„Ohne Digitalisierung ist die bAV heute nicht mehr durchführbar“


„Ohne Digitalisierung ist die bAV heute nicht mehr durchführbar“

Eine konventionelle bAV Administration ist heute kaum noch handelbar, meint Vera Schieferecke, Head of Corporate Affairs HR der ALTANA AG. Die Digitalisierung in der Vorsorge ist der einzige Weg, den gestiegenen Anforderungen an Fehlerfreiheit und Schnelligkeit gerecht zu werden.

Interview mit Vera Schieferecke

Frau Schieferecke, die bAV wird komplexer – wie kann die Digitalisierung helfen?

Ohne Digitalisierung ist die bAV heute nicht mehr durchführbar. Nur mit digitalisierten Prozessen ist es möglich, die Veränderungen in Versorgungsplänen systematisch, transparent und fehlerfrei darzustellen sowie das Verständnis für die bAV zu ermöglichen und die Beratungsqualität, auch unter Berücksichtigung privater Anlagen, für jeden einzelnen zu erhöhen. Durch die Anzahl der Beteiligten und die Administrationsprozesse im Hintergrund ist die bAV immer aufwendiger geworden. Eine konventionelle Administration ist unmöglich geworden. Die Digitalisierung ist heute zwingende Voraussetzung.

Welche konkreten Vorteile bietet die Digitalisierung Versicherern und Unternehmen, bzw. deren Mitarbeitern?

Gab es früher für die Mitarbeiter eine meist verspätete Jahresmitteilung über den Stand der bAV, so besteht heute die Anforderung, jederzeit und überall den aktuellen Stand der bAV abrufen zu können. Früher wurden bAV Daten auf unterschiedlichen Systemen geführt, was regelmäßig zu Differenzen führte, die es zu klären galt. Datenaustausch, Kommunikation und Kapitaltransaktionen sind heute nur noch in einem Tool vorstellbar, um den gestiegenen Anforderungen an Fehlerfreiheit und Schnelligkeit gerecht werden zu können, aber auch überhaupt bAV unter Kosten- und Effizienzgesichtspunkten anbieten zu können.

Welche besonderen Herausforderungen bringt der Digitalisierungsprozess der bAV Administration mit sich?

Eine besondere Herausforderung sehe ich darin, dass die „Umwelt der bAV“ nicht mit der Digitalisierung Schritt hält. Dabei denke ich besonders an gesetzliche und steuerrechtliche Einschränkungen aber auch an die Einstellung der Beteiligten auf allen Ebenen: In traditionellen Unternehmen haben wir nicht nur Mitarbeiter, die sich als „Digital Natives“ definieren können. Wir müssen als Anbieter der bAV daher immer diverse, unterschiedlich ausgerichtete Anforderungen berücksichtigen, um wirklich nutzerfreundliche Lösungen anbieten zu können.

Stichwort Datenschutz: Wie sieht der Umgang mit sensiblen Daten aus?

Datenschutz und Datensicherheit haben bei ALTANA höchste Priorität. In digitalisierten Prozessen erhalten ausschließlich berechtigte Personen einen gesicherten Zugriff auf die Daten. Jede Änderung von Daten wird protokolliert und kann nachvollzogen werden.

Vielen Dank für das Gespräch!


Diskutieren Sie mit.

Diskutieren Sie mit Vera Schieferecke und anderen namhaften bAV-Experten über die Herausforderungen der Digitalisierung bei der Entgeltumwandlung, im Rahmen der 19. Handelsblatt Jahrestagung Betriebliche Altersversorgung 2018, am 12. bis 14. März 2018 in Berlin.


Über Vera Schieferecke:

schiefereckeVera Schieferecke ist Head of Corporate Affairs HR der ALTANA AG.