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Rückblick auf die Handelsblatt Jahrestagung Strategiemeeting Lebensversicherungswirtschaft 2016

31. August bis 2. September 2016, Köln

In seinem Eröffnungsvortrag übermittelte Norbert Heinen, Vorstandsvorsitzender der Württembergischen Lebensversicherung, den 80 Führungskräften der Branche drei wesentliche Botschaften:

  1. Solvency II kann in Widerspruch mit sozialpolitischen Zielen und flexibler Sozialpolitik, die nicht alle Entwicklungen der Zukunft vorwegnimmt, stehen.
  2. In der aktuellen Zinssituation sind die Vorteile des Kapitaldeckungsverfahrens gegenüber dem Umlageverfahren nicht klar sichtbar. Die Branche sollte sich diesbezüglich auf ernsthafte zukünftige politische Diskussionen einstellen.
  3. Der überwiegende Teil der Kosten der Lebensversicherungswirtschaft liegt im Vertrieb. Ohne eine Neuerfindung der Vertriebsformen wird es die Branche schwer haben. Eine reine Neuaufstellung im Produktbereich wird nicht ausreichen, die Probleme der Lebensversicherungswirtschaft zu lösen.

Dr. Kay Schaumlöffel, Abteilungsleiter für Lebensversicherung und Kapitalanlage bei der BaFin sprach anschließend zum Thema „Die deutsche Lebensversicherung in Zeiten von Solvency II und LVRG“. Er berichtete, dass die BaFin vor einigen Wochen erste zusammengefasste Branchenzahlen veröffentlicht hätte. Jedoch keine Zahlen über Einzelunternehmen. Alle deutschen Lebensversicherer hätten zum 1.1.2016 den Solvency II Anforderungen nachkommen können. Im Ergebnis könnte man sagen, dass die Eigenmittelsituation der deutschen Lebensversicherer insgesamt recht gut sei. Jedes Lebensversicherer müsse ab kommenden Jahr die ersten individuellen Solvency II-Zahlen in einer Solvenzbilanz nach Zeitwertbetrachtung veröffentlichen, so Schaumlöffel. Die Bafin sieht das als Herausforderung für die Branche.

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Digitalisierung, Big Data und künstliche Intelligenz – Quo vadis, Versicherer?

Joachim Geiberger

Joachim Geiberger, CEO, Morgen & Morgen

Der Versicherungsmarkt befindet sich in einem drastischen Wandel. Sowohl der Kostendruck bei Versicherungsunternehmen als auch die Niedrigzinsphase bei gleichzeitig erhöhten aufsichtsrechtlichen Anforderungen wie Solvency II beherrschen die Branche. Die Digitalisierungswelle erhöht zusätzlich die Geschwindigkeit und setzt Unternehmen und Vertriebe immens unter Handlungsdruck. Continue reading

Moderne flexible Rente: selbst gemischt – perfekt abgestimmt

bierbaum

Dr. Jürgen Bierbaum, Stellv. Mitglied des Vorstandes,  Alte Leipziger Lebensversicherung

Viele Kunden tun sich schwer mit der Entscheidung für eine klassische oder eine fondsgebundene Rentenversicherung: Klassische Produkte stehen für Sicherheit und Garantie, haben jedoch durch das Niedrigzinsumfeld an Attraktivität verloren. Demgegenüber bieten fondsgebundene Produkte Chancen; die damit möglicherweise verbundenen Risiken möchten allerdings viele Menschen für ihre Altersvorsorge vermeiden. Die Vorteile beider Welten vereint das neue Rentenversicherungsprodukt AL_RENTEFlex der ALTE LEIPZIGER. Continue reading

Lebensversicherungsprodukte im Umbruch – wohin geht die Reise?

Dr. Guido Bader

Dr. Guido Bader, Mitglied des Vorstands, Stuttgarter Lebensversicherung a.G.

