Category Archives: Statements der Sprecher

Informationszugänglichkeit im Fokus der Vorsorgesituation

Prof. Dr. Hans-Joachim Zwiesler

„Eine ausreichende finanzielle Versorgung für das Alter erfordert individuelle Vorsorge. Das kann der Einzelne aber nur leisten, wenn er einen Überblick über seine Vorsorgesituation im Rentenalter hat, um daraus eigenverantwortlich einen eventuellen zusätzlichen Bedarf zu er-kennen und die dafür notwendigen Schritte einzuleiten. Dies setzt zwangsläufig eine Informa-tion über den aktuellen Stand der eigenen Altersvorsorge voraus, der umfassend, leicht zu-gänglich und gut verständlich ist. Dies zu ermöglichen, ist folglich eine zentrale gesellschaftli-che Aufgabe.“

Prof. Dr. Hans -Joachim Zwiesler ist Vorsitzender des Kuratoriums am Institut für Finanz- und Aktuarwissenschaften GmbH

Das Gutachten zwischen Wunsch und Wirklichkeit

Gundula Dietrich

„Wir haben das Gutachten mit dem Ziel erstellt, einen Weg zu einer zeitnah umsetzbaren Lösung aufzuzeigen. Die Beschäftigung mit den Details, den zahlreichen Stakeholdern und den zu beachtenden rechtlichen Rahmenbedingungen war dabei komplex aber letztlich sind wir überzeugt, dass wir einen guten Weg zwischen Wunsch und Wirklichkeit darstellen können.“

Gundula Dietrich, Partner, Aktuarin DAV / IVS, Aon

Eine perfekte Planung existiert nicht

Prof. Dr. Gert Wagner

„Persoenliche Altersvorsorge umfasst einen Zeitraum von mehreren Jahrzehnten. Da ist nicht alles perfekt planbar, da die Zukunft nun einmal unsicher ist.“

Gert G. Wagner ist Professor fuer Volks-wirtschaftslehre, Senior Research Fellow am Deutschen Institut fuer Wirtschaftsforschung (DIW Berlin); Vorsitzender des Sozialbeirats

Ist das Baukastensystem die Lösung für fehlendes Vertrauen?

Johannes Vogel MdB

„Wir müssen die kapitalgedeckten Altersvorsorge endlich besser machen und das Rentensystem zu einem echten Baukastensystem weiterentwickeln. Denn ohne bessere Kapitaldeckung wird es mit Blick auf die Demographie nicht gehen. Die Doppelverbeitragung in der betrieblichen Altersvorsorge gehört darüber hinaus abgeschafft, denn sie untergräbt das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger bei diesem wichtigen Thema.“

Johannes Vogel MdB, Sprecher für Arbeitsmarkt- und Rentenpolitik der FDP-Bundestagsfraktion, Generalsekretär der Freien Demokraten NRW

Das Drei-Säulen-Modell als Grundlage für ein Standardprodukt

Carsten Linnemann

„Das Drei-Säulen-Modell der Alterssicherung steht unter Druck – bleibt vor dem Hintergrund des demografischen Wandels aber trotzdem richtig. Um seine Akzeptanz zu steigern gibt es viel zu tun: Wir sollten bei den Betriebsrenten schnellstmöglich die doppelten Krankenkassen- und Pflegeversicherungsbeiträge abschaffen. Außerdem müssen wir Riester reformieren. Wir brauchen ein Standardprodukt, das jeder versteht, und ein bürokratiearmes Antrags- und Zulagenverfahren.“

Dr. Carsten Linnemann, MdB, CDU