Revolution in der Stadt


Unter der Ägide des Weltwirtschaftsforums WEF in Davos haben 35 Organisationen, darunter führende Automobilhersteller, Zulieferer aber auch Versicherer und Unternehmen der Telekommunikationsbranche, in den vergangenen fünf Jahren das autonome Fahren aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet.

Dabei standen stets drei Fragen im Vordergrund: Was will der Endkunde? Wie gehen Städte das Thema an? Wie lässt sich autonomes Fahren konkret umsetzen?

Diese drei Fragen beantwortet die Dr. Nikolaus S. Lang, Senior Partner & Managing Director bei The Boston Consulting Group (BCG) mit drei Zahlen. 60 Prozent der 10.000 Endkunden, die in einer weltweit durchgeführten Studie befragt wurden, wollen autonom fahren. Über 80 Prozent der befragten Verantwortlichen in 100 Städten sehen autonome Fahrzeugflotten in den kommenden fünf bis zehn Jahren auf ihren Straßen. Und die reale Umsetzung eines ersten Pilotprojektes hat nur vier Monate gedauert.

In der US-Metropole Boston, die das WEF aus 36 Bewerberstädten ausgewählt hatte, wurden autonome Fahrzeuge und weitere Ideen für künftige Mobilitätsangebote getestet. Basierend auf diesen Erkenntnissen hat BCG weitere Szenarien simuliert und sei laut Nikolaus Lang zu folgendem Ergebnis gekommen. In einer Stadt mit „Robotransportrevolution“ und zahlreichen Varianten autonomer Mobilität würden 30 Prozent weniger Fahrzeuge unterwegs sein, die Schadstoffbelastung um 66 Prozent sinken und die Anzahl der Parkplätze um die Hälfte abnehmen. Das trage auch zu einem deutlich besseren Verkehrsfluss bei.


Backstage-Report zum Handelsblatt Auto-Gipfel 2017

Die Führungsriege der Automobilwirtschaft hat beim Auto-Gipfel 2017 Stellung bezogen. Was wird wahr, was nicht? Wir haben für Sie die wichtigsten Statements, Diskussionen und Videos zu einem umfangreichen Nachbericht zusammengefasst.
Packshot vom Backstage-Report zum Auto-Gipfel 2017
Zum Gipfeltreffen der Automobilbranche kamen über 600 Automobilexperten aus der ganzen Welt – darunter Hersteller und Zulieferer, Technologie- und Energiekonzerne sowie Politiker und Verbände – Ende Oktober 2017 nach Sindelfingen. Vom 24. bis 26. Oktober diskutierten die versammelten Branchengrößen Strategien, Konzepte und Technologien für das Automobil von morgen und die zukünftige Ausrichtung der Autoindustrie.