Statements

Folgende Statements geben Ihnen einen Einblick in die Diskussionen der Jahrestagung Pharma 2017

Der Markt für Biopharmazeutika auf Wachstumskurs

Dr. Stefan SimianerAls Geschäftsführer eines forschenden BioPharma-Unternehmens bin ich davon überzeugt, dass die Erforschung und Entwicklung neuer und verbesserter Therapien für die Patienten und den medizinischen Fortschritt entscheidend sind. Wir setzen konsequent auf Innovation – denn nur so können wir einen echten Unterschied machen.Dr. Stefan Simianer, Geschäftsführer Forschung und Entwicklung, AbbVie Deutschland
Dr. Andreas EberhornBiosimilars können den Ausgabenanstieg bei Biopharmazeutika kappen und so die Versorgung nachhaltig sichern. Die Pipelines der Unternehmen sind gut gefüllt, jetzt müssen auch Krankenkassen und Kassenärztliche Vereinigungen eine aktive Rolle spielen, um die Chancen mit Biosimilars zu nutzen.Dr. Andreas Eberhorn, Mitglied des Vorstandes, Hexal

Stimmen aus der Pharma Branche

Stefan RinnDas Geschäftsmodell der forschenden Pharmafirmen ist weltweit unter immensem Druck – die Finanzierung der Gesundheitssysteme wird zunehmend schwieriger, auch in Deutschland. Zur Lösung der vor uns stehenden Probleme braucht es Kooperationen – zwischen Krankenkassen, Ärzten und der pharmazeutischen Industrie.Stefan Rinn, Vorsitzender der Geschäftsführung Boehringer Ingelheim Deutschland GmbH
Lisa JüngstBewusstsein und Vertrauen schaffen sind in unserem Business die entscheidenden Faktoren.Lisa Jüngst, Vorstand, NanoRepro AG
Frank LucaßenModerne Netzwerke sind in der Lage einen erheblichen Beitrag für die Gesundheitsversorgung zu liefern, da sie nicht nur qualitativ hochwertige Therapien ermöglichen, sondern den Patienten auch völlig neue Leistungen bieten.Frank Lucaßen, Executive Vice President, Geschäftsführer, Fresenius Kabi Deutschland GmbH
Dr. Martin ZentgrafDeutschland wird zur No-go-Area für Innovationen bei chronischen Erkrankungen. Hier muss dringend nachgebessert werden.Dr. Martin Zengraf, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes der Pharmazeutischen Industrie e. V., Berlin; Sprecher der Geschäftsführung, Desitin Arzneimittel GmbH

Stimmen aus Politik, Wissenschaft und von Leistungsträgern

Martina Stamm-Fibich MdBFür mich ist wichtig, dass der Zugang von Patientinnen und Patienten zu hoch wirksamen Arzneimitteln erleichtert und die Behandlungskosten deutlich gesenkt werden. Aufgrund des wissenschaftlichen Fortschritts gewinnen biotechnologisch hergestellte Arzneimittel immer mehr an Bedeutung. Rund jeder fünfte Euro wird heute bereits in Biopharmazeutika umgesetzt. Deshalb ist es entscheidend, dass Ärztinnen und Ärzte umfassend über Biosimilars und deren Versorgungs- und Einsparpotenzial informiert werden. Es zeigt sich, dass bislang vor allem diejenigen KV-Regionen einen Nutzen aus den Biosimilars ziehen, in denen sich Krankenkassen und Kassenärztliche Vereinigungen auf konkrete Zielvereinbarungen für Biosimilars geeinigt haben. Diese regionalen Maßnahmen, die sich bislang bereits in einzelnen Regionen als „best practice“ erwiesen haben, sollten bundesweit ausgeweitet werden. Martina Stamm-Fibich MdB, SPD Berichterstatterin der SPD-Bundestagsfraktion für Arzneimittel, Medizinprodukte, Heil- und Hilfsmittel
Dr. Antje HaasDie Krankenkassen hoffen sehr, dass das neue Arztinformationssystem entscheidend zur bestmöglichen Beratung und Auswahl der Pharmakotherapie für die Patienten beiträgt. Ärzte sollen sich schnell, gründlich und jederzeit aktuell informieren können. Dr. Antje Haas, Abteilungsleiterin Arznei- und Heilmittel, GKV – Spitzenverband
Tim SteimleArzneimittel wirken in ganz Deutschland gleich. Deshalb setzt das Arzneimittelmanagement der Techniker auch auf bundesweiteinheitliche Lösungsansätze!Tim Steimle, Leiter Fachbereich Arzneimittel, Techniker Krankenkasse
Peggy BeinlichDie Konstellation eines europäisch harmonisierten Zulassungsverfahrens bei weitgehend nationalen Erstattungsregeln erzeugt zwangsläufig Friktionen, die durch eine gute gemeinsame Beratung im Vorfeld der Planung der pivotalen Studien wenn zwar nicht verhindert, so doch vermindert werden. Peggy Beinlich, Fachgebietsleiterin, Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte
Prof. Dr. Jürgen WasemEuropäische Vergleichspreise sind ein hilfreiches Kriterium für die Schiedsstelle bei der Preisfindung für AMNOG-Arzneimittel.Prof. Dr. Jürgen Wasem, Lehrstuhl für Medizinmanagement, Universität Duisburg-Essen

