Smart Home Revival – Angebote für den Menschen hinter dem Stromzähler schaffen


Smart Home Revival – Angebote für den Menschen hinter dem Stromzähler schaffen
Advertorial
In dem Bestreben, ihre Produktportfolien um digitale Angebote zu erweitern, rückt für einige Energieversorger momentan ein Geschäftsfeld wieder in den Fokus, das mancher nach erstem Anlauf mit mäßigem Erfolg schon ad acta gelegt hatte. Smart Home – das intelligente und vernetzte Zuhause von Privatkunden – hat das Potenzial, zum Nukleus für datenbasierte Geschäftsmodelle und Kundenangebote der Energiewirtschaft von morgen zu werden. So bietet es nicht nur die Möglichkeit, den Kunden mit seinen Gewohnheiten und Bedürfnissen anhand einer Vielzahl generierter Daten besser zu verstehen. Vielmehr bildet es die Plattform im privaten Umfeld des Kunden, um ihm neue Services anbieten zu können und die Kundeninteraktion enger und positiver zu gestalten, als es eine Jahresrechnung per Post erlaubt. Personalisierte Energiespartipps in Echtzeit und Fernüberwachung mit Wartungs- und Notfallservice für die Heizung sind nur zwei Beispiele.

Während die Marktprognosen seit Jahren optimistisch sind, wartet die Branche seit jeher darauf, dass das Geschäftsfeld die entsprechende Traktion im Markt bekommt. Inzwischen mehren sich die Anzeichen, dass es nun so weit ist. Neue Marktteilnehmer wie Amazon, Google und Apple haben das Thema für sich entdeckt und drängen aggressiv in den Markt. Auch in Deutschland finden sich positive Beispiele – so hat der in München ansässige Smart Home Spezialist tado° inzwischen gut 50 Mio. Euro Risikokapital eingesammelt und sieht sich selbst als europäischen Marktführer für intelligente Klimalösungen.

Anbieter wie Amazon sollten dabei eher als sprichwörtlicher Türöffner ins private Zuhause betrachtet werden und weniger als direkte Konkurrenten. Die Antwort auf die Frage, warum ein Kunde sich eine Smart Home Lösung von seinem Energieversorger anstatt von Amazon und Co. kaufen solle, muss in einer gut zu verteidigenden Marktdifferenzierung liegen. EVU sollten sich auf Anwendungen wie Verbrauchstransparenz und Wärmesteuerung fokussieren. Diese können sie glaubwürdig vertreten und perfektionieren – anstatt zu versuchen, sich mit Sicherheit/Überwachung und Gesundheit von Anfang an breit aufzustellen. Partnerschaften mit Spezialisten sind dabei ein vielversprechender Weg. Nur so kann langfristig eine Marktpositionierung ggü. Anbietern aus den Bereichen Telekommunikation, Automobilwirtschaft, Assekuranz und Unterhaltungselektronik gelingen, die alle mit ähnlichen Angeboten auftreten. Kunden können dank immer besser untereinander vernetzter Plattformen die besten Einzellösungen am Markt für jeden Anwendungsfall kaufen. „Alles aus einer Hand“ ist daher kein attraktives Wertversprechen mehr.

Was zählt ist Geschwindigkeit, um mit einem fokussierten Angebot schnell möglichst viele Haushalte zu besetzen. So können Energieversorger in den nächsten zwei bis drei Jahren die strategische Basis schaffen, um eine engere, positivere und damit langfristigere Beziehung zu ihren Kunden – den Menschen hinter dem Stromzähler – zu etablieren.

Autoren:
Dr. Thomas Schlaak, Partner, Leader Energy & Resources,
Dominik Busching, Manager

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