Niedrigzinsphase, Digitalisierung, Lebensversicherungsreformgesetz, Betriebsrentenstärkungsgesetz – mit jeder neuen Entwicklung wird allseits die bevorstehende Revolution in der Lebensversicherung postuliert. Nur, wann kommt sie denn nun, die Revolution? Bislang haben wir allenfalls „Revolutiönchen“ gesehen.

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Sicherheit = Garantie?

Prof. Dr. Jochen Ruß

Prof. Dr. Jochen Ruß ist Geschäftsführer des Instituts für Finanz- und Aktuarwissenschaften

Vor dem Hintergrund der aktuellen Niedrigzinsphase wird oft behauptet, dass Altersvorsorgeprodukte mit Garantien grundsätzlich nicht mehr sinnvoll seien, weil Garantien zu teuer sind. In dieser Pauschalität ist diese Aussage natürlich schlicht falsch. Dennoch sind oft „zu viele“ oder „die falschen“ Garantien in Altersvorsorgeverträgen beinhaltet. Dies liegt daran, dass kein Unterschied zwischen (nomineller Kapital-)Garantie und Sicherheit gemacht wird.

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Digitale Revolution

„Die digitale Revolution ist in vielfacher Hinsicht fantastisch für die Entwicklung von Unternehmen, und zwar sowohl für Start-ups wie auch die der etablierten Unternehmen gleichermaßen. Und dies gilt nicht nur für Produkte und Services, sondern auch für Zusammenarbeitsmodelle und den sich verändernden Führungskulturen.“

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Kann die Qualtität der Beratung gehalten werden?

Thorsten Teichmann

IDD ist vom Misstrauen des Gesetzgebers gegenüber Anbietern und Beratern geprägt. Die gute Absicht des Gesetzgebers eine faire Beratung mit einer fairen Vergütung zu verbinden wird nicht erreicht. Beispiele sind das Verbot der Honorarberatung für Makler oder auch das Provisionsabgabeverbot. Beide Verbote werden nicht im Sinne der Verbraucher sein.

Thorsten Teichmann  |  Geschäftsführer  |  Partner, Aon Hewitt

 

Einfluss des Betriebsrentenstärkungsgesetzes

„Die derzeit spannende Frage ist, wie die voraussichtlichen Änderungen des Betriebsrentenstärkungsgesetzes den bAV Markt verändern werden. Dies insbesondere mit Blick auf den Markt für Versorgungen auf Basis der Förderungen des §3.63 EStG, und die Implikationen für Versicherer und Vertriebe. Ebenso spannend ist die Frage, welche realistischen Erwartungen an die reine Beitragszusage zu richten sind.“

Dr. Patrick Dahmen, Mitglied des Vorstandes, AXA Konzern

Der Kunde im Mittelpunkt

Prof. Dr. Matthias Beenken

Versicherer müssen sich anlässlich der IDD-Umsetzung durchgängig kundenorientiert neu organisieren und Sparten-Silos aufbrechen. Ein tiefes Verständnis des Kundenbedarfs, entsprechend qualifizierte Mitarbeiter/-innen bei weitem nicht mehr nur im Außendienst sowie eine kundengerechte Beratungsphilosophie sind notwendig.

Prof. Dr. Matthias Beenken, Fachhochschule Dortmund

 

Die Neuordnung der bAV nimmt Schwung auf

studie-reform

Im Juni 2016 hat Oliver Wyman eine umfassende Studie mit Perspektiven zum Versicherungsmarkt im Jahr 2025 veröffentlicht. Einige Kernhypothesen dieser Studie betrafen die tiefgreifenden Veränderungen, die die Industrie durch eine Reform der betrieblichen Altersversorgung (bAV) erfahren könnte.

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Neue Produkte notwendig

Dr. Guido Bader

„Die Niedrigzinsphase und die politische Diskussion um die Altersvorsorge verändern die Produktlandschaft der deutschen Lebensversicherer substantiell. Garantien sind auf dem Rückzug, neue kapitalmarktnahe Produkte werden immer komplexer. Welche Produkte verkauft die Branche übermorgen?“

Dr. Guido Bader, Mitglied des Vorstandes, Stuttgarter Lebensversicherung