Überschüsse der GKV sorgen für Diskussionen


17. Handelsblatt Jahrestagung „Health“
26. und 27. November 2012, Pullman Berlin Schweizerhof

Programm: http://bit.ly/healthpr2012

  • Forderungen nach Prämienauszahlungen werden laut
  • Steht das Ende des Einheitsbeitrags bevor?
  • 50 Experten diskutieren über Zukunft des deutschen Gesundheitssystems

Berlin/Düsseldorf, 6. August 2012 . Im deutschen Gesundheitssystem brodelt es. Die Praxisgebühr für Arztbesuche von zehn Euro pro Quartal wird bereits seit längerem diskutiert. Gegner bemängeln, dass die 2004 eingeführte Gebühr ihre Steuerungswirkung verfehlt habe. Die Überschüsse der gesetzlichen Krankenkassen heizen die Diskussion weiter an. Trotz einem Plus von rund 20 Milliarden Euro profitieren die Beitragszahler der GKV nicht davon. Kritiker fordern Leistungsverbesserungen und Prämienzahlungen für die Versicherten und ein Ende des gesetzlichen Einheitsbeitrags von 15,5 Prozent ist im Gespräch. Der gesundheitspolitische Sprecher Jens Spahn (CDU/CSU) erklärte gegenüber dem Handelsblatt (20.06.2012): „Solide Finanzen sind die beste Sozialpolitik. Aber wir erwarten auch, dass die reichen Kassen endlich ihre Versicherten in Form von Prämien-Ausschüttungen beteiligen.“ Dr. Maximilian Gaßner (Bundesversicherungsamt) erklärt indessen gegenüber dem Veranstalter EUROFORUM: „Die aktuellen Überschüsse der gesetzlichen Krankenversicherung sind eine Momentaufnahme und nicht Ausdruck einer Trendwende.“ A uf der 17. Handelsblatt Jahrestagung „Health“ (26. und 27. November 2012, Berlin) diskutieren Dr. Gaßner und Spahn zusammen mit 5 0 weiteren hochrangigen Akteuren aus der Gesundheitswirtschaft und der Politik über die Zukunft des deutschen Gesundheitssystems.

50 Experten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft beim Gesundheitstreff

Annette Widmann-Mauz (Bundesministerium für Gesundheit) wird Stellung zu GKV-Überschüssen und Gesundheitsfonds nehmen und die nächsten Schritte der Regierung vorstellen. In der anschließenden Diskussionsrunde mit Spahn, Prof. Dr. Dr. Karl Lauterbach (SPD), Kathrin Vogler (Die Linke), Birgitt Bender (Die Grünen) und Heinz Lanfermann (FDP) werden die aktuellen Entwicklungen im Krankenhaussektor und im Arzneimittelmarkt diskutiert. Details über eine mögliche Regelung der GKV-Überschüsse erörtern Dr. Cornelius Erbe (vfa), Dr. Andreas Köhler (Kassenärztliche Bundesvereinigung) und Prof. Dr. Herbert Rebscher (DAK-Gesundheit).

Inwieweit die Niederlande als Vorbild für den deutschen Krankenversicherungs-Markt dienen können, berichtet Geert Jan Hamilton, Generalsekretär des Senats der Niederlande und Experte für Gesundheitspolitik. Anschließend diskutieren Jürgen Graalmann (AOK-Bundesverband), Dr. Volker Leienbach (Verband der Privaten Krankenversicherung e.V.) sowie Dr. Christoph Straub (Barmer GEK) und Dr. Jürgen Fedderwitz (Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung) über die Zukunft der GKV und PKV. Aktuelle Zahlen zum Umsatz und zur Entwicklung der deutschen Gesundheitswirtschaft im internationalen Vergleich liefert Dieter Schweer (Bundesverband der Deutschen Industrie e.V.).

Bayern mit seiner Initiative „Bavaria – A better state of health“ genießt als Gesundheitsstandort weltweit großes Ansehen. Andreas Ellmaier (Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit) stellt den Gesundheitsstandort Bayern vor.

Das vollständige Programm ist abrufbar unter: http://bit.ly/healthpr2012

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