Innovationen entstehen erst in einer offenen Unternehmenskultur

Nachhaltige Innovationen entfalten sich am besten in einer offenen Unternehmenskultur, in der Vielfalt großgeschrieben wird, und jede einzelne Stimme zählt. Die Basis dafür sind die klassischen Open-Source-Prinzipien Zusammenarbeit, Offenheit, Transparenz, Inklusivität und Vertrauen.

von Stefanie Chiras

Mit der Digitalisierung wächst der Druck auf Unternehmen und Organisationen: Wie schafft man es, den sich ständig ändernden Marktanforderungen gerecht zu werden und trotzdem innovative Ideen hervorzubringen?

Gleichzeitig ist es längst eine Binsenweisheit: Vorhaben scheitern an Menschen und nicht an fehlenden Methoden und Instrumenten. Herrschen starre Regeln, Abteilungsdenken und hierarchische Führungsstile vor, wird gerade die Unternehmenskultur schnell zu einem wahren Killer und die Verantwortlichen stehen auf verlorenem Posten. Offen und flexibel sollte deshalb der Ansatz sein, mit dem Unternehmen neue Projekte angehen.

Was das heißt, lässt sich am besten anhand des Red Hat Open Decision Framework, das aus einer Sammlung von Best Practices besteht, erklären. Das Framework zeigt, wie man offene Prozesse, Kultur und Technologie in die Arbeitsweise von Teams integriert, Probleme so schneller lösen und kreative Ideen entwickeln kann. UNICEF zum Beispiel hat mit Hilfe von Red Hat das School Mapping Project vorangetrieben. Komplizierte Technologie-Projekte stehen beim Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen nicht im Fokus, vielmehr einfach umzusetzende und dennoch innovative Lösungen
gegen Hunger, mangelnde Schulbildung oder schlechte medizinische Versorgung. Im Rahmen des School Mapping Project wird jede Schule auf der Welt kartografiert, um so weiße Flecken zu identifizieren und Regierungen bei der Umsetzung von Bildungsmaßnahmen zu unterstützen.

Längst hat sich der Open-Source-Gedanke zu einer Art und Weise des Arbeitens entwickelt, die über die reine Softwareproduktion hinausgeht: die offene Unternehmenskultur. In ihr werden Veränderungen als Chance gesehen. Die Aufgabe von Unternehmen ist es, die Leidenschaft ihrer Mitarbeiter auf ein Ziel hin zu kanalisieren, sie in Entscheidungsprozesse einzubinden und eine angstfreie Atmosphäre zu schaffen. Werden Ideen nicht von oben abgeschmettert, sondern gefördert – wir sprechen von einer Meritokratie –, haben Menschen viel eher den Mut, sie anzusprechen. Wenn Mitarbeiter zudem frei sind zu experimentieren, betrachten sie Probleme auf eine neue Art und Weise. Die Open-Source-Prinzipien Zusammenarbeit, Offenheit, Transparenz, Inklusivität und Vertrauen werden damit zum Innovationstreiber für jedes Unternehmen, unabhängig von der Branche. ■

Die Open-Source-Prinzipien sind Innovationstreiber für jedes Unternehmen.

Stefanie Chiras, Senior Vice President and General Manager,
Red Hat Enterprise Linux Business Unit, Red Hat
Foto: Geoff Wood

www.redhat.com

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