Digitale Transformation: Banken brauchen Beschleuniger


Von Sven März, Senior Director EMEA Field Services Delphix

Weltweit stehen die IT-Abteilungen der Banken unter Hochdruck. Sie müssen kontinuierlich die digitale Kundenschnittstelle verbessern und Applikationen sowie Abläufe an die neuen Geschäftsmodelle einer digitaler werdenden Welt anpassen – und das nicht erst seit der Pandemie. Außerdem kommen sie nicht umhin, sich gegenüber neuen Akteuren der Bankenbranche zu wappnen, die mit einem Digital-First-Ansatz gestartet sind, wie beispielsweise Fintech-Unternehmen und Neobanken. Das Dilemma: Oft mangelt es den Verantwortlichen an Zeit und Ressourcen den digitalen Anforderungen Schritt zu halten.

Neue Applikationen vs. Starre Strukturen
Doch nicht nur das. Schwierig ist auch der Spagat zwischen dem steigenden Innovationsdruck und dem stabilen Betrieb der bestehenden IT-Landschaft. Deshalb reicht es nicht aus, sich mutig den Herausforderungen des Marktes zu stellen. Vielmehr geht es darum, ein zukunftsweisendes und vor allem praktikables Konzept für die Digitalisierung zu entwickeln – am besten auf Basis eines Portfolios von Werkzeugen und Expertisen, die über dediziertes Branchen-Knowhow im Finanzsektor verfügen. Denn für die CIOs der Banken geht es um nicht weniger als die zukunftsfähige Ausrichtung ihrer IT-Landschaft: Im Fokus stehen neue Geschäftsmodelle sowie die Robustheit ihres «Brot-und-Butter-Geschäfts» und das alles natürlich unter Einhaltung gesetzlicher Regularien.

Aber die Rahmenbedingungen sind durchaus anspruchsvoll: Denn obwohl laut Lünendonk die Investitionsschwerpunkte 2022 in der IT-Modernisierung, Data Analytics, Cyber Security und der Cloud-Transformation liegen werden, haben laut einer aktuellen Studie von PULSE* bisher nur 2 Prozent der Banken alle Open-Banking-Anforderungen umgesetzt; 69 Prozent dagegen haben bisher maximal die Hälfte davon realisiert. Als Grund für diesen Missstand geben die Unternehmen Zeitmangel an sowie die Tatsache, dass sie tagtäglich darum kämpfen, ihre Datenintegrität zu wahren.

Daten als Stolperstein im Transformationsprozess
Es scheint ein Ding der Unmöglichkeit zu sein, den Anforderungen der Zukunft gerecht zu werden und gleichzeitig, ein solides Banken-Business zu betreiben. Daten kommt dabei eine besondere Rolle zu, die über den schnellen Zugriff und Integrität hinausgeht. Daten werden an den unterschiedlichsten Stellen für die digitale Transformation benötigt und der Zugriff muss zügig und einfach möglich sein, aber eben auch sicher und entsprechend der lokalen Regularien. Beispiele hierfür sind alle Bereiche der Applikationsentwicklung, die für die Programmierung und Tests realistische Daten benötigen. Des Weiteren erfordern neue Analyse- und Machine-Learning-Ansätze umfassenden Zugriff auf Produktionsdaten – in vielen Fällen in der Cloud.

Daten sind somit der Schlüssel, Prozesse und Strukturen so umzubauen, dass sich der vorhandene Datenbestand smart und gewinnbringend nutzen lässt. Doch wie geht das? Indem man einen schnellen Datenzugriff auch außerhalb der Produktionsumgebung sicher zur Verfügung stellt und dies als Teil der Datenstrategie betrachtet. Mit entsprechenden Werkzeugen können Daten-Teams entlastet und gleichzeitig die Transparenz und Sicherheit der Datenkopien erhöht werden.

Von A wie Agilität bis Z wie Zuverlässigkeit
Die Vorteile liegen auf der Hand: Spezielle Datentools vereinen nicht nur eine jahrelange Expertise in Sachen Digitale Transformation, sondern können effizient eingeführt und genutzt werden. In Kombination mit Datenschutz-Lösungen beherrschen sie so auch große Datensätze, die für viele Teams im Unternehmen zentral sind, um die Digitale Transformation voranzutreiben. Sie sind in der Lage, eine agile IT-Umgebung zu etablieren und traditionelle Banking-Prozesse auf ein völlig neues Level zu heben. Einer dieser Lösungsansätze wird von Delphix angeboten und kombiniert agiles Datenmanagement mit Datenmaskierung. So können Entwicklungs-, Test- und Analyseprozesse signifikant beschleunigt werden – ein wichtiger Aspekt hin auf dem Weg zu einem höheren Integrationsgrad sowie einem digitaleren Banking-Prozess. Auf diese Art und Weise lassen sich Agilität und Zuverlässigkeit in Einklang bringen und das traditionelle Bankwesen sukzessiv für die Zukunft rüsten.

Fazit
Banken sollten besser heute als morgen für offene, integrative und agile IT-Strukturen sorgen, die es ihnen ermöglichen verfügbare Daten konsequent und umfassend zu nutzen und daraus einen Wettbewerbsvorteil zu entwickeln. Nur wer bereit ist die Schlagzahl an Services und Produkt-Releases zu erhöhen und diesen Prozess auch zuverlässig umsetzen kann, wird wirtschaftlichen Nutzen aus seiner Innovationskraft ziehen

* https://www.delphix.com/infographic/future-banking-open-and-regulated-few-are-prepared