Immobilienwerterhalt mit Put Optionen und optimierten ETF-Sparplänen


Immobilienwerterhalt

Gegenwärtig wird das Investieren in Immobilien statt in Vorsorgeprodukte bevorzugt. Der innere Wert einer Immobilie unterliegt den Schwankungen von representativen Immobilien Indizes. Der Taktwechsel zwischen Bullen- und Bärenmärkten ist gleichverlaufend mit den analogen Bewegungen von Indizes in Aktienmärkten. Es besteht eine hohe positive Korrelation für Trends sowie für mathematisch berechnete Wendepunkte (W1,…,W5) in diesen beiden Märkten.

Abbildung 1

Der in Abbildung 1 breit diversifizierte iShares STOXX Europe 600 Real Estate UCITS ETF (blau) folgt dem DAX (rot). Zum Schutz von Immobilienwerten in Negativphasen können effiziente DAX-Put-Optionsscheine beim Wechsel von Bullen zu Bärenmärkten verwendet werden. Damit mildert der Immobilieninvestor seine Abhängigkeit von fallenden Aktienmärkten. Beabsichtigt der Investor zusätzliche Kapitalreserven zu schaffen, so können zussätzlich Call-Optionsscheine am Start von Bullenmärkten eingesetzt werden.

Mehr Liquidität bei Immobilien durch optimierte Aktien-ETF-Sparpläne

In Zeiten des Niedrigzinses sind Immobilienrenditen für renditehungrige Investoren oft eine perfekte Lösung, die durch gute Sparpläne mit dem Ziel der Diversifizierung und Renditesteigerung noch attraktiver werden kann. Die Wendepunktbestimmung führt zu neuem Sparverhalten. Steht der Wendepunkt am Anfang eines neuen Bärenmarktes, sollte der Sparer sich mit dem Kauf von neuen Anteilen eher zurückhalten bis der nächste Wendepunkt einen neuen Bullenmarkt signalisiert. Sind Wendepunkte nicht bekannt, dann ist „cost averaging“ eine risikooptimierte Einkaufslösung. Das Sparguthaben ist die Sammelstelle
für gekaufte Fondsanteile. In Standard Fonds Sparplänen wird der Sparer hinsichtlich seines Sparguthabens zum Buyer&Holder des Fonds. Durchschnittliche Haltezeiten von 8 Jahren für Investmentfonds waren 1960 typisch. Seit dem Jahr 2010 hat sich durch neue Marktrhythmen die Haltezeit auf weniger als 6 Monate verkürzt. Diese kontinuierliche Umstrukturierung muss auch im Sparguthaben aus Gründen des Risiko und Renditemanangements berücksichtigt werden.

Abbildung 2

Big Finance Data wird zum langfristigen Aufbau von Sparplänen mit mathematischer Risikoanlyse kombiniert. Risikominimierte und hoch diversifizierte ETFs werden als Wachstumskomponenten benutzt (z.B.DAX, MDAX, MSCI World). Eine sich laufend verändernde Beimischung von Sicherheitskomponenten (z.B. REXP, Gold, Öl) ist zum „entrisiken“ unbedingt notwendig. Durch die effektive Minimierung von ETF-Drawdowns sowie von Korrekturen entstehen anleihe-ähnliche Aktien Produkte mit geringer Volatilität. Die Abbildung 2 zeigt als Sparplanbeispielfonds den MDAX, (schwarze Zeitreihe). Mit der Risikooptimierung wird auch gleichzeitig
eine „Renditeoptimierung“ für den MDAX Sparplan (rot) erreicht. Die gelbe Zeitreihe entspricht dem Standard-MDAX-Sparplan, so wie dieser im Sparplanmarkt angeboten wird. Das in diesem Beispiel eingezahlte Spargeld (blaue, gepunktete Linie) entspricht einem Anfangskapital von € 100.000 sowie wöchentlichen Sparraten von € 250. Die modified Dietz Rendite beträgt 11,42% im Vergleich zur zeitgewichteten Rendite (BVI Methode) von 12.56% für den risikominimierten MDAX Sparplan (rot). Das Maximum-Drawdown für den Sparplan (rot) beträgt -11,25% und für der Standard Sparplan (gelb) -45,96%. Der gemanagte Sparplan (rot) liegt nie unter den eingezahlten Sparbeträgen (blau) wohingegen der Standardsparplan 154 Wochen unter dem eingezahlten Kapital verbringt. Der Standard Sparplan benötigt fünf Jahre, um nicht mehr unter das eingezahlte Kapital zu fallen.

Abbildung 3

Kapital nach Abzug der Spareinlagen

Die Abbildung 3 zeigt die Entwicklung des „risiko- und renditeoptimierten“ Sparguthabens (rot) nach Abzug aller Einzahlungen. Zusätzlichen Einnahmen stehen dem Investor nach 9,16 Jahren neben den Mieteinnahmen
für das Immobilienmanagement zur Verfügung. Die horizontale Skala entspricht dem Anfangskapital von € 100.000 und den wöchentlichen € 250 Sparbeträgen vom 02-03-2007 bis zum 29-04-2016. Die vertikale Skala zeigt das Wachstum des Netto-Sparguthabens. Endstand des Sparplans ist € 271.670 freies Kapital am Ende April 2016.

Dieter GirmesVon Dieter Girmes, ADA Allgemeine Datenanalyse GmbH


Titel Handelsblatt Journal Immobilienwirtschaft Juni 2016Diesen und weitere Fachartikel zu aktuellen Entwicklungen am Immobilienmarkt finden Sie Im Handelsblatt Journal Immobilienwirtschaft Juni 2016.

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