Fünf IT-Trends und Herausforderungen für CIOs im Jahr 2022

Fünf IT-Trends und Herausforderungen für CIOs im Jahr 2022

Disruptive Veränderungen durch die digitale Transformation, der wachsende Einsatz von Künstlicher Intelligenz, die Vernetzung von immer mehr Geräten und Produkten zum Internet der Dinge und der Einsatz von Cloudcomputing  verändern die Unternehmen und ihre Strategien.

Die größte Herausforderung für CIOs dürfte die wachsende Cyberkriminalität aufgrund der zunehmenden Zahl an Schnittstellen werden. Auch Data-Analytics, überalterte Insellösungen und der Wandel der Arbeit müssen künftig verstärkt gemanagt werden.

Wir stellen wichtige IT-Trends und große Herausforderungen für CIOs vor:

Fünf IT-Trends:

1. Trend: Vernetzte Intelligenz wird zum Herzen der Unternehmensstrategie

Was heute zumeist Spezialisten installieren und betreuen, wird in Zukunft das Herz der Unternehmensstrategie, denn es steuert in Echtzeit alle Prozesse und Außenkontakte: Künstliche Intelligenz (KI).  KI kann situationsbezogen entscheiden, besonders gut in einem ständigen Lernprozess. Sie vernetzt fortlaufend alle Daten, steuert beispielsweise im Alltag nach den Bewohnervorlieben die ganze Haustechnik. Unternehmen können mit KI Dienstleistungen und Produkte entwickeln und produzieren, die auf die einzelnen Verbraucher zugeschnitten und angepasst werden. Die digitale Technik steuert damit nicht nur die Produktion, sondern wird zur Basis der meisten Geschäftsmodelle, die Grenzen der einzelnen Bereiche und Abteilungen der Unternehmen verwischen und müssen neu definiert werden. Digitale Daten und Analysen werden zur Kernfunktion, CIOs an der Festlegung von Strategien und Zielen beteiligt.

2. Trend: Data Analytics wird smarter und anpassungsfähiger

Traditionelle KI-Techniken basieren vor allem auf historischen Daten. Die Corona-Pandemie hat aber vieles verändert, Daten unbrauchbar gemacht. Zudem müssen die KI-Systeme immer mehr Datenschutzvorschriften und andere ethische Regeln einhalten. Diese disruptiven Veränderungen zeigen, dass KI sich besser anpassen muss, intelligenter und skalierbar werden muss. Unternehmen verlangen daher immer mehr von ihrer IT-Technik.  Die künstliche Intelligenz muss mit „Big Data“-Techniken, interpretierbaren Systemen und adaptiven Lernalgorithmen arbeiten.

3. Trend: Datenaustausch auf allen Kanälen

Die Unternehmen der Zukunft kommunizieren mit ihren Geschäftspartnern über unzählige Devices und Kanäle. Die Endgeräte der Zukunft verstehen Sprache und andere Körpersignale. Um mit Lieferanten und Kunden kontinuierlich Daten auszutauschen, öffnen die Unternehmen sich und ihre Schnittstellen für alle Arten von Endgeräten. Zudem sind die Geräte von morgen untereinander vernetzt und kommunizieren miteinander. Das macht die Verarbeitung der Daten und die Verarbeitung der Kontakte (Omnikanal) und der Daten (Cloud Computing und Edge Computing) um mehrere Dimensionen komplexer.

4. Trend: Grenzenlose Information

Die Informationssysteme der Zukunft kennen keine Grenzen mehr. Unternehmen nutzen verstärkt externe Plattformlösungen, sei es Cloud-Plattformen oder Industrieplattformen. Damit managen sie ihre industriellen Produktionen und ihre Lieferketten, die immer stärker reguliert aber auch gestört werden. Verschiedene Unternehmen einer Branche teilen sich dieselben Plattformen, neue Kooperationen entstehen.

5. Trend: Mensch rückt in den Mittelpunkt

Mit dem Fortschritt der Digitalisierung werden digitale Erfolge schwieriger, scheitern verstärkt an Problemen der Anwender. Die Unternehmen orientieren ihre IT-Systeme daher stärker an den Mitarbeitern, entwickeln ein menschenorientiertes Design, das die Motive, das Engagement und die Bedürfnisse der Anwender aufnimmt. Sie führen ergebnisorientierte Programme zum kontinuierlichen Lernen, zur effektiven Zusammenarbeit und Innovation ein. Die Nutzung der verschiedenen Erfahrungen der Mitarbeiter erhöht zugleich die Produktivität und zieht letztlich auch die besten Talente an. Diese umfassende Strategie zur Mitarbeitereinbindung und -zufriedenheit ist erfolgreicher als bisherige einzelne und unvernetzten Initiativen der Unternehmen, die Mitarbeiter an sich zu binden,

 

 Die großen Herausforderungen für CIOs

1. Herausforderung: Cyberangriffe nehmen zu

In Zukunft werden Cyberattacken noch mehr und größere Schäden anrichten als bisher schon. Die Betrüger sind weltweit vernetzt, technisch immer besser ausgerüstet und eine grenzüberschreitende effiziente Arbeitsteilung entwickelt. Zugleich werden die Unternehmen durch die verstärkte Digitalisierung, Vernetzung und Öffnung der Systeme anfälliger, auch im Unternehmens-Kern. Die Unternehmen müssen daher ihre Daten, Systeme und Produktion besser schützen. Das führt zu einer sogenannten Zero-Trust-Architektur, bei der jeder externe Daten-Input systematisch untersucht wird. Beispielsweise erschweren strenge Authentifizierungsprozesse sowie eine föderale Identität den Zugriff von außen.

2. Herausforderung: Data Analytics richtig einsetzen

Mit Data Analytics gelingt es, Daten-, Analyse- und KI-Lösungen zu verknüpfen und damit auch Führungskräften zuverlässige und benutzerfreundlich aufbereitete Daten für ihre Geschäftsstrategie zu beschaffen. Dafür ist ein komplexes Zugangs- und Qualitätsmanagement erforderlich, das beispielsweise auch den Datenschutz berücksichtigt. Daten und Analysen werden dann zum Kern der Unternehmensstrategie, steuern und beschleunigen die physischen Prozesse und helfen, neue Geschäftsideen zu entwickeln. Wenn CEOs mit diesen komplexen Informationen die Unternehmensziele und Strategien beeinflussen, können sie das Ergebnis deutlich steigern.

 

3. Herausforderung: Alte Insellösungen integrieren

Selten startet ein Unternehmen mit einem neuen smarten und komplexen IT-System auf der grünen Wiese. In der Regel bauen die Unternehmen neue Geschäftssysteme und -Modelle auf und lassen ihr traditionelles Geschäft parallel mit der alten IT weiterlaufen. Diese IT-Inseln müssen aber so weiterentwickelt werden, dass sie sich in Zukunft in das zeitgemäße System integrieren lassen. Dabei kann die separate IT nach und nach modernisiert und mit dem neuen Betriebssystem verbunden werden. Falls die Insellösungen nicht zu modernisieren sind, kann die IT auch Insel für Insel erneuert werden und jeweils in einem Zug in die moderne IT-Architektur umziehen. Diese groß angelegte Integration von Systemen überlastet oft die IT-Abteilung, daher kann auch ein gesondertes Umstellungsteam sie steuern.

4. Herausforderung: Wandel der Arbeit

Mit der digitalen Transformation wandelt sich auch die Welt der Arbeit. Die Mitarbeiter entscheiden nicht nur stärker, wann und wo sie arbeiten. Die Arbeit wird heterogener, ein IT-Administrator beschäftigt sich beispielsweise auch mit Managementstrategien. Die Arbeit wird informeller, es bilden sich virtuelle Teams. Arbeit und IT der Zukunft erfordern Flexibilität und lebenslanges Lernen. Darauf bereitet die Unternehmen eine Kultur des kollaborativen Lernens, Lehrens und Coachings vor. Die Geschäftsführung muss entschieden, ob sie für die neuen Herausforderungen ihre Belegschaft weiterentwickeln und ergänzen will oder durch Zukäufe beziehungsweise Partnernetzwerke mit IT-Profis die fehlenden Kompetenzen aufbauen will

5. Herausforderung: Outsourcing auf Plattformen

Um sich in Zukunft technisch schneller zu entwickeln, werden Unternehmen noch öfter auf Plattformlösungen zurückgreifen. Neben Cloud-Plattformen für IT-Infrastruktur und Anwendungsentwicklung helfen gemeinsame Plattformen, die industrielle Produktion oder die Lieferketten effizienter zu managen.  Die Migration in die Cloud steigert die Agilität und Skalierbarkeit und sorgt für mehr Kostentransparenz. Zudem verbessert das Outsourcing die Klimabilanz für das Unternehmen selbst, da energieintensive KI-Prozesse verlagert werden. Und die Erreichung von Klimazielen beschäftigt künftig alle Unternehmen, muss daher auch bei Sourcing-Strategien beachtet werden.