7. Zertifikatslehrgang

Der Restrukturierungs- und Sanierungsberater

Inklusive der neuen Anforderungen nach ESUG und den Aufgaben eines CRO Handelsblatt Zertifikatslehrgang15. bis 19. Juni 2015, Köln

Programm

15. JUNI 2015

Der Restrukturierungsprozess und aktuelle Anforderungen

1 Unternehmensrestrukturierung heute:

  • Gesamtwirtschaftliches Umfeld
  • Die Rolle der Sanierungsberatung in Deutschland
  • Krisenzyklen und deren Auslöser
  • Sanierung versus Restrukturierung: Unterschiede & Gemeinsamkeiten
  • Krisenmanagement mit Banken und Finanzinvestoren
  • Operative versus finanzielle Restrukturierung
  • Neue Alternativen im Insolvenzrecht/ESUG

2 Planungsmodell – von der Analyse bis zur operativen Restrukturierung

  • Phasen der Unternehmenskrise im Überblick: Ursachen und Wirkung
  • Funktionalität: Wirksamkeit von Krisenfrüherkennungsund Risikomanagement-Modellen
  • Planungsmodelle der Restrukturierung und Sanierung
  • Situationsanalyse und Krisenursachen erkennen (Ertragslücke, Liquiditätslücke, Krisenursachen, Transparenz)
  • Integriertes Restrukturierungs- und Sanierungskonzept inkl. Sofortmaßnahmen: Voraussetzung für die bilanzielle, operative und strategische Restrukturierung
  • Umsetzung: Stakeholder-, Projekt- und Maßnahmen-Management
  • Zukunfsfähigkeit: Monitoring und Controlling zur Sicherstellung der Zielerreichung

3 Die neue und erweiterte Rolle des CRO:

  • Kernkompetenzen eines CRO
  • Innerbetriebliche Positionierung des CRO
  • Externe Schnittstellen des CRO: Bank, Lieferanten, Kunden
  • Interne Schnittstellen: Finanz- & Rechnungswesen, Personal- & Betriebsrat
  • Zusammenarbeit mit der Geschäftsleitung
  • Anforderungen an den CRO nach den neuen ESUG-Richtlinien
  • Konkrete Übung

IHRE REFERENTEN
Dr. Dr. Stefan Hohberger,
Geschäftsführer, MaCC - Management Crisis Control GmbH
Daniel Mair, Partner, Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Am ersten Abend lädt das Hotel Sie herzlich zu einem gemeinsamen Umtrunk ein. Lernen Sie die anderen Trainings-Teilnehmer kennen und tauschen Sie Ihre Erfahrungen aus.

16. JUNI 2015

Rechtliche Fragestellungen rund um Restrukturierung und Sanierung

1 Haftung von Organen und Beratern in der Krise und in der Insolvenz

  • Gestiegenes Risiko einer Inanspruchnahme oder Strafverfolgung bei gescheiterten Sanierungen
  • Wesentliche zivil- und strafrechtliche Haftungsrisiken
  • Haftung der Organe in der Insolvenz, insbesondere bei (vorläufiger) Eigenverwaltung
  • Maßnahmen zur Haftungsvermeidung (Krisen-Compliance)

IHR REFERENT
Dr. Andreas Spahlinger,
Partner, Gleiss Lutz

2 Insolvenzrecht kompakt unter Berücksichtigung des ESUG

  • Grundsätze des Insolvenzverfahrens, Gründe für eine Insolvenz
  • Antragspflicht und Antragsrecht des Schuldners
  • Antragsfrist und Insolvenzverschleppung, Form und Inhalt des Antrags
  • Schuldner- und Gläubigerantrag

Rechtliche Rahmenbedingungen und Fortführung bei Insolvenz:

  • Chancen und Risiken des Insolvenzplanverfahrens
  • Sonderrechte und Pflichten sowie typische Störfälle der Sanierung
  • "Prepackaged Plan": Eigensanierung optimal begleiten
  • Bescheinigung im ESUG

IHR REFERENT
Prof. Dr. Rolf-Dieter Mönning,
Rechtsanwalt und Insolvenzverwalter, Mönning & Georg Rechtsanwälte

3 Die doppelnützige Treuhand

  • Typische Ausgangssituation für die doppelnützige Treuhand
  • Rechtliche Struktur der doppelnützigen Treuhand
  • Steuerrechtliche Rahmenbedingungen für die doppelnützige Treuhand
  • Unternehmensführung/Corporate Governance im Rahmen der Treuhand
  • Unternehmensverkauf aus der Treuhand: Key Factors für erfolgreichen Verkaufsprozess
  • Option des Schutzschirmverfahrens aus der Treuhand
  • Bewertung der Treuhand als Restrukturierungsinstrument

