Obama auf der Hannover-Messe: der TTIP-Beschleuniger


Obama Hannover Messe

US-Präsident Barack Obama besucht im April die Hannover Messe und will TTIP vorantreiben. Die deutsche Industrie begrüßt dieses Zeichen und sieht gute Chancen, dass das Transatlantische Freihandelsabkommen zustande kommt.

Obama will für TTIP kämpfen

Die deutschen Maschinen- und Anlagenbauer begrüßen die Nachricht, dass Barack Obama im April gemeinsam mit Angela Merkel die Hannover Messe eröffnen wird und dort für TTIP werben will. Obamas Besuch ist der erste eines US-Präsidenten bei der weltgrößten Industriemesse, die USA sind 2016 als offizielles Partnerland vertreten. Das Zustandekommen des Transatlantischen Freihandelsabkommens ist einer der letzten großen Punkte auf der Agenda, die Barack Obama vor dem Ende seiner Präsidentschaft in die Wege leiten will.

„Die Zusage Obamas ist ein großartiges Signal für die internationale Strahlkraft der HANNOVER MESSE“, gibt Dr. Jochen Köckler, Vorstandsmitglied der Deutschen Messe AG in einer Mitteilung bekannt. „Und das Timing ist perfekt: Die USA haben sich im Zuge ihrer Re-Industrialisierung zu einem höchst attraktiven Geschäftspartner für die Industrie entwickelt und sind etwa für den deutschen Maschinen- und Anlagenbau mittlerweile Exportmarkt Nummer eins. “

Nicht nur die Industrie, sondern auch die deutsche Politik stellt sich immer entschlossener hinter das Transatlantische Handelsabkommen TTIP. Nach der CDU gab Ende 2015 die SPD-Basis ihr Ja-Votum für TTIP und auch CETA, das Abkommen für EU und Kanada ab, sofern die privaten Schiedsgerichte aus den Abkommen eliminiert würden. Bundeswirtschaftsminister Gabriel sieht durch die Entscheidung eine wichtige Hürde in Richtung Verabschiedung der Verträge genommen.