Warum Banken enorm von einer modernen IT-Plattform profitieren

Warum Banken enorm von einer modernen IT-Plattform profitieren

Jeanny Paren, Senior Sales Director, Backbase

Banken stehen vor großen Herausforderungen: Sie agieren in einem wettbewerbsintensiven Umfeld, das jederzeit durch Disruptionen umgewälzt werden kann. Die Endkunden werden immer anspruchsvoller und erwarten exzellente digitale Erlebnisse, die sie von den großen Plattformen gewohnt sind. Die Lösung sind Innovationen. Mit der passenden IT können sich Banken auf Innovationen fokussieren, Kosten sparen, die Produktivität der Mitarbeiter erhöhen und zu der Bank werden, die die Menschen lieben.

Der Wettbewerb im deutschen Finanzsektor ist groß: Neben den Privatbanken, Sparkassen und Genossenschaftsbanken buhlen Fintechs wie Neobanken, Neobroker, Krypto-Börsen und große Tech-Unternehmen um Gelder, Daten und Aufmerksamkeit der Verbraucher. In diesem wettbewerbsintensiven Umfeld sind Innovationen für Banken eine starke Möglichkeit, die Margen zu steigern, sich positiv von ihren Marktbegleitern abzuheben und Kunden zu halten bzw. sogar neue Kunden zu gewinnen.

Banken dürfen die Risiken der aktuellen Situation keineswegs unterschätzen und sollten so schnell wie möglich handeln. Der Markt kann jederzeit von extremen Disruptionen komplett umgekrempelt werden. Wie schnell eine neue Technologie eine Branche verändern kann, zeigt ein Beispiel von Google: 2009 führte das Unternehmen die Navigations-App Google Maps für Smartphones ein. Das führte dazu, dass die Marktkapitalisierung der größten GPS-Unternehmen nach nur 18 Monaten um unglaubliche 85 % fiel.

Doch inwiefern helfen Innovationen, den Banken im Wettbewerb zu bestehen und sogar zu wachsen? Ganz einfach: Die Verbraucher vergleichen heutzutage kaum noch Marken, sondern viel mehr digitale Erlebnisse. Die besten digitalen Erlebnisse bekommen sie derzeit auf den Plattformen der (US-)Tech-Unternehmen geboten. Die definieren den Standard und haben dafür gesorgt, dass die Erwartungen der Verbraucher enorm gestiegen sind. Verbraucher wünschen sich exzellente digitale Erlebnisse nun auch für ihre finanziellen Belange. Darüber hinaus entfalten Innovationen auch in anderen Bereichen ihre Wirkung: Beispielsweise lassen sich Kosten senken und die Produktivität der Mitarbeitenden wird gesteigert.

Innovationen sind dringend nötig

Doch zurück zu der Customer Experience: Leider bekommen Endkunden bei vielen Banken nicht die digitalen Erlebnisse, die sie sich wünschen. Die Studie „State of Engagement Banking“ von Backbase und der GFK bringt alarmierende Zahlen zur Kundenzufriedenheit ans Tageslicht: 43 % der Befragten sind unzufrieden mit ihrer Bank. Ein Fünftel aller Befragten (21 %) plant sogar, mit seinem Girokonto zu einer anderen Bank zu wechseln. Besonders hoch sind Unzufriedenheit und Wechselwilligkeit bei den digitalaffinen Jüngeren: Knapp 34 % der 18-29-Jährigen planen, ihr Girokonto zu einer anderen Bank umzuziehen.

Innovationen bedeuten also nicht einzelne exotische Features, sondern umfassende Neuerungen im Digital Banking. Das wirft die Frage auf, wie Banken Innovationen am besten entwickeln und umsetzen. Denn derzeit verhindern veraltete Back-End-Systeme und eine monolithische Infrastruktur im Front End umfassende Neuerungen. Die Legacy IT verunmöglicht Innovationen.

Eine Plattform für jetzige und künftige Herausforderungen

Eine smarte Lösung für eine grundlegende Modernisierung und weitere Innovationen ist Einkauf und Implementation einer Engagement-Banking-Plattform (EBP). Die Plattform wird auf bestehende Systeme wie das Kernbankensystem und das CRM aufgesetzt. Das bietet gleich mehrere Vorteile: Erstens können die Legacy-Systeme weiter betrieben werden, es herrscht kein Druck, dort neue Lösungen einzuführen. Zweitens modernisiert eine EBP alle Aspekte des Digital Bankings für die Bankkunden – und das schnell. Sie liefert beispielsweise vorkonfigurierte Customer Journeys und schlüsselfertige Banking Apps und Web Interfaces für die Bankkunden, die Kreditinstitute nur noch an ihr Design anpassen müssen.

Drittens schafft eine EBP ein neues, starkes Fundament, auf dem Banken dann besser als je zuvor Innovationen realisieren können. Denn eine EBP und ihre Customer Journeys, Apps und Web Interfaces werden von ihrem Anbieter kontinuierlich weiterentwickelt. So können die Produkte und Services einer Bank, die auf der EBP laufen, schnell, flexibel und mit geringem Aufwand an die sich ständig ändernden Anforderungen und Kundenwünsche angepasst werden. Natürlich entwickelt ein EBP-Anbieter seine Plattform im engen Austausch mit den Kunden weiter. Banken können also Einfluss auf neue Features nehmen. Zudem katapultiert eine EBP eine Bank ins Open-Banking-Zeitalter: Neue Systeme und Partner können komfortabel über APIs angebunden werden.

Accelerated Build – Innovationen schnell und unkompliziert

Banken, die auf eine EBP setzen, profitieren vom „Accelerated Build“-Ansatz: Die Engagement-Banking-Plattform modernisiert schnell die grundlegenden Aspekte des Digital Bankings für die Bankkunden. Alle Standard-Prozesse sind schlüsselfertig und laufen über eine Plattform mit bester User Experience. Das spart Kosten, Zeit und bietet den Kunden das digitale Erlebnis, das sie sich wünschen. Und weil eine Engagement-Banking-Plattform von ihrem Anbieter kontinuierlich weiterentwickelt wird, müssen Banken keine Ressourcen dafür aufwenden, dass ihre EBP auch in Zukunft zur Wertschöpfung beiträgt.

Durch dieses Leistungsspektrum versetzt eine EBP Banken in die Lage, sich vollkommen auf die Innovationen zu konzentrieren, mit denen sie sich positiv abheben. Diese Innovationen werden außerdem von der Engagement-Banking-Plattform gefördert: Ein sauberes Datenmodell und APIs ermöglichen es dem Team einer Bank, schnell und einfach neue digitale Banking Journeys zu erstellen. So optimieren Banken ihre Wertschöpfung, während sie gleichzeitig ihre Kunden in den Mittelpunkt stellen und die Frage beantworten: Wie können wir das Leben unserer Kunden wirklich verbessern?