IHR REFERENT
Andreas Ziegenhagen,
Rechtsanwalt, Wirtschaftsprüfer, Steuerberater Managing Partner Germany, Dentons LLP

4 Arbeits- & Sozialrecht: Personalwirtschaftliche Entscheidungen

  • Änderungskündigung und Recht der betriebsbe dingten Kündigung: Gewichtung der Sozialkriterien, Sonderkündigungsschutz
  • Brennpunkt: Betriebsänderung, Interessenausgleich und Sozialplan
  • Umgang mit Umstrukturierungen im Entgeltbereich
  • Pensionsverbindlichkeiten und Versorgungsanwartschaften
  • Definition Betriebsübergang
  • Inhalte von Interessenausgleich und Sozialplan
  • Arbeitsrecht im ESUG-Verfahren

IHR REFERENT
Dr. Burkard Göpfert, LL.M.,
Rechtsanwalt und Partner, Baker & McKenzie

Ihr Abend zur freien Verfügung – unser Tipp: Machen Sie einen Stadtbummel.

17. JUNI 2015

Operative Restrukturierung/Ratingsysteme/Sanierungssteuerrecht

1 Die operative Restrukturierung: Analyse & Handlungsoptionen

  • Strategie: Profitable Geschäftsbereiche, SWOT-Analyse
  • Einkauf: Lieferantenbündelung, Konditionenoptimierung
  • Produktion & Produktivität: Make or Buy, Produktportfolio
  • Vertrieb, Working Capital
  • Verwaltung und Organisation
  • Sachkosten, Controlling, Personal

IHR REFERENT
Dr. Stefan Weniger,
Partner, hww-Gruppe und Geschäftsführer, hww Unternehmensberater GmbH

2 Bankinterne Ratingsystematik für Unternehmen

  • Aufsichtsrechtliche Anforderungen
  • Ratingsystematik als Betriebsgeheimnis
  • Vorteilhaftigkeit weitgehender Transparenz
  • Qualitative und Quantitative Bewertungskriterien
  • Auswirkungen von (negativen) Ratingveränderungen

IHRE REFERENTIN
Stephanie Ernst,
Executive Director, Portigon AG

3 Aktuelle Brennpunkte des Sanierungssteuerrechts

  • Grundlagen des Sanierungssteuerrechts
  • Sanierungserlass, Verlustvorträge, Mindestbesteuerung
  • Debt-Equity-Swap, Forderungsverzicht, Hybride Finanzierungen
  • Handlungsoptionen und Empfehlungen
  • Anforderungen an ein Sanierungssteuerrecht

IHR REFERENT
Michael Hermanns,
Wirtschaftsprüfer, Steuerberater, BUTH & HERMANNS Wirtschaftsprüfer Steuerberater

Die "Halbzeit" des Lehrgangs rundet ein gemeinsames Abendessen ab.

18. JUNI 2015

IDW S6/finanzielle Restrukturierung/M&A

1 IDW S6: Anforderungen an Sanierungskonzepte

  • Darstellung der Ausgangslage des Unternehmens
  • Maßnahmen zur Bewältigung der Krise
  • Prognose-/Planungszeitraum: 3 – 4 Jahre abbilden
  • Integrierte Ergebnis-, Finanz- und Vermögensplanung
  • Wettbewerbs- und Renditefähigkeit
  • IDW S6 und ESUG

IHR REFERENT
Bernhard Steffan,
Wirtschaftsprüfer, Steuerberater, Partner, Ebner Stolz Mönning Bachem

2 Die finanzielle Restrukturierung: Analyse & Handlungsoptionen
a. Bilanz, GuV und Jahresabschluss analysieren:

  • Krisenursachen in der Bilanz ermitteln
  • Schlüsselgröße Liquidität richtig einschätzen
  • Wichtige Bilanz-Positionen und deren Bedeutung
  • Vermögensstruktur und -werte einschätzen
  • Bedeutung der Gewinn- & Verlustrechnungen
  • Cashflow & Ertragsfähigkeit
  • Wichtige Kennzahlen und Benchmarks
  • Analyse von finanzwirtschaftlichen Zusammenhängen

