Nur nachhaltige Digitalisierung bringt langfristig Mehrwert

Digitalisierung wird für Krankenhäuser immer wichtiger und ist essenziell, um sich zukunftsfähig aufzustellen. Umso „smarter“ das Haus, desto besser kann ein optimales Umfeld für die Versorgung und Genesung der Patienten geschaffen werden: Digitale Tools entlasten dabei das Personal, verbessern die Patientenerfahrung und haben nicht zuletzt das Ziel, die Versorgungsqualität zu erhöhen und die Effizienz zu steigern.

Krankenhauszukunftsgesetz: Zuckerbrot & Peitsche

Bund und Länder fördern mit dem Krankenhauszukunftsgesetz (KHZG) das digitale Update mit einer Milliarden-Finanzspritze: Insgesamt 4,3 Milliarden Euro stehen für notwendige Investitionen zur Verfügung. Mit dem Investitionsprogramm geraten Kliniken aber auch unter Zugzwang: Krankenhäuser ohne ausreichende Digitalisierung riskieren ab 2025 einen Abschlag von bis zu 2 % ihrer DRG (Diagnosis Related Groups)-Erlöse.[1] IT-Projekte, die über das KHZG aufgesetzt werden, sind daher bis 2025 vollständig zu installieren und zu etablieren. Damit dies gelingt, ist es notwendig über die reine Softwareimplementierung hinaus sowohl die bestehenden klinischen Prozesse umfassend zu analysieren, zu optimieren und zu standardisieren als auch die Mitarbeitenden auf die Reise mitzunehmen.

Der Faktor Mensch

Eine der wichtigsten Voraussetzungen für das Gelingen von Digitalisierungsprojekten im Krankenhaus ist die Bereitschaft der dort Beschäftigten, sie mitzutragen. Eine nachhaltige Veränderung bestehender Arbeitsabläufe wird nur erreicht, wenn Prozesse gemeinschaftlich entwickelt und die Vorteile für das Personal selbst erfahrbar sind. Andernfalls treten die gewünschten Effekte nicht ein und es entsteht möglicherweise sogar ein Mehraufwand. Dazu muss bedacht werden, dass sich bei der Umsetzung von Digitalisierungsinitiativen eine zusätzliche Arbeitsverdichtung für die Mitarbeitenden ergibt, die es zu moderieren gilt.

Beratungsleistungen sind im Rahmen des KHZG förderfähig

Um Krankenhäuser bei der digitalen Transformation zu unterstützen, finanziert der Gesetzgeber über das KHZG bei Bedarf eine Beratung für die geförderten Vorhaben. Dadurch können Mitarbeitende entlastet und externes Know-how gesichert werden. Dabei ist zu beachten, dass die Förderung entweder vorgelagert und separat zur Ausschreibungsdienstleistung oder als Paket, in Kombination mit der benötigten Software, ausgeschrieben wird.

Digitalisierung nachhaltig umsetzen                                                                              

Mit tiefer klinischer Kompetenz, einem breiten Healthcare-IT Portfolio, dem Wissen, worauf es bei IT ankommt und welche Anforderungen bei Softwareeinführungen und der Gestaltung von Prozesslandschaften zu berücksichtigen sind, ist Philips sehr gut aufgestellt, Krankenhäuser bei Digitalisierungsprojekten zu unterstützen. Sei es in Einzelprojekten oder auch langfristig in einer Partnerschaft. Ergänzt durch einen kollaborativen Beratungsansatz wird die Veränderung der analogen Arbeitsweisen hin zum Digitalen gefördert. Das Ziel von Philips: alle Initiativen nachhaltig und ‚End-to-End‘ umsetzen, sodass ein Mehrwert für alle Beteiligten geschaffen wird. Nur so gelingt die digitale Transformation langfristig.

Weitere Informationen zu Partnerschaften mit Philips finden Sie hier. Informationen zum KHZG hier.

Aline Mittag, Senior Consultant Healthcare Transformation Services, Philips GmbH Market DACH

[1] Bundestag: Gesetz für ein Zukunftsprogramm Krankenhäuser (Krankenhauszukunftsgesetz – KHZG). Bundesgesetzblatt Jahrgang 2020 Teil I Nr. 48, ausgegeben zu Bonn am 28. Oktober 2020. Bundesanzeiger Verlag. Abgerufen am 13.10.2021 unter https://www.bundesgesundheitsministerium.de/fileadmin/Dateien/3_Downloads/Gesetze_und_Verordnungen/GuV/K/bgbl1_S.2208_KHZG_28.10.20.pdf