Digitale Revolution der Pharmabranche

Johannes SolzbachWir sind der festen Überzeugung, dass wir mit existierenden Ressourcen weitaus mehr wissenschaftliche Innovationen fördern müssen, um globale Herausforderungen zu meistern.Johannes Solzbach, Co-Founder & CEO – Clustemarket
Dr. Johannes JacubeitMedizin steht vor dem größten Paradigmenwechsel, den dieses Fach je gesehen hat. Die Stadt Hamburg gestaltet die Zukunft der medizinischen Versorgung mit Hilfe von mobilen TechnologienDr. Johannes Jacubeit, Founder und CEO, connected-health.eu
Sebastian GaedePharma scheitert meist nicht an der Erstellung von Digitalangeboten, sondern an deren Etablierung.Sebastian Gaede, Gründer und Geschäftsführer MyTherapy / smartpatient gmbh
Dr. Urs-Vito AlbrechtGesundheits-Apps bergen die Chance, Gesundheit aus dem sterilen Umfeld von Arztpraxis und Krankenhaus nach Hause, in die Lebenswirklichkeit, zu holen. Diese Nähe setzt Vertrauen voraus und entsprechende Lösungen müssen dieses Vertrauen auch verdienen!Dr. Urs-Vito Albrecht, Medizinische Hochschule Hannover, Peter L. Reichertz Institut für Medizinische Informatik der Technischen Universität Braunschweig und der Medizinischen Hochschule Hannover
Michael GamberWir haben im Merck Innovation Center ein Accelerator Programm entwickelt, das den Teilnehmern neben finanzieller Unterstützung auch ganz praktische Hilfe in Form von individuellen Coachings, Mentorings sowie den Zugang zu unserer Community bietet. Wir profitieren bei der engen Zusammenarbeit mit den Startups durch tiefe Einblicke in neue, relevante Geschäftsfelder, Trends und – last but not least – den kulturellen Austausch.Michael Gamber, Leiter Merck Innovation Center
Lars KalfhausDie Digitalisierung im Gesundheitswesen (Digital Health) eröffnet neue Zukunftsperspektiven mit dem Potential eine kosteneffizientere und effektivere Gesundheitsversorgung zu gestalten. Dies gilt insbesondere für chronische Krankheiten, unter ihnen Diabetes als eine der herausforderndsten Indikationen sowohl für die Gesundheitssysteme, Sozialsysteme und Wirtschaft als auch für die Betroffenen selbst. Das besondere Profil von Digital Health-Lösungen im Vergleich zu bekannten Innovationen wie Arzneimitteln und Medizinprodukten setzt bei allen Marktteilnehmern ein Umdenken voraus, das eine Transformation der heutigen Gesundheitssysteme und Geschäftsmodelle mit berücksichtigt.Lars Kalfhaus, Geschäftsführer, Roche Diabetes Care Deutschland GmbH

Aktuelle rechtliche Rahmenbedingungen

Alexander BadleGesetz zur Bekämpfung von Korruption im Gesundheitswesen stellt sämtliche Akteure des Gesundheitsmarktes – stärker als bisher – vor die Herausforderung, die Spielregeln eines lauteren Wettbewerbs zu beachten. Die Strafverfolgungsbehörden stehen ihrerseits vor der Aufgabe, die neuen Straftatbestände der Bestechlichkeit und Bestechung im Gesundheitswesen ebenso effizient wie praxistauglich anzuwenden. Dies ist wichtig, da das Strafrecht auch ein wirksames Schutzinstrument für den lauteren Wettbewerb im Gesundheitsmarkt sein soll. Hierzu bedarf es der Akzeptanz der Marktteilnehmer.Alexander Badle, Oberstaatsanwalt, Zentralstelle für die Bekämpfung von Vermögensstraftaten und Korruption im Gesundheitswesen
Prof. Dr. Stefan HusterDas Spannungsverhältnis von Arzneimittelsicherheit und schnellem Zugang zu innovativen Arzneimitteln bleibt eine Herausforderung für das Arznbeimittelrecht.Prof. Dr. Stefan Huster, Lehrstuhl für Gesundheitsrecht, Ruhr-Universität-Bochum
Peter KalbDie berufsrechtlichen Regelungen der §§ 30 ff. Muster-BO bieten Ärztinnen und Ärzten In Deutschland genügend Anhaltspunkte, sich bei entsprechender berufrechtskonformer Handlungsweise auch strafrechtlich einwandfrei zu verhalten.Peter Kalb, Rechtsreferent, Leiter der Rechtsabteilung, Bayerische Landesärztekammer