Im globalen Wettbewerb die Nase vorn


Im globalen Wettbewerb die Nase vorn

Was braucht die deutsche Chemieindustrie, um Innovationsführer zu bleiben? Eines ist klar: Ohne digitale Transformation geht es nicht.

Die führende Rolle der deutschen Chemieunternehmen ist in Gefahr. So forderte BASF-Chef Martin Brudermüller im vergangenen Frühjahr auf der Handelsblatt-Jahrestagung Chemie: „Wir müssen in Europa viel innovativer sein.“1 Unumgänglich dabei: die digitale Transformation.

“Man ist längst über den Status des Ausprobierens und Testens hinaus, sondern hat den Weg zur digitalen Transformation festgelegt und beschreitet diesen konsequent”, bestätigt  Dr. Frank Jenner vom Beratungshaus EY im diesjährigen Interview2, der im Vorjahr die Ergebnisse des „DigiChem SurvEY 2019“3 präsentierte. Selbst die aktuelle wirtschaftliche Abkühlung führe nicht dazu, dass Unternehmen ihre Digital-Projekte auf Eis legten. Zum aktuellen Stand der Digitalisierung vermutet er: “Es wird hierzulande keine größeren Verschiebungen geben, aber die Zahlen in Bezug auf das Voranschreiten der digitalen Transformation werden leicht steigen.”2 Das bedeutet, dass weiterhin etwa zwei Drittel der Chemieunternehmen in Deutschland eine digitale Strategie definiert haben und etwa 20% schon aktiv an Digitalisierungsinitiativen arbeiten.3 Im Umkehrschluss besteht bei etwa einem Drittel der Chemieunternehmen noch Aufholbedarf.

Der erste Schritt: Digitalisierung in grundlegenden Bereichen wie Regulatory Affairs

Egal, wie lang die Reise zur Industrie 4.0, zu Predictive Maintenance, zum Einsatz von Robotik und künstlicher Intelligenz auch ist: Sie beginnt mit der Digitalisierung wesentlicher Basisprozesse, etwa im Bereich Regulatory Affairs. In der täglichen Praxis arbeiten laut  “Regulatory Trends Report 2020” immer noch etwa die Hälfte der befragten Regulatory-Affairs-Experten aus der Chemiebranche hauptsächlich mit digitalen, aber dennoch isolierten Anwendungen wie Microsoft SharePoint, E-Mail und Tabellenkalkulationsprogrammen. Für 28% stellt die Digitalisierung von Papierakten weiterhin eine Herausforderung dar. Auf der anderen Seite wünschen sich etwa 90% von ihnen übergreifende Dashboards, integrierte Reports, automatische Benachrichtigungen und ein einheitliche, verlässliche Informationsquelle für alle Daten und Dokumente4 – über Standorte und Ländergrenzen hinweg, samt Einbindung von Zulieferern und Kunden. Gerade hier ist der Umstieg in die digitale Welt heute so einfach wie noch nie. Denn es gibt sichere Speziallösungen in der Cloud, die sich rasch einführen lassen. Unternehmen wie BASF, DSM und Syngenta setzen bereits auf eine solche Lösung. Mit Erfolg: Durch die Digitalisierung grundlegender, Compliance-relevante Prozesse beschleunigen Chemieunternehmen die Markteinführung neuer Produkte und fördern somit ihre Innovationsstärke.

Der zweite Schritt: Mit digitaler Transformation zu mehr Nachhaltigkeit

Effizienz und Innovationskraft allein sind heute nicht mehr genug. Chemieunternehmen müssen sich auch neuen Herausforderungen der Kreislaufwirtschaft und der Nachhaltigkeit stellen. Diese lassen sich mit digitalisierten Daten und vereinheitlichten Systemen viel einfacher angehen. Wie das gelingen kann, diskutieren Brancheninsider während der Handelsblatt Tagung Chemie 2020 am Mittwoch, den 2.9.2020, um 10:30 Uhr mit Shawn Steuer, Director Strategy Regulatory bei Veeva: “Forderungen nach gelebter Nachhaltigkeit gehen einher mit dramatisch steigender regulatorische Komplexität. Können verbundene digitalisierte Prozesse auch bei der chemischen Industrie die ökonomische Trendwende einleiten? Um genau diese Frage geht es.” Bis die Digitalisierung wie selbstverständlich zum festen Bestandteil jeder Unternehmensstrategie wird, ist der Austausch mit Experten und Digitalisierungsvorreitern für alle Chemieunternehmen unabdingbar.

Autor: Shawn Steuer, Director Strategy Regulatory bei Veeva.

Während der Handelsblatt Tagung Chemie 2020 diskutieren Brancheninsider am Mittwoch, den 2.9.2020, um 10:30 Uhr wie sich aktuelle Forderungen nach mehr Nachhaltigkeit und Transparenz durch digitale Transformation erreichen lassen. Den Anstoß zur Diskussion gibt Shawn Steuer, Director Strategy Regulatory bei Veeva. Weitere Beiträge zum Informationsmanagement in der Chemie- und Konsumgüterindustrie finden Sie im englischsprachigen Veeva Resource Center.

[1] https://www.handelsblatt.com/journalismus-live/handelsblatt-tagung-die-vormachtstellung-der-deutschen-chemiekonzerne-ist-in-gefahr/24198280.html?ticket=ST-1973360-p4QBY10k7CbShoDXfklQ-ap4

[2] https://veranstaltungen.handelsblatt.com/chemie/blog/interview-mit-frank-jenner-ey-global-chemical-industry-leader-ueber-die-drei-hebel-fuer-organisches-wachstum-in-der-chemieindustrie/

[3] https://assets.ey.com/content/dam/ey-sites/ey-com/de_de/news/2019/06/ey-digichem-survey-2019.pdf?download

[4] https://www.industries.veeva.com/regulatory-management-study-2020?utm_campaign=FY20Q4_NA_Content_Regulatory%20Trends%20Report_Industries&utm_source=HB