Digitalisierung – die Aufholjagd beginnt


Digitalisierung - die Aufholjagd beginnt!

Die Cebit – die weltgrößte Fachmesse für IT-Themen ist vorüber. Eine Woche lang wurde vor Ort und in den Medien über die digitale Revolution, radikale Innovationen und disruptive Geschäftsmodelle diskutiert. Die Experten sind sich einig: Das Geschäftsmodell der Zukunft ist digital! Neue Player drängen auf den Markt und verändern den Wirtschaftsstandort Deutschland zum Teil auf radikale Weise. Wer hier mit seinem Business den Anschluss verliert, wird es künftig schwer haben.

Deutschland auf der Suche nach der Digitalisierung

Nie war das Interesse an digitalen Geschäftsmodellen in Deutschland größer. Dies zeigt sich auch an der Häufigkeit der Google-Suchanfragen zum Thema Digitalisierung im zeitlichen Verlauf von Januar 2013 bis März 2015.

Google Trends Abfrage Digitalisierung
Quelle: www.google.de/trends

Deutschland hat Nachholbedarf

Das Bemühen um disruptive Innovationen und Geschäftsmodelle, kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass die digitale Transformation in Deutschland noch am Anfang steht. Der Index für die digitale Wirtschaft und Gesellschaft der Europäischen Kommission („Digital Economy and Society Index“ – DESI) zeigt, dass Deutschland im Vergleich zu den anderen 28 EU-Mitgliedsstaaten nur im Mittelfeld rangiert. Mit einem Wert von 0,51 auf einer Skala von 0,00 bis 1,00 belegt Deutschland lediglich Platz 10.
Ein besonderer Nachholbedarf besteht laut DESI in den Bereichen Integration digitaler Technologien und der Digitalisierung öffentlicher Dienste.
„Digital Economy and Society Index" – DESI

Die Aufholjagd beginnt

Eine aktuelle Studie der Unternehmensberatung Roland Berger hat aufgezeigt, dass die Digitalisierung für die deutsche Wirtschaft immense Wachstumschancen aber auch ein enormes Risiko bedeutet.
Die Formel ist simpel:
Gelingt die digitale Transformation, dann winkt der europäischen Wirtschaft ein Zuwachs von bis zu 1,25 Billionen Euro an industrieller Bruttowertschöpfung. Gelingt die digitale Transformation nicht, dann droht ein Wertschöpfungsverlust von 605 Milliarden Euro, so die Ergebnisse der Roland Berger Studie.

Connected Energy – digitale Trends für die Energiebranche

Die Themen Big Data Management, Hausautomation, Smard Grids, Smart Metering und E-Mobilität gehörten zu den absoluten Megatrends im Energiesektor und bieten genügend Ideenpotential für ein Geschäftsmodell, dass dem digitalen Wandel standhalten kann. Die Digitalisierung der Wertschöpfungskette – von der Erzeugung über die Netze bis zum Endkunden – ist dabei nur ein Ansatz von vielen. Hürden gibt es vor allem in der Umsetzung: Ein zukunftsfähiges Geschäftsmodell muss nicht nur den Anforderungen des Marktes gerecht werden, es muss gleichzeitig an den Vorgaben der Energiewende entsprechen und ein Höchstmaß an Datenschutz bieten. Strategische Partnerschaften zur IT- und Kommunikationsbranche oder zur Automobilindustrie können hier von entscheidender Bedeutung sein.

Die Digitalisierung stellt für die Energiebranche zweifellos eine große Herausforderung dar, ist aber kein Grund in eine Schreckstarre zu verfallen. Jetzt gilt es einen kühlen Kopf zu bewahren und die unzähligen neuen Möglichkeiten, als Chance zu begreifen!

Oder um es mit den Worten von Apple Gründer Steve Jobs zu sagen:

„Wollen Sie den Rest Ihres Lebens Zuckerwasser verkaufen oder die Chance haben, die Welt zu verändern?“