Transformation – jetzt oder nie

Die umfassende Transformation der Wirtschaft ist in vollem Gange und so sehen sich mehr oder weniger alle CEOs mit der Frage konfrontiert: „Transformation – jetzt oder nie“. 95 Prozent der Firmenlenker in Deutschland gehen davon aus, dass die nächsten drei Jahre für ihre Branche entscheidender werden als die zurückliegenden 50 Jahre.

Die Anforderungen an CEOs werden komplexer.

Die Anforderungen an den CEO verändern sich dabei im aktuellen, von Unsicherheiten geprägten Umfeld. Die fortschreitende Digitalisierung und Vernetzung über alle Unternehmens-, Markt- und Industriegrenzen hinweg erfordert ein neues Denken: sei es im Hinblick auf die Entscheidungsfindung, die Innovationsfähigkeit, die Unternehmenskultur, den Umgang mit Kundenerwartungen und -daten oder neue Unternehmensrisiken – aber auch bezüglich der eigenen Rolle. So ist der moderne CEO Treiber der Veränderung, welche unweigerlich zu einer seiner Kernkompetenzen wird.

Digitalisierung und Vernetzung erfordern neues Denken!

Hinsichtlich der Vernetzung mit Partnern und Allianzen haben die CEOs in Deutschland eine klare Meinung. Für 19 Prozent ist dies das zweitwichtigste strategische Thema, mehr als die Hälfte planen konkret den Aufbau von Partnerschaften, Joint Ventures oder Kooperationen mit anderen Firmen in den nächsten drei Jahren. Hierbei steht das Stichwort Innovation im Vordergrund, es sind aber auch Aspekte wie Kostenersparnis oder gemeinsame Investitionen in diesem Zusammenhang relevant.
Ein weiteres zentrales Thema für die CEOs ist die Sicht des Kunden. So sind 30 Prozent der Ansicht, dass Wachstum in den nächsten drei Jahren insbesondere durch die Gewinnung neuer Kundengruppen generiert wird. Der frühzeitigen Einbindung von Kunden wird dabei besondere Relevanz zugesprochen. In diesem Zusammenhang wird der zielgerichteten, sicheren und vertrauensvollen Analyse von Daten eine hohe Bedeutung beigemessen.

Wachstum erfordert zukünftig die Erschließung neuer Kundengruppen!

Auch die Mitarbeiter stehen im Fokus. Während einerseits befürchtet wird, dass durch die Automatisierung viele Arbeitsplätze vernichtet werden, könnte es aufgrund der demographischen Entwicklung zukünftig weniger qualifizierte Arbeitskräfte geben. Für ein Viertel der deutschen CEOs sind Mitarbeiterführung und -entwicklung die Top-Prioritäten auf ihrer Agenda. Hierbei wird der Unternehmenskultur eine besonders große Rolle beigemessen.
Der Umbruch der Wirtschaft durch die technologischen Entwicklungen, geopolitische Veränderungen und steigende Cyber-Kriminalität fordert auch ihren Tribut. Zukünftig wird ein neuer Umgang der Entscheider mit den Themen Risiko und Regulierung erforderlich werden.

Transformation bleibt Chefsache!

Fazit ist: Transformation bleibt Chefsache. Das Thema Unternehmenssteuerung bekommt derzeit eine neue Dimension. Der CEO agiert mehr denn je als Leitfigur, um Impulse zu geben, Entwicklungen zu avisieren und in unsicheren Zeiten mit Vorstellungskraft voranzugehen. Ideen im Unternehmen zu generieren, zur Marktreife zu bringen und ihre Implementierung zügig und effektiv voranzutreiben gehört dabei zu den wichtigsten Aspekten. Die dafür notwendigen Änderungen im Hinblick auf das Geschäfts- und Betriebsmodell sowie die Unternehmens- und Innovationskultur gilt es individuell für die eigene Organisation zu bewerten, zu definieren und umzusetzen.

Quelle: KPMG 2016: Der deutsche CEO Outlook 2016: Jetzt oder nie.

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