b. Finanz-, Vermögens- & Ertragssituation unter der Lupe

  • Sammlung und Aufbereitung wesentlicher Basisinformationen
  • Suche nach den Krisensymptomen und der Krisenursache
  • Analyse der Finanzsituation des Unternehmens
  • Finanzierungsstruktur analysieren
  • Ergebnissituation bewerten
  • Liquiditätssituation korrekt einstufen
  • Rentabilitätskennzahlen
  • Analyse der Unternehmensstruktur
  • Anforderungen an die Datenqualität

c. Restrukturierung der Passivseite

  • Maßnahmen identifizieren und umsetzen

d. Working Capital Management optimieren

  • Optimierung des Cashmanagements
  • Forderungsmanagement unter Kontrolle halten

e. Liquiditäts- und Finanzplanung aufstellen

  • Anforderungen an Planung und Prognosen
  • Fortführungsprognose

IHR REFERENT
Dr. Rainer Doll, Partner,
WTS Consulting GmbH

3 M&A und Restrukturierung im Schutzschirmverfahren

  • Die Bedeutung des M&A Prozess im Schutzschirmverfahren
  • Restrukturierungsmaßnahmen vs. M&A
  • Schutzschirmverfahren – ein Wertevernichter im M&A Prozess? – Lösungsansätze –
  • Verkauf von Shares aus dem Schutzschirmverfahren vs. Pfandverwertung
  • Die Bedeutung des CRO im Sanierungsprozess"

IHR REFERENT
Dr. Jan-Markus Plathner,
Partner, Brinkmann & Partner Rechtsanwälte Steuerberater, Insolvenzverwalter

19. JUNI 2015

Das Restrukturierungskonzept: Inhalt, Aufbau und Erstellung

1 Aufbau eines Restrukturierungsprogramm

  • Inhalt und Aufbau
  • Phasen festlegen
  • Ziele und Maßnahmen auf Konsistenz prüfen
  • Maßnahmenkatalog erstellen
  • Ziele festlegen
  • Einzelmaßnahmen definieren
  • Ergebnisverbesserungsprogramm überlegen
  • Operative und strategische Maßnahmen definieren
  • Komplexe Restrukturierungsprogramme zusammenführen
  • Konzepterstellung

2 Planspiel: Erstellung eines Restrukturierungskonzepts
Methodik: Die Teilnehmer sind nun gefordert, das Gelernte direkt in die Praxis umzusetzen. Sie erhalten eine Darstellung eines in Schieflage geratenen Unternehmens. In Arbeitsgruppen analysieren Sie gemeinsam mit dem Seminarleiter verschiedene Unternehmensbereiche und fügen diese Teile zu einem ersten Restrukturierungskonzept zusammen. Im Fokus stehen dabei:

  • Krisenursachen identifizieren
  • Kostensenkungsmaßnahmen festlegen
  • Verbesserungsprogramm- & Maßnahmenkatalog erstellen
  • Innovation und Wachstum: Strategische Neuausrichtung definieren
  • Unternehmens- und Finanzplanung aufstellen

3 Praxisbericht: Projektplanung und -steuerung Wertvolle Praxistipps für die Umsetzung von Restrukturierungsprozessen:

  • Offene Kommunikation pflegen. So machen Sie Betroffene zu Beteiligten
  • Klug verhandeln: Banker und andere Stakeholder ins Boot holen
  • Wirksames Restrukturierungscontrolling aufbauen: So stellen Sie die Erfolge und Effekte sicher
  • Effekte messen: Was hat die Maßnahme wirklich gebracht?
  • Erfolge berichten: Zielgruppenorientiertes Reporting aufbauen

IHRE REFERENTEN
Dr. Dr. Stefan Hohberger,
Geschäftsführer, MaCC - Management Crisis Control GmbH
Ralf Liebrich, Chief Restructuring Officer, Management Link GmbH

Wir wünschen Ihnen, dass Sie viel wichtiges Wissen mitgenommen haben und gut nach Hause kommen. Führen Sie noch Abschlussgespräche bei dem gemeinsamen Mittagessen.

IHR ZEITPLAN AN DEN EINZELNEN AUSBILDUNGSTAGEN

8.30 – 9.00 Empfang mit Kaffee und Tee, Ausgabe der Financial Training Unterlagen
9.00 – 10.30 Intensives Arbeiten
10.30 – 11.00 Pause mit Kaffee und Tee
11.00 – 12.30 Intensives Arbeiten
12.30 – 13.30 Gemeinsames Mittagessen
13.30 – 14.30 Intensives Arbeiten
14.30 – 15.00 Pause mit Kaffee und Tee
15.00 – 17.00 Intensives Arbeiten

Der letzte Tag endet mit einem Mittagessen um 13.00 Uhr.