Sind intelligente Maschinen und Roboter die besseren Menschen? – 10 Experten-Statements


Panel Intielligente Maschinen

Sind die Visionen von der Super-Intelligenz, die die Menschheit verdrängt, berechtigt oder übertrieben? Welche Art von KI erleben wir gerade? Und welche Rolle spielt Künstliche Intelligenz in der deutschen Wirtschaft? Wir haben die Statements der Experten des Panels Sind intelligente Maschinen und Roboter die besseren Menschen? für Sie zusammengefasst.

Im Rahmen der Handelsblatt Jahrestagung Strategisches IT-Management im Januar 2018 diskutierten Experten aus Forschung, Wirtschaft und Journalismus über die (zukünftige) Rolle von Künstlicher Intelligenz für unsere gesamte Gesellschaft und die deutsche Wirtschaft im Speziellen.

Was muss passieren, dass intelligente Maschinen in die Digitalisierungsstrategien in Unternehmen jeglicher Größe bedacht wird?
Erhalten sie wertvolle Insights in KI-Best Practices bei der nächsten
Handelsblatt Jahrestagung Strategisches IT-Management im Januar 2019 in München.

 

Teilnehmer des Panels
Sind intelligente Maschinen und Roboter die besseren Menschen?

  • Prof. Dr. oec. HSG Oliver Bendel, Hochschule für Wirtschaft FHNW
  • Prof. Dr. Dr. Eric Hilgendorf, Lehrstuhl für Strafrecht, Strafprozessrecht,
    Rechtstheorie, Informationsrecht und Rechtsinformatik sowie Leiter der
    Forschungsstelle RobotRecht, Julius-Maximilians-Universität Würzburg
  • Prof. Dr.-Ing. habil. Alois C. Knoll, Lehrstuhlinhaber für Echtzeitsysteme
    und Robotik, Technische Universität München, Fakultät für Informatik, und
    wissenschaftlicher Direktor, fortiss GmbH
  • Dr. Ole Wintermann, Senior Projektleiter, Co-Founder, Blogger,
    Bertelsmann Stiftung
  • Moderation:
  • Prof. Dr. Walter Brenner, Direktor, Institut für
    Wirtschaftsinformatik, Universität St. Gallen
  • Christof Kerkmann, Redakteur, Unternehmen und Märkte,
    Handelsblatt

 

 

Expertenmeinung zum Thema intelligente Maschinen

„Auch wenn gerade die Branchenführer gerne behaupten, dass wir bei dem Thema KI schon sehr weit sind, denke ich: Wir sind von der Singularität noch ein gutes Stück entfernt.”

Alois C. Knoll, Human Brain Project

Aus der juristischen Sicht macht es in der KI viel Sinn, schon im Vorfeld das empirische Wissen zur Kenntnis zu nehmen und sowohl mit Technikern als auch Sozialwissenschaftlern zu reden und zu überlegen, ob es neuer Regelungen im Umgang mit Maschinen bedarf.

Prof. Dr. Dr. Eric Hilgendorf

Unsere heutigen Maschinen sind aus moralischer Sicht Fundamentalisten. Sie schlagen immer ein bestimmtes Buchs mit bestimmten Regeln auf und halten sich starr an diese Regeln.

Prof. Dr. oec. HSG Oliver Bendel

Maschineller Moral wird immer etwas fehlen, was Menschen auszeichnet – im Guten wie im Schlechten. Ihnen wird Empathie fehlen, ihnen wird aber auch Emotionalität fehlen, die in manchen Situation zu nichts Gutem führt.

Prof. Dr. oec. HSG Oliver Bendel

Der deutschen Mittelstand braucht jetzt noch gar nicht das Geld für komplett neue IT-Systeme mit Künstlicher Intelligenz. Aber es fehlt gerade an der Denke, den digitalen Virus in die  Unternehmen zu holen und so die eigenen Geschäftsmodelle selbst zu zerstören, damit es nicht anderen tun.

Dr. Ole Wintermann, Senior Projektleiter, Co-Founder, Blogger,
Bertelsmann Stiftung

Die deutsche Wirtschaft hat ein kulturelles Problem. In vielen Unternehmen gibt es keine Bereitschaft, sich konstruktiv und offen mit der Digitalisierung auseinanderzusetzen. Da werden Urängste weitertransportiert, der Führungsstil und Kommunikation nicht angepasst. Wenn wir dies nicht erforschen und messen, wird man in eine Falle laufen.

Prof. Dr. Walter Brenner, Direktor, Institut für Wirtschaftsinformatik, Universität St. Gallen

Wollen Sie eine beängstigende Zahl hören? 60% der deutschen Unternehmen haben keine Homepage.

Prof. Dr. Walter Brenner, Direktor, Institut für Wirtschaftsinformatik, Universität St. Gallen

Deutschlands Erfolgsstories müssen auch erzählt werden. Jeder sollte wissen, dass der einzige Dienst, der wirklich maschinell übersetzen kann, aus Deutschland kommt.

Prof. Dr. Walter Brenner über DeepL

Ich saß neulich im Flugzeug und der Pilot sagte: „Es ist dichter Nebel, ab jetzt übernimmt der Computer.”  Überall sah ich nur bestürzte Gesichter. Dabei ist das Praxis seit zwanzig Jahren. Aber wenn man es den Leuten ins Gesicht sagt, kommt das nicht gut.

Dr. Ole Wintermann, Senior Projektleiter, Co-Founder, Blogger,
Bertelsmann Stiftung

Ich arbeite seit 38 Jahren in der IT und höre seit dem ersten Tag, dass Informatik und Automatisierung Arbeitsplätze vernichtet. Es sind immer wieder neue Aufgaben entstanden oder sie haben sich verändert. Ich bin der Ansicht, dass Technologie Arbeitsplätze schafft und sie nicht vernichtet.

Prof. Dr. Walter Brenner