Mit Innovationen den Unterschied machen


Dr. Stefan Simianer

Dr. Stefan Simianer, Geschäftsführer Forschung & Entwicklung von AbbVie Deutschland und Vice President International Pharmaceutical Development

Die Entwicklung von komplexen Biologika, wie den monoklonalen Antikörpern, war vor rund 30 Jahren ein Meilenstein in der Medizin.[1] Heute stehen sie zur Behandlung einer Vielzahl von Erkrankungen wie zum Beispiel Rheuma, Schuppenflechte, Krebs oder Multipler Sklerose zur Verfügung[2] und haben seither die Lebensqualität von vielen Menschen verbessert. Nur ein Beispiel: Patienten mit rheumatoider Arthritis haben dank moderner Biologika ca. 50 % weniger Arbeitsunfähigkeitstage als Patienten ohne eine entsprechende Therapie.[3]

Hoher Bedarf an neuen medizinischen Innovationen bleibt

Trotz dieser enormen medizinischen Fortschritte gibt es nach wie vor einen hohen Bedarf an neuen, innovativen Therapiemöglichkeiten. Einige Patienten sprechen nur unzureichend auf die zur Verfügung stehenden Behandlungsmöglichkeiten an oder können mit diesen nicht zufriedenstellend therapiert werden.[4] Bei etwa 30 % der Menschen mit rheumatoider Arthritis, die mit einem Biologikum behandelt werden, ist die Krankheitsaktivität nicht ausreichend unter Kontrolle.4 Und für manche chronischen Erkrankungen gibt es bisher noch keine Medikamente, mit denen Ärzte die Krankheitsaktivität ihrer Patienten verlangsamen, stoppen oder umkehren können.[5] Eine Herausforderung für die Gesundheitsversorgung liegt somit in der Erforschung innovativer Therapien für diese bislang ungedeckten medizinischen Bedürfnisse.

AbbVie hat sich der Innovation verpflichtet

Damit Patienten und Ärzten auch in Zukunft neue und wirksame Therapien zur Verfügung stehen, muss weiter an neuen, innovativen Wirkansätzen geforscht werden. Biosimilars sind aus unserer Sicht keine Erweiterung des Therapiespektrums für die Behandlung von Patienten. Aus diesem Grund stehen wir bei AbbVie für 100 % Innovation. Forschung und Entwicklung hat bei uns den höchsten Stellenwert.

Allein im Jahr 2015 hat AbbVie etwa 18,7 % des Umsatzes in die Erforschung neuer Behandlungsoptionen investiert.[6] Gemessen an seiner Bruttowertschöpfung[7] hat AbbVie Deutschland eine F&E-Intensität von 80,2 %.[8] Das ist vier Mal höher als der Branchendurchschnitt. In AbbVies Pipeline befinden sich derzeit ca. 30 % Biologika.6 Bis 2020 werden 20 neue Zulassungen und Indikationserweiterungen für die derzeit in der Entwicklung befindlichen Wirkstoffe erwartet, beispielsweise in den Bereichen Hepatitis C, Immunologie, Onkologie und Erkrankungen des zentralen Nervensystems.8 Damit möchten wir unseren Teil zur Verbesserung der Versorgungssituation beitragen und Patienten und Ärzten auch in Zukunft neue, innovative Medikamente für die Behandlung bisher ungelöster medizinischer Herausforderungen anbieten.

Zusammenspiel aller Akteure im Gesundheitswesen essenziell

Damit Patienten von einer bestmöglichen Therapie und von Innovationen profitieren können, ist die verantwortungsvolle Zusammenarbeit aller Akteure im Gesundheitswesen notwendig, also zwischen Politik, Krankenkassen, Ärzten und der Pharmaindustrie. Dadurch können aus unserer Sicht die drei wichtigsten Ziele für eine nachhaltige Versorgung erreicht werden: die kontinuierliche Entwicklung von Innovationen, eine angemessene Therapie auf Basis medizinischer Kriterien und ein wirtschaftliches Gesundheitssystem.

[1] Liu J. The history of monoclonal antibody development – Progress, remaining challenges and future innovations. Ann Med

Surg (Lond). 2014 Dec; 3(4): 113–116.

[2] Paul-Ehrlich-Institut: Monoklonale Antikörper. Im Internet unter: http://www.pei.de/DE/arzneimittel/immunglobuline-monoklonale-antikoerper/monoklonale-antikoerper/monoklonale-antikoerper-node.html; zuletzt abgerufen am 23.11.2016

[3] van Vollenhoven RF et al., Arthritis Care Res 2010; 62: 226–234

[4] Rubbert-Roth and Finckh A, Arthritis Research & Therapy 2009, 11(Suppl 1):S1.

[5] Ava K. Kiser, OD and Peter J. Pronovost, MD, PhD, JAMA. 2009 Apr 22; 301(16): 1708–1709.

[6] AbbVie Daten und Fakten zur Pipeline, Stand Oktober 2016. Im Internet unter: http://www.abbvie.de/content/dam/abbviecorp/de/docs/factsheets/Factsheet_AbbVie_Pipeline.pdf

[7] Leistungsbeitrag eines Unternehmens zum Bruttoinlandsprodukt

[8] AbbVie Chronisch Umdenken. Neue Impulse zum Umgang mit chronischen und schweren Erkrankungen, S.17, Stand 2014. Im Internet unter: http://www.abbvie.de/content/dam/abbviecorp/de/docs/Unternehmensbroschuere_AbbVie_Deutschland.pdf