Deloitte Accelerated M&A Studie 2018


Beitragsbild Deloitte M&A Studie

Automotive und Handel rücken weiter in den Fokus

Aufgrund positiver wirtschaftlicher Rahmenbedingungen erwarten die befragten Experten eine stagnierende Anzahl von Transaktionen in Sondersituationen sowie ein stabiles Bewertungsniveau. Jedoch sind branchenspezifische Faktoren weiterhin von hoher Wichtigkeit.

Die Studie

Die Veräußerung von Vermögensgegenständen bzw. Tochterunternehmen ist für Unternehmen in Sondersituationen („Accelerated M&A“) oftmals die letzte Chance, um die Zahlungsfähigkeit zu erhalten und eine drohende Insolvenz abzuwenden. Dies führt in der Regel zu Verbesserungen im Bereich der Liquidität sowie der Eigenkapitalausstattung. Das Ziel der jährlichen Deloitte-Studie ist es mit Hilfe einer Expertenbefragung Trends, Erwartungen und Entwicklungen auf dem deutschen Accelerated M&A-Markt zu identifizieren, um einen Ausblick auf die kommenden 12 Monate in Bezug auf dieses spezielle Marktumfeld zu geben.

Erkenntnisse

Im Vergleich zum Vorjahr erwarten die Experten zunehmend eine stagnierende Anzahl an Transaktionen in Sondersituationen. Dies ist auf die positiven wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zurückzuführen – per Februar 2018 befindet sich der ifo-Geschäftsklimaindex auf einem sehr hohen Niveau, da der gestiegene Welthandel zu steigenden Investitionen führt und niedrige Arbeitslosenquoten die Konsumlaune der Bevölkerung steigern. Auch das Bewertungsniveau von Accelerated M&A-Targets wird als stabil eingeschätzt. Entscheidend für die Bewertung sind nach wie vor ein plausibler Businessplan, technologisches Know-how sowie die branchenspezifische Situation des Zielunternehmens. Risiken ergeben sich insbesondere bei Branchen mit sich ändernden Geschäftsmodellen, insbesondere in den Branchen Handel, Textil und Bekleidung sowie Automotive. Die Branchenexpertise der involvierten Berater ist demnach wichtiger denn je. Nur so kann ein schlüssiges Restrukturierungskonzept mit konkreten Maßnahmen erstellt werden, das die Erfolgsaussichten des Unternehmens aufzeigt. Unterstützend wirken hierbei zudem eine umfassende Datenaufbereitung sowie eine schnelle Investorenansprache. Unverändert erwarten die Experten den Schwerpunkt auf vor-insolvenzlichen Transaktionen im Bereich Accelerated M&A. Vor der Insolvenz ergeben sich Chancen aus der höheren Flexibilität, allerdings auch Risiken in Form von der Übernahme potenzieller versteckter Verbindlichkeiten im Rahmen eines Share Deals.

Forschungsdesign

Für die jährliche Deloitte-Studie wird ein standardisierter Fragebogen verwendet. Im Rahmen der diesjährigen Accelerated M&A Studie wurden ca. 2.600 Experten kontaktiert. Diese stammen mit 42% überwiegend aus Kreditinstituten. Weitere 25% sind in der Private Equity-Branche tätig, 21% im Bereich Insolvenzverwaltung. Die übrigen 12% verteilen sich auf Positionen im höheren Management von Unternehmen, sind CROs oder Unternehmensberater. Die Studie wird einmal jährlich zu Beginn eines jeden Kalenderjahres durchgeführt und verschafft einen fundierten Ausblick auf dieses spezielle Marktsegment in Deutschland für die jeweils kommenden 12 Monate.

 

 

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