Bio-Food und kompostierbare Verpackungen – Nachhaltigkeit erobert den Convenience-Bereich


Gesunde Convenienceprodukte im Kühlregal

Der Convenience-Bereich bekommt in den vergangenen Jahren einen immer größeren Einfluss in unseren Essgewohnheiten. Neben der kommerziellen Verwendung in der Gastronomie, um Arbeitsabläufe bei gleich bleibender Qualität zu verkürzen, finden sich immer mehr Privathaushalte, die Convenience in ihren Speiseplan integrieren. Zugleich achten aber viele Leute auf die Nachhaltigkeit der Lebensmittel, was weniger zum industriellen Massenprodukt passt. So versuchen die Hersteller schon heute, die kritischen und besser informierten Konsumenten zu begeistern. Insbesondere Start-Ups bieten aktuell viele Produkte an, die den neuen Ansprüchen Rechnung tragen. Wir haben einige Beispiele dazu zusammengestellt.

Verbraucher greifen immer öfter zu Bio-Produkten

Ein wichtiger Aspekt von nachhaltigen Convenience-Produkten ist die biologische Herkunft des Inhalts. Bio-Gemüse und Bio-Fleisch sind inzwischen eher die Regel als die Ausnahme. Doch auch die Wiederentdeckung von saisonalen Produkten und vergessenen Kulturpflanzen bestätigt den Eindruck, dass man auch im Convenience-Bereich ganzheitlich denken kann. So bietet das Start-Up HEMPTASTIC mit seinem Erfrischungsgetränk eine neue Art der Hanfpflanzennutzung. Der Nutzhanf ist eine der ältesten Kulturpflanzen und wird schon seit Jahrhunderten für verschiedenste Produkte verwendet. Aber die Blätter und Blüten können auch zu Säfte gepresst werden, die die Basis von HEMPTASTIC bilden. Die übrigbleibenden Hanffasern sind vollständig recyclebar.

Ein anderes Thema ist die Vermeidung von Abfall. Das kann sich auf Material der Verpackung beziehen, nachhaltig ist aber auch die Verwendung von aussortierten Lebensmitteln, die durch kleine Macken nicht in den Supermarkt kommen. Das Start-Up Dörrwerk versucht gegen die Verschwendung anzukämpfen, in dem es aussortierte Lebensmittel, insbesondere Obst, püriert und zu einem Fruchtpapier verarbeitet. Dieses beinhaltet zu 100 Prozent Obst und ist somit vegan, laktose- und glutenfrei.

Nachhaltige Verpackungen werden immer wichtiger

Auch die Vermeidung von Verpackungsmüll nimmt eine immer größer werdende Rolle ein. Ein Problem gerade bei Tankstellen ist die Ausgabe von Coffee-To-Go-Bechern, die für eine erhebliche Menge Müll auf den Tankstellen und in der Landschaft sorgen. Mehrweg-Systeme und dauerhaft nutzbare Kaffeebecher, wie es sie schon in vielen Cafés gibt, können eine Lösung sein. Die Konsumenten kaufen sich für einen Betrag einen Becher, den sie mehrfach verwenden können. Später ist auch eine Rückgabe möglich, so dass man seinen Pfandbetrag zurück bekommt. Auch durch Kapselautomaten entsteht schlecht recyclebarer Müll, der vermeidbar ist. Ein Hersteller für Teekapseln, die in Nespresso-Maschinen verwendet werden können, setzt auf biologisch abbaubaren Rohstoffe. So wird Lignin, ein Abfallprodukt der Holz- und Papierindustrie verwendet, dass Mikroorganismen zu Kohlendioxid, Methan, Wasser, Biomasse und Mineralien zersetzen können. Dies geschieht auf dem heimischen Kompost. Damit sind die Kapseln nachhaltig und umweltschonend.

Diese Beispiele zeigen, dass Convenience nachhaltig sein kann und auch werden muss, um neue Käuferschichten für sich zu begeistern. Einige der vorgestellten Produkte können Sie live auf der Handel und Wandel 2018 erleben. Aber auch in den Vorträgen wird sich der Trend nachhaltiger Produkte wiederfinden.

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