Digital Annealing: die ideale Brücke zum Quantencomputing


Digital Annealing: die ideale Brücke zum Quantencomputing

Quantencomputing – ein Wort, das zum Versprechen wurde. Allerdings eines, dessen Erfüllung aufgrund immenser technologischer Hürden noch einige Zeit auf sich warten lassen wird. Zum Leidwesen nicht zuletzt der Finanzinstitute. Denn gerade Banken und Versicherungen haben eine Fülle von Aufgaben zu bewältigen, für die Quantenrechner prädestiniert wären. Dazu gehören etwa die Portfolio-Optimierung unter besonderer Berücksichtigung der Risiko- und Compliance-Vorgaben oder die Optimierung des Liquiditätsmanagements. Dies sind Aufgabenstellungen, bei denen herkömmliche IT-Systeme häufig unpraktikabel viel Zeit für die erforderlichen Berechnungen benötigen.

Kein Wunder, dass daher die meisten Unternehmen Quantencomputing am liebsten sofort einsetzen würden, wie eine Studie von Fujitsu in Zusammenarbeit mit PAC, a teknowlogy Company, vom Mai 2019 zeigt. Das Problem dabei: Bevor Quantencomputing für Unternehmen praktikabel einsetzbar sein wird, kann gut und gerne noch eine Dekade vergehen. Die digitale Transformation aber findet jetzt und hier statt. Und sie wartet nicht.

So lange, bis Quantenrechner tatsächlich nutzbar sein werden, gilt es, so genannte Brückentechnologien zu nutzen, die zwar keine Quantencomputer, aber davon inspiriert sind. Dazu zählen neuartige Rechnerarchitekturen, wie der Digital Annealer von Fujitsu. Diese Technologie ist bereits heute verfügbar und wird von ersten Unternehmen erfolgreich eingesetzt. Bislang mit herkömmlicher IT nur langwierig (oder gar nicht praktikabel) realisierbare Berechnungen können damit quasi unter Echtzeitbedingungen durchgeführt werden.

Kein Wunder, dass in der zitierten Studie rund 70 Prozent der Teilnehmer im Digital Annealing eine praxisgerechte Brückentechnologie sehen, um einerseits bereits heute von immensen Geschwindigkeitsvorteilen bei komplexen Optimierungsaufgaben zu profitieren und sich andererseits mit überschaubarem Aufwand auf die Ära des Quantencomputings vorzubereiten.

Auch im Finanzsektor nutzen bereits einige renommierte Institutionen im Rahmen entsprechender Proof-of-Concepts das Digital Annealing. Dazu gehört beispielsweise die britische Bank NatWest. Der Digital Annealer unterstützt die Verantwortlichen des Finanzinstituts dabei, hochkomplexe, anspruchsvolle und vor allem zeitkritische Aufgaben bei Finanzinvestitionen zu bewältigen. Die Bank nutzt die Fähigkeiten des Digital Annealings, um ihren Bestand an hochwertigen liquiden Vermögenswerten zu optimieren, einschließlich Bonds, Bargeld und Staatsanleihen.

In Deutschland gehört der main incubator, die Forschungs- und Entwicklungsabteilung der Commerzbank Gruppe, zu den Pionieren. Der main icubator hat kürzlich ein Proof-of-Concept-Projekt im Bereich Kreditportfolio-Management erfolgreich abgeschlossen: Konkret ging es um eine verbesserte Auswahl und Bündelung von Forderungen aus Leasing-Verträgen für Kraftfahrzeuge. Die Digital Annealing-Technologie beschleunigt und optimiert die Bündelung der Forderungen auf Grundlage der relevanten Auswahlkriterien. Dies führt dazu, dass bei der Emission von Wertpapieren die vorhandenen Potenziale gezielter ausgeschöpft werden können. Unterm Strich führt dies zu einer verbesserten Liquiditätssteuerung.

Fazit: Auch, wenn praktikabel nutzbares Quantencomputing noch Zukunftsmusik ist, können Finanzinstitute – aber auch Unternehmen anderer Branchen – bereits heute von davon inspirierten Technologien wie dem Digital Annealing massiv profitieren.

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