Windenergieprojekte im Griff | #hbenergie-Expertenbeitrag von Annett Rötschke (WSB Unternehmensgruppe)


Windenergieprojekte im Griff | #hbenergie-Expertenbeitrag von Annett Rötschke (WSB Unternehmensgruppe)

Annett Rötschke, Leiterin Unternehmenskooperationen, WSB Unternehmensgruppe

Vier Expertentipps für Stadtwerke und regionale Energieversorger

Für lokale und regionale Stromversorger gehört die Windenergienutzung zu einem regenerativen Energiemix dazu. Die Anforderungen an Projektplanung, -finanzierung und -realisierung sind in den vergangenen Jahren jedoch nicht einfacher geworden. Durch die Zusammenarbeit mit kompetenten Partnern aus der Windenergiebranche lassen sich Fallstricke vermeiden, die Geld, Zeit, Image und Nerven kosten.

1. Professionell in den Planungs- und Genehmigungsprozess starten

Die Entwicklung eines Windenergieprojektes lässt sich nicht mit der Planung eines konventionellen Kraftwerks vergleichen. Gut beraten ist, wer bereits zu Beginn des Projekts oder in den entscheidenden Projektphasen Unterstützung durch erfahrene Kooperationspartner sucht. Expertise in allen Planungs- und Genehmigungsbelangen, ein gut funktionierendes Netzwerk und vertrauensvolle Kontakte zu Genehmigungsbehörden bringen ein Projekt in allen Bereichen maßgeblich voran.

2. Für Rotmilan, Eremitenkäfer und Fledermäuse individuelle Lösungen finden

Natur- und Artenschutzbelange können ein Windenergieprojekt zeitlich stark verzögern oder im schlimmsten Fall sogar ganz kippen. Um den hohen Anforderungen gerecht zu werden, bedarf es einer fachgerechten Umweltplanung. Dazu gehören die avifaunistische Erfassung, die Erstellung von Umweltverträglichkeitsprüfungen und betriebsbegleitenden Schutzkonzepten, die Festlegung von Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen sowie die Bearbeitung von Stellungnahmen und Abstimmungen mit Behörden.

3. Da geht noch mehr: Windparklayout optimieren

Professionelle Windmessungen erhöhen die Prognosesicherheit. Die richtige Interpretation der Windmessdaten und der sich daraus ergebende Feinschliff bei der Auswahl der Anlagentypen entscheiden darüber, ob ein Windpark das Optimum erbringt. Von akkreditierten Gutachtern erstellte TR6-konforme Windgutachten schützen vor Fehlinvestitionen in einen geplanten Standort, verbessern die Finanzierungsbedingungen und steigern den Wert des gesamten Projekts. Letztendlich sind fundierte Daten unverzichtbare Voraussetzungen für maßgeschneiderte Windpark- Lösungen und den erfolgreichen wirtschaftlichen Betrieb.

4. Akzeptanz bei Kommunen und Anwohnern schaffen

Um die Zustimmung der Menschen vor Ort zu werben, ist eine Selbstverständlichkeit. Dass die Akzeptanz jedoch nicht automatisch durch intensive Gespräche erreicht wird, weiß jeder, der die Materie kennt. Echte Vorbehalte gegenüber der Windenergie lassen sich nur mit viel Einfühlungsvermögen und kreativen Ideen aus dem Weg räumen. Solide konzipierte Bürgerbeteiligungen, die Anwohner und Kommunen am Ertrag des Projekts beteiligen, können zu einer Zustimmung auf breiter Ebene führen. Welche Bedeutung das gesamte Themenfeld inzwischen hat, lässt sich daran ermessen, dass es derzeit auch auf politischer Ebene diskutiert wird. Mecklenburg-Vorpommern hat als erstes Bundesland ein Bürgerbeteiligungsgesetz erlassen.

Unsere Einschätzung:

Stadtwerke und Energieversorger sind zukünftig als Betreiber von Windenergieanlagen wichtige Player, wenn es darum geht, die Energiewende in Deutschland weiter voranzubringen. Ihre lokale Verankerung und die Beziehungen in die kommunale Politik sind dafür entscheidende Faktoren. Bei der Umsetzung ihrer Ziele im Bereich der Windenergienutzung kann es sehr hilfreich sein, erfahrene Kooperationspartner wie WSB einzubinden, die fundiertes Know-how, ein gut funktionierendes Netzwerk und ein vertrauensvolles Verhältnis zu den Genehmigungsbehörden mitbringen.

Newsletter Energiewirtschaft 02/2016

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