Bayer Healthcare für IT-Strategie ausgezeichnet

Die Gesundheitssparte des Bayer-Konzerns setzte sich gegen Börse Stuttgart und Telefónica durch.

Es war eine knappe Entscheidung. Aber am Ende lag Matthias Moritz, IT-Chef (CIO) von Bayer Healthcare vorne. Er wurde gestern in München mit dem Handelsblatt IT-Strategy Award 2013 ausgezeichnet – gegen so starke Konkurrenz wie Sönke Björn Vetsch, CIO der Börse Stuttgart, und Eckart Pech, CIO von Telefonica Germany. „Der Preis wurde verliehen für jahrelange Arbeit, für gutes Teamwork, natürlich auch für den Menschen, der hinter der Arbeit steht“, sagte Moritz bei der Übergabe des Preises durch Jörg Bassen von der Beratungsgesellschaft 4C-Group, dem Sponsor des Awards.

Jedes Jahr zeichnet das Handelsblatt Topmanager für eine besonders gelungene Strategie in ihrer Informationstechnik aus. Entscheidend ist zum Beispiel, wie gut die IT-Strategie mit dem Kerngeschäft verknüpft ist, aber auch, wie gut neue technologische Entwicklungen berücksichtigt werden. Dabei wird nicht nur auf dem Papier geprüft, die vierköpfige Jury unter Leitung von Walter Brenner von der Universität St. Gallen nimmt die Bewerber auch in persönlichen Interviews unter die Lupe.

Jürgen F. Krusch, Jurymitglied und im Hauptberuf Leiter Prozess- und IT-Management der Deutsche Bank Bauspar AG, begründete die Entscheidung der Jury mit einem kleinen Wortspiel: „Die IT-Strategie ist das Aspirin für Bayer Healthcare. Sie ist ambitioniert, stark in der Umsetzung, pragmatisch im Zusammenspiel der Stakeholder, integrativ für Mitarbeiter, Serviceeinheiten und Kunden, rasant im Einsatz neuer Technologien, intelligent im Aufbau und nachhaltig.“

Jurymitglied und Laudator Michael Neff, IT-Chef des RWE-Konzerns, ergänzte das Lob von Krusch: „Bei Bayer Healthcare wurden in den letzten Jahren gewaltige IT-Innovationen bezüglich der Organisation und der IT-Technologie realisiert.“

Matthias Moritz verantwortet die Informationstechnologie für das weltweite Gesundheitsgeschäft des Bayer-Konzerns. Diese Sparte beschäftigt mehr als 50 000 Mitarbeiter und erzielte 2011 ein operatives Ergebnis von 3,2 Milliarden Euro.

Koenen, Jens