Pflicht zur Offenlegung: Die Zeichen in der Altersvorsorge stehen auf grün


von Dr. Henriette Meissner und Per Protoschill

Mit den neuen Offenlegungspflichten für Finanzdienstleister und Vermittler durch die sogenannte Transparenz-Verordnung ist es seit dem 10. März 2021 für Verbraucher einfacher, Nachhaltigkeit in der Altersvorsorge zu erkennen. Ein Fokus für Unternehmen sollte das Thema Nachhaltigkeit in der betrieblichen Altersvorsorge (bAV) sein. Hier gilt die Power-Formel: Betriebsrente = ESG3. Gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen im Hinblick auf die Versorgung für ihre Belegschaften ist ganz im Sinne nachhaltigen Wirtschaftens.

Und mit einer nachhaltigen Kapitalanlage in der bAV wird so eine nachhaltige CSR-Strategie (Corporate Social Responsibility) auch ganzheitlich nachhaltig. Nachhaltigkeitsrisiken wie der Klimawandel sind eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Im Green Deal der Europäischen Kommission ist dazu ein weitreichender Plan angelegt, mit dem Europa bis 2050 der erste klimaneutrale Kontinent werden soll. Ein Erfolgsfaktor dafür ist es, Kapital in nachhaltige Anlagen umzulenken – also Anlagen, die einen positiven Beitrag nach den  sogenannten ESG-Kriterien leisten. Die Bezeichnung ESG steht für: E(nvironment) – Umwelt, S(ocial) – Soziales und G(overnance) – (gute) Unternehmensführung. Ein Element ist die Transparenz-Verordnung der EU, die seit dem 10. März 2021 anzuwenden ist. Durch diese Verordnung können Verbraucher und Unternehmen jetzt schnell erkennen, wie nachhaltig zum Beispiel Altersvorsorgeprodukte sind.

Von Nachhaltigkeit in der Vorsorge profitieren alle
Untersuchungen zeigen: Verbraucher sind an „Nachhaltigkeit und Vorsorge“ interessiert. Sie wollen nachhaltiges Wirtschaften in ihrem Alltag und auch in ihrer Altersvorsorge stärker berücksichtigen.

Auch Unternehmen selbst sind an Nachhaltigkeit interessiert. Eine Nachhaltigkeitsstrategie bringt viele Vorteile. Sie bezieht grundlegende Faktoren für ein langfristig gelingendes Wirtschaften mit ein. Zusätzlich lohnt es sich doppelt, wenn die Unternehmen positiv darüber berichten können. Kunden, Beschäftigte, Investoren und andere Stakeholder richten zunehmend ihren Fokus auf die Nachhaltigkeit von Unternehmen.

Grüne Betriebsrente ist ESG3
Damit sind wir bei einer der ältesten Sozialleistungen der Unternehmen: der Betriebsrente. Die Betriebsrente wird in einem Arbeitsmarkt, der durch Fachkräftemangel gekennzeichnet ist, immer wichtiger. Viele Firmen agieren daher schon heute sozial und eröffnen ihren  Beschäftigten den Zugang zu einer Betriebsrente. Damit sorgen sie für deren soziale Absicherung. Im Sinne der ESG-Kriterien zahlt das auf das S(ocial) ein. Im ersten Schritt kann das eine Betriebsrente, finanziert durch die Beschäftigten, selbst sein. Es geht aber noch mehr S(ocial), wenn der Arbeitgeber freiwillig einen zusätzlichen Beitrag zur Betriebsrente leistet.

Dann stellt sich als nächstes die Frage: Was geschieht mit den Beiträgen? Im Rahmen einer betrieblichen Altersversorgung werden häufig Finanzierungsinstrumente wie zum Beispiel eine Direktversicherung eingesetzt. Und was liegt nun näher als eine nachhaltige Finanzierung der Sozialleistung?

Eine nachhaltig finanzierte bAV rundet die CSR-Strategie des Unternehmens ab. Da der Arbeitgeber für die Gestaltung der Betriebsrente verantwortlich ist, kann er ein passendes Produkt für eine mehrfach nachhaltige Betriebsrente aussuchen, wie zum Beispiel die GrüneRente der Stuttgarter. Neben den Anlagegrundsätzen Sicherheit, Rentabilität und Liquidität beachtet der Versicherer bei diesen Produkten zusätzlich ethische, soziale und ökologische Belange bei der Kapitalanlage. So potenziert sich die Nachhaltigkeit der Betriebsrente – zum Vorteil für Arbeitgeber, Belegschaft, Umwelt und Gesellschaft.

Eine nachhaltig finanzierte bAV rundet die CSR-Strategie des Unternehmens ab.

Dr. Henriette Meissner, Geschäftsführerin Stuttgarter Vorsorge-Management GmbH und Generalbevollmächtigte für die bAV der Stuttgarter Lebensversicherung a.G.
Per Protoschill, Leiter Vertriebsunterstützung bAV und Prokurist der Stuttgarter
Vorsorge-Management GmbH

Fotos: Die Stuttgarter

gruenerleben.stuttgarter.de

Dieser Artikel ist im aktuellen Handelsblatt Journal „Betriebliche Altersversorgung und Kapitalanlage“ erschienen.

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