enera: Ein Ausblick auf die Zukunft der Energiewirtschaft

Ein Plakat zur enera-Werbekampagne „Die Kleinigkeit“ an einem Supermarktparkplatz zeigt SAM, den kleinen Helden, als Wegbereiter einer neuen Energiewelt. Das Modul hat ein menschliches Antlitz bekommen und ist zu einem Botschafter von enera geworden. Viele Bürger aus der Region fragen inzwischen, wann sie ihren „SAM“ bekommen. © enera

enera ist eine von fünf Modellregionen des Förderprogramms SINTEG „Schaufenster intelligente Energie – Digitale Agenda für die Energiewende“.
Im Nordwesten Deutschlands zeigt enera unter dem Motto „Der nächste große Schritt der Energiewende“ seit Projektbeginn, wie das Energiesystem künftig aussehen wird: durchgehend digitalisiert und technisch flexibel. Zu Beginn des SINTEG-Abschlussjahres 2020 lohnt sich der Blick auf die vielen erreichten Meilensteine bei enera.

Der enera-Flexmarkt spiegelt ein neues Strommarkt-Design

Im Februar 2019 wurde der enera-Flexmarkt vorgestellt. Dieser soll Lösungen und Konzepte für die Nutzung von Flexibilitäten fürs Engpassmanagement liefern. Ziel ist es, bei hohen Anteilen schwankender Stromerzeugung aus Wind- und Sonnenenergie skalierbare Musterlösungen zu entwickeln. Der enera-Flexmarkt demonstriert, wie eine sichere, wirtschaftliche und umweltverträgliche Energieversorgung aussehen kann.Jeder zertifizierte Flexibilitätsanbieter kann auf dem enera-Marktplatz eine Angebotsorder einstellen und so dem Netzbetreiber seine Flexibilität anbieten. Sobald Angebot und Nachfrage zusammenpassen, kommt der Handel zustande. Nach dessen Ausführung erhalten die beteiligten Parteien eine Bestätigung durch die europäische Strombörse EPEX SPOT, die den enera-Flexmarkt auf der gleichen infrastrukturellen Basis wie dem bestehenden Intraday-Markt betreibt. Aktuell werden Flexibilitäten von 248 Anlagen bereitgestellt.

SAM – Das smarte Kommunikations- und Auslesemodul

Weil bislang nicht genügend zertifizierte intelligente Messsysteme (iMSyS) zur Verfügung standen, hat enera eine eigene ergänzende Lösung entwickelt, um in der Projektlaufzeit zu Daten und somit zu Ergebnissen zu kommen. Im vergangenen Jahr begann demnach der Roll-Out von SAM („smartes Auslese- und Kommunikationsmodul“). Das Modul wird einfach per Magnet an der optischen Schnittstelle einer modernen Messeinrichtung befestigt.
Im Gegensatz zu intelligenten Messsystemen zielt das Modul auf den Einbau bei Verbrauchern, die weniger als 6.000 Kilowattstunden Strom pro Jahr nutzen und nicht verpflichtet sind, iMSys einzubauen. Auf diese Weise haben die enera-Fachleute einen Weg gefunden, um inzwischen mehr als 1500 Privathaushalte und kleine Gewerbebetriebe mit geringem Aufwand in den Feldtest des Projekts einzubinden. Aus den erhobenen Daten können neue Erkenntnisse zum Verbrauchsverhalten gewonnen und neue datenbasierte Geschäftsmodelle entwickelt werden.

Die enera-App macht den Stromverbrauch transparent

Dank SAM und der eigens für das Projekt entwickelten App können die Feldtest-Teilnehmer darüber hinaus jederzeit anhand übersichtlicher Grafiken nachvollziehen, wann und wie viel Strom ihr Haushalt gerade verbraucht. Sogar einzelne Geräte können getrackt werden, was die Suche nach sogenannten Stromfressern vereinfacht. Verbraucht ein Teilnehmer weniger Strom, wird diese Ersparnis in Euro oder Kilowattstunden angezeigt. Auch Energiespartipps können sich die Teilnehmer mithilfe der App holen. Insgesamt bietet die enera-App den teilnehmenden Akteuren einen nützlichen Mehrwert.

Grid4Mobility – Engpassmanagement für E-Mobilität

Da immer mehr Bürgerinnen und Bürger auf elektrisch betriebene Fahrzeuge umsteigen und davon ausgegangen werden kann, dass die Zahl der zugelassenen E-Autos deutlich steigen wird, stellt dies das Stromnetz vor Herausforderungen. Deswegen erproben die Fachleute bei enera derzeit, wie gleichzeitig sehr viele E-Autos zuverlässig aufgeladen werden können – ohne das Netz zu überlasten. Grid4Mobility verfolgt einen Blockchain-basierten Ansatz als Kompromiss zwischen Netzdienlichkeit und reinen Marktlösungen.

Auf in das letzte Jahr enera

Durch das gute Miteinander und den engen Austausch aller Projektbeteiligten sowie vielfältiger Kooperationen über die vergangenen Jahre hinweg ist enera dem Ziel, das Energiesystem dynamischer und dezentraler aufzustellen, deutlich nah. 2020 werden die gewonnenen Erkenntnisse zusammengeführt und ausgewertet. Die Expertinnen und Experten freuen sich auf den erfolgreichen Abschluss von enera.

 

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