Wasserstoff als Schlüssel zur erfolgreichen Energiewende: IN4climate.NRW veröffentlicht erstes Diskussionspapier

Um die Pariser Klimaschutzziele zu erreichen, ist eine erhebliche Transformation von industriellen Wertschöpfungsketten und Produktionsprozessen erforderlich. Dabei wird CO2-frei erzeugter Wasserstoff eine entscheidende Rolle spielen. Die Landesinitiative IN4climate.NRW hat als Think Tank gemeinsam mit Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft ein Diskussionspapier zur Bedeutung von Wasserstoff für das Gelingen der Energiewende veröffentlicht. Es zeigt die essenzielle Funktion des Energieträgers für die Energiewende auf, skizziert die Herausforderungen, die im Aufbau der nötigen Infrastruktur liegen, und richtet sich mit klaren Handlungsempfehlungen auch an die Politik.

Nationale und globale Energie- und Klimaschutzszenarien machen deutlich, dass CO2-frei erzeugter Wasserstoff in Zukunft eine tragende Säule der Energiewende wird. Für eine klimaneutrale Produktion in der Chemie- und Stahlindustrie ist Wasserstoff von entscheidender Bedeutung. Zudem kann er sowohl in der Industrie, aber auch im Verkehrs- und Mobilitätssektor, fossile Energieträger ersetzen. Er lässt sich gut transportieren und speichern, und leistet so einen wesentlichen Beitrag zur Sektorenkopplung. Deshalb ist zukünftig mit einem hohen Wasserstoffbedarf zu rechnen – dieser kann aktuellen Szenarien zufolge bei über 600 Terrawattstunden pro Jahr liegen.

Das erste IN4climate.NRW-Diskussionspapier, an dem acht Industrieunternehmen (AirLiquide, Amprion, BP, Covestro, Open Grid Europe, RWE, Shell und thyssenkrupp) und vier Forschungsinstitute (Wuppertal Institut, Fraunhofer UMSICHT, BFI sowie das IW Köln) gemeinsam gearbeitet haben, macht deutlich, dass Wasserstoff der Schlüssel für eine erfolgreiche Industrietransformation und klimaneutrale Zukunft ist. Zudem bietet er auch große Chancen für die wirtschaftliche Entwicklung in NRW und Deutschland – zu rechnen ist mit einem Wertschöpfungspotenzial in Milliardenhöhe und großen Potenzialen für zukunftsfähige Arbeitsplätze. Nordrhein-Westfalen ist dabei durch seine zentrale Lage in Europa und dank seiner Potenziale in Industrie und Forschung die ideale Modellregion und Ausgangspunkt in Deutschland und Europa für den Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft. Um klimaneutral erzeugten Wasserstoff für die gesamte Industrie zugänglich zu machen, ist zudem die Erfüllung notwendiger, wirtschaftlicher Voraussetzungen und die Schaffung positiver wirtschaftlicher Anreize von Bedeutung.

Entstanden ist das Diskussionspapier im Rahmen der Arbeitsgruppe Wasserstoff von IN4climate.NRW. Hier entwickeln die TeilnehmerInnen branchenübergreifend neue Ideen, um industrielle, klimafreundliche Prozesse und Produkte voranzubringen.

Weitere Informationen zum Diskussionspapier finden Sie hier: www.in4climate.nrw/newsroom/publikationen/

 

IN4climate.NRW

IN4climate.NRW als Initiative der Landesregierung ist die zentrale Plattform für die Umsetzung einer klimaneutralen Industrie in NRW. ExpertInnen aus Industrie, Wissenschaft und Politik arbeiten hier zusammen, um innovative Strategien und Lösungen für klimaneutrale industrielle Prozesse und Produkte zu entwickeln. Dazu zeigt die Initiative zentrale Forschungsbedarfe auf und begleitet technische Projekte zur Erprobung klimaneutraler Produktionsverfahren. Ziel ist es, sowohl den Ausstoß an Treibhausgasen zu reduzieren als auch damit die gezielte Entwicklung einer klimaneutralen und zukunftsfähigen Industrie zu unterstützen. Auf diese Weise soll die hohe Wettbewerbsfähigkeit der NRW-Industrie ausgebaut und NRW als wichtiger Industriestandort gesichert werden.

IN4climate.NRW
Munscheidstr. 14
45886 Gelsenkirchen
www.in4climate.nrw