Mehrwert für Mitarbeiter – Feelgood-Management als Unternehmensphilosophie

Feelgood-Management Urlaubsguru Uniq

Für Urlaubsguru-Gründer Daniel Krahn ist der Bewerbungsprozess nicht mehr nur eine Einbahnstraße, bei der sich Arbeitnehmer bei einem Unternehmen bewerben. Auch Arbeitgeber bewerben sich bei Mitarbeitern und müssen für diese attraktiv sein. Im Zuge dieses Wandels beschäftigt sein Unternehmen ein ganzes Team, das für das in der Unternehmensphilosophie integrierte Feelgood-Management zuständig ist.

Wollen Sie Ihren Mitarbeitern, dem Herzstück Ihres Unternehmens, einen exklusiven Mehrwert bieten.  Erfahren Sie von Daniel Krahn bei der C-SUITE am 28. und 29. Juni in Berlin, wie man Feelgood-Management in die Unternehmensphilosophie integrieren kann.

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Feelgood-Management — Familien-Charakter trotz Wachstum

Herr Krahn, Uniq/Urlaubsguru beschäftigt Feelgood-Manager. Wie kam es dazu?

Daniel Krahn: Mit UNIQ sind wir gefühlt über Nacht groß geworden: Immer mehr Freunde und Freundesfreunde kamen in unser Team und wir wollten den Familien-Charakter, der seit der Gründung von Urlaubsguru 2012 besteht, trotz unseres schnellen Wachstums behalten. Die Inspiration zum Thema „Feelgood“ kam dann 2014, als Daniel, mit dem ich das Unternehmen zusammen gegründet habe, und ich im Silicon Valley bei Google und Facebook waren. Es war faszinierend zu sehen, wie diese großen Firmen mit ihren Mitarbeitern umgehen und jeder einzelne davon profitiert. Dabei haben wir schnell gemerkt: Wenn Mitarbeiter Spaß bei der Arbeit haben, sind sie auch motivierter und letztlich effizienter. Darum wollten wir das Konzept gerne mit nach Deutschland nehmen und haben bei UNIQ den ersten Feelgood-Manager eingestellt. Mittlerweile ist es ein ganzes Team, das sich um das Wohlergehen all unserer Mitarbeiter kümmert. Wir bieten sogar Praktika im Feelgood-Bereich an und haben unsere sogenannten Küchenfeen im Team, die uns jede Woche mit leckeren Snacks versorgen.

Welche Eigenschaften muss ein Feelgood-Manager mitbringen?

Daniel Krahn: Im Feelgood-Management sind auf jeden Fall Eigenschaften wie Empathie und Kreativität gefragt. Der Umgang mit Menschen muss leicht von der Hand gehen und man sollte jederzeit ein offenes Ohr haben. Es geht darum, Aktionen und Events zu planen, die den Zusammenhalt im Team und das Wohlbefinden sowie die Motivation der Mitarbeiter unterstützen. Das fängt bei täglich frischem Obst an, geht über ein wöchentliches Frühstück, bei dem sich Mitarbeiter aus verschiedenen Abteilungen besser kennenlernen, bis hin zu Sportveranstaltungen im Office oder Ausflügen zum LaserTag, in die Trampolinhalle oder in einen Freizeitpark – aber auch noch vieles mehr. Feelgood Manager müssen mit offenen Augen durch das Office gehen und einfach erkennen, wo vielleicht gerade der Schuh drückt und welche Maßnahmen jetzt richtig sind, um dem entgegenzuwirken.

Was müssen Arbeitgeber ihren Arbeitnehmern heute bieten, um sie zu halten?

Daniel Krahn:  Meiner Meinung nach muss jeder Mitarbeiter eine ausgeglichene Work-Life-Balance ermöglicht bekommen und da stehen für mich flexible Arbeitszeiten ganz weit vorne. Der Einklang von Privatleben und Arbeit muss gegeben sein. Damit schließt sich dann der Kreis, dass sich Arbeitnehmer zu jeder Zeit wohlfühlen und gerne zur Arbeit kommen. Heutzutage ist der Bewerbungsprozess nicht mehr nur eine Einbahnstraße, bei der sich Arbeitnehmer bei einem Unternehmen bewerben. Ganz im Gegenteil: Auch wir als Arbeitgeber bewerben uns bei Mitarbeitern und müssen für diese attraktiv sein.

Sind Arbeitnehmer manchmal vom schnellen Wandel der Berufswelt überfordert, oder sind sie eher Treiber? Stichwort Millenials. Für viele ist es nicht mehr vorstellbar, über Jahre hinweg in ein und demselben Beruf zu arbeiten.

Daniel Krahn:  Ich denke, dass Arbeitnehmer heute eher die Treiber in der Berufswelt sind und für sich selbst auch diesen Wandel wollen. Vielleicht sind sie auch noch angetrieben von der Generation davor, als Mama und Papa mit dem Spruch: „Du kannst es einmal besser haben als wir, wenn du dich anstrengst!“ ihre Kinder angespornt haben. Dementsprechend ist es wichtig, dass Unternehmen interne Aufstiegsmöglichkeiten bieten, um Mitarbeiter langfristig zu motivieren und diese dann der Firma erhalten bleiben.

Nach welchen Kriterien wählen Arbeitnehmer heutzutage Ihren Beruf? Welche Kriterien sind ihnen dabei am wichtigsten?

Daniel Krahn:  Auch heute ist, meiner Meinung, nach das Gehalt ein wichtiges Kriterium, wenn es um die Wahl des Arbeitgebers geht. Aber es steht nicht nur das Materialistische an erster Stelle: Arbeitnehmer wollen nicht mehr länger nur als Personalnummer eines Unternehmens angesehen werden. Es geht auch darum, dass sie als Mensch im Vordergrund stehen und als eigenes Individuum geschätzt und in das Geschehen involviert werden. Daher gucken Arbeitnehmer auch immer mehr auf das Image eines Arbeitgebers. Gerade in Zeiten von Bewertungsportalen im Internet wird dieses schnell transparent und es reicht ein Klick im Netz, um persönliche Erfahrungen von Mitarbeitern und Informationen über Unternehmen zu bekommen.

Glauben Sie, dass Feelgood-Management in Zukunft zentraler Bestandteil der Unternehmensphilosophie sein wird?

Daniel Krahn:  Auf jeden Fall! Gerade wenn es darum geht, dem Fachkräftemangel in Unternehmen entgegenzuwirken. Arbeitgeber müssen attraktiv sein und Arbeitnehmern, neben ihrem Job, einen Mehrwert bieten, was durch zusätzliche Aktivitäten, Events oder einem guten Zusammenhalt im Team gegeben wird. Die Mitarbeiter sind das Herzstück eines jeden Unternehmens und sollten deshalb unter der Flagge des Feelgood-Managements im Vordergrund stehen.

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