies natürlich verstärkt getan. Somit ist es auf der einen Seite für die typischen Büroarbeiten in der Tat normal geworden, wenn man diese mobil erledigt oder sich „nur“ per Videokonferenz trifft.

Auf der anderen Seite werden wichtige Vorteile des Arbeitens im Büro – also insbesondere der direkte Austausch der Kollegen – klarer erkannt und auch vermisst. Die Möglichkeiten, überhaupt mobil zu arbeiten, sind aber bei der BayWa sehr unterschiedlich: neben der Zentrale in München, in der fast alle Mitarbeiter im Büro arbeiten, hat die BayWa sehr viele Agrar-, Energie- und Baustoffstandorte in der Fläche. Tätigkeiten wie Kundenberatung am Feld oder am Standort selbst, im Baustoff-Lager, in der Technik-Werkstatt, bei der Getreideannahme oder als Lkw-Fahrer – um nur einige Beispiele zu nennen – lassen sich nicht von zu Hause aus erledigen.

2. Welches sind die kritischen Erfolgsfaktoren für das Gelingen von Remote Leadership?

Die BayWa hat das Motto „Verbundenheit schafft Erfolg“. Diese Verbundenheit hat ganz wesentlich mit dazu beitragen, die BayWa erfolgreich durch diese Pandemie zu führen. Diese Verbundenheit auch remote zu erhalten, fordert gerade von den Führungskräften einen sehr viel (zeit-) intensiveren Austausch mit den Mitarbeitern. Denn in einer Videoschalte gehen doch viele Nuancen eines face2face Treffens verloren.

3. Welche Rolle spielt die IT in diesem Szenario?

Die BayWa hat eine Grundversorgungsfunktion insbesondere in ländlichen Regionen. Somit ist es essentiell, dass der Betrieb auch unter Pandemiebedingungen ungestört weitergeht. Dass die IT Systeme möglichst durchgehend laufen ist schon immer Kernaufgabe der IT – auch außerhalb von Krisenzeiten. Sobald aber – wie am Anfang der Pandemie geschehen – auf einen Schlag sehr viele Menschen mobil arbeiten müssen, ist das noch einmal eine ganz neue Herausforderung, da sich das Kommunikationsverhalten und viele Prozesse genauso schlagartig ändern. Dann sind in der IT kreative Lösungen gefragt, um die Infrastruktur kurzfristig für diesen plötzlichen Ausnahmefall zu ertüchtigen.

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