Insolvenzrichtlinie und ESUG-Reform als Bausteine für ein stabiles Europa?

Kontroverse Diskussionen und konkrete Umsetzungsfragen

An der politischen Vorgabe aus Brüssel und Berlin, dass Europa weniger Insolvenzen und mehr Sanierungen brauche hat sich nichts geändert. Angesichts bevorstehender Zunahme von Insolvenzen in Deutschland sei die Umsetzung von Insolvenzrichtlinie und der abgeschlossenen ESUG Evaluation besonders dringlich. Die im Trilog erzielten vielfältigen Kompromisse haben zu einer Fülle von Öffnungsklauseln und individuellem Umsetzungsspielraum für die nationalen Gesetzgeber geführt. Von dem Brüsseler Wunsch nach einheitlicherem Insolvenz- und Sanierungsrecht rückt man damit wieder weiter weg.

  • Werden einzelne Mitgliedsstaaten das Tor zu einer neuen Forumshoppingrunde öffnen? Und was macht der Gesetzgeber in Deutschland daraus?
  • Wie wird der deutsche Gesetzgeber den, bei genauer Betrachtung, eindeutigen Befund der renommierten ESUG- Gutachtergruppe in noch funktionsfähigeres Insolvenzrecht umsetzen?
  • Bekommen wir in Deutschland ein eigenständiges Sanierungsrecht, das seinen Ausdruck in neuer, nicht-insolvenzgesetzlicher Grundlage erhält?
  • Könnte der präventive Restrukturierungsrahmen in einer „Restrukturierungsordnung“ geregelt werden und sich so deutlich vom Anwendungsbereich der Insolvenzordnung unterscheiden?

Diese und andere brennende Fragen stehen im Mittelpunkt des aktuellen Symposiums. Seien auch Sie im September dabei und nutzen Sie den exklusiven Rahmen zur Diskussion und Networking mit den Top-Experten der Szene.

MODERATION UND FACHLICHE LEITUNG:

Christopher SeagonChristopher Seagon
Rechtsanwalt, Partner, Fachanwalt für Insolvenzrecht,
WELLENSIEK


Aktuelle News zu Sanierungs- und Insolvenzrecht 2019:

Statista-Dossier zu Insolvenzen

Das Dossier enthält redaktionell zusammengestellte Statistiken zum Thema Insolvenzen. Behandelt werden die allgemeine Insolvenzentwicklung, Firmeninsolvenzen, Privat- bzw. Verbraucherinsolvenzen sowie Insolvenzen international.

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Richterhammer

Überlegungen zum Überschuldungstatbestand als Eröffnungsgrund

von Prof. Dr. Christoph G. Paulus, LL.M.

Die Zäsur, die die Möglichkeit bzw. Pflicht zur Einleitung eines Insolvenzverfahrens eröffnet, ist gravierend. Denn durch sie wird der üblicherweise für jedermann im Vordergrund stehende Fokus eines auf Eigennutz ausgerichteten Handelns umgepolt in das Gebot, das Interesse der Gläubiger in den Vordergrund zu stellen. Aus diesem Grund ist die präzise Festlegung so bedeutsam, welcher Umstand oder welche Situation eben diese Zäsur markieren soll.

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Businessman with umbrellas in heavy rain.

Deutsches Insolvenzrecht: Sind wir hinreichend für wirtschaftliche Schlechtwetterlagen gewappnet?

von Dr. Katarina Barley

Niemand hatte das Desaster vorausgesehen und dann war es plötzlich da. Es traf die Finanzwelt unvorbereitet und mit voller Härte. Die Auswirkungen sind immer noch zu spüren. Vor zehn Jahren steuerte die Finanzkrise auf ihren Höhepunkt zu und begann, sich auf die Realwirtschaft auszuweiten. Dies hatte starke Auswirkungen auf das Leben der Bürgerinnen und Bürger. Banken und Großunternehmen gerieten in Schieflage, die Anzahl der Unternehmens- wie auch Verbraucherinsolvenzen stieg massiv. Dies alles lenkte die Aufmerksamkeit auf das Insolvenzrecht. (mehr …)


Faktensammlung Insolvenzrecht 2008-2018

Kostenfreier Download: Faktensammlung „Insolvenzrecht im Wandel 2008-2018″

Das deutsche Insolvenzrecht befindet sich im stetigen Wandel und wird daher häufig als „Dauerbaustelle“ bezeichnet. Auch das Jahr 2018 beschert der Branche neue insolvenzrechtliche Regelungen und Überarbeitungen.

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